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Do., 09. Mai 2019, 14:43 Uhr
Beim Magistratspressegespräch in Lampertheim standen „grüne Themen” im Mittelpunkt
Eichenprozessionsspinner, Mehlschwalben und „Grüne Infotage”
Eichenprozessionsspinner sind aufgrund ihrer Brennhaare für Menschen gefährlich – in den kommenden 14 Tagen wird daher in Lampertheim die Population bekämpft. Foto: FVA / H. Ruhnke
LAMPERTHEIM – Grüne Themen beherrschten das Magistratspressegespräch am Donnerstag: Schwalbennester für Lampertheimer Bürger, der Eichenprozessionsspinner, die Gewinner des Ostermarkt-Gewinnspiels und „Grüne Infotage” standen im Mittelpunkt.
Mehlschwalben sind eine der bekanntesten Vogelarten. Sie überwintern in Südafrika und kündigen mit ihrer Rückkehr den Sommer an. Vorwiegend in den Monaten März bis Oktober sind die Schwalben in den Städten anzutreffen und bauen ihre Brutstätten vorzugsweise in Kolonien. Hierzu nutzen sie Häuser, Scheunen, Brücken oder Felswände. Im Arbeitskreis Biodiversität der Stadt Lampertheim wurde von verschiedener Seite darauf hingewiesen, dass der Bestand von der Mehlschwalbe auch in Lampertheim stark rückläufig ist, da heutzutage immer weniger Nistmöglichkeiten gefunden werden. Um den Schwalben in Lampertheim geeignete Nistmöglichkeiten zu bieten, wurden rund 50 Doppelnester kostenfrei zur Verfügung gestellt – 13 Lampertheimer haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Gerne können sich interessierte Bürger, die einen Ort für solch eine Nisthilfe zur Verfügung stellen können, weiterhin bei den Technischen Betriebsdiensten unter der Telefonnummer 06206/94990-0 melden.
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners
Die Technischen Betriebsdienste der Stadt Lampertheim möchten die Bürger darüber informieren, dass in den kommenden Wochen im Stadtgebiet von Lampertheim Eichenbäume, die auf öffentlichem Gelände stehen, zum Schutz gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners behandelt werden. Die Pflanzenschutzmaßnahme erfolgt durch eine Fachfirma in Absprache mit den Betriebsdiensten im Lauf der nächsten 14 Tage, wobei die Durchführung von der Witterung abhängig ist. Bei dem eingesetzten Mittel handelt es sich um ein biologisches Insektizid, welches für Menschen völlig ungefährlich ist. Es führt bei den Raupen, die durch ihre Brennhaare bei den Menschen starke toxische Reaktionen hervorrufen können, zu einem Fraßstopp, an dem die Tiere schließlich verenden. Die Technischen Betriebsdienste bitten die Bevölkerung um Rücksicht und Verständnis bei eventuellen Beeinträchtigungen durch kurzfristige Sperrungen der Gehwege und Parkplätze. Wichtig ist, das nicht jede Eiche durch den Eichenprozessionsspinner befallen wird, aber die Bürger sollten dennoch Eichen, die eventuell in ihrem Garten stehen, kontrollieren, um eine Gefährdung zu vermeiden.
„Grüne Infotage”
Die Technischen Betriebsdienste der Stadt Lampertheim möchten im Rahmen der Biodiversität rund um das Thema „Grün” informieren und suchen daher den direkten Kontakt mit den Bürgern vor Ort. Los geht es am 15. Mai in Hüttenfeld sowie am 16. Mai in Neuschloß. Die weiteren Stadtteile sowie die Kernstadt Lampertheims werden im Herbst folgen.
Der Bestand von Mehlschwalben ist in Lampertheim rückläufig – dem möchten die Technischen Betriebsdienste und der Arbeitskreis Biodiversität mit dem zur Verfügung stellen von Nistmöglichkeiten entgegenwirken. Foto: pixabay.com
Bei den Veranstaltungen, deren Idee der Bürgerkammer Neuschloß entstammt, sollen Hilfestellungen zu allen „grünen” Themen wie beispielsweise dem Anlegen von bienenfreundlichen Splitt-Beeten oder einer extensiven Dachbegrünung gegeben werden. Weiterhin werden Fragen zu Themen wie Grünpatenschaften, Ereigniswäldern oder allgemein öffentlichen Grünflächen beantwortet. „Wir hoffen auf regen Zuspruch und stehen gerne für Fragen und Gespräche gerne zur Verfügung”, betont Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste. Zudem werden einige Themen durch Schaupflanzungen anschaulich dargestellt, und auch ein Insektenhotel wird als Anregung mit dabei sein. Alle Interessierten sind jeweils von 15 bis 18 Uhr mittwochs in Hüttenfeld auf dem Platz vor dem Bürgerhaus und donnerstags in Neuschloß auf dem Ahornplatz herzlich willkommen. „Es liegt uns viel daran, Hausbesitzer davon zu überzeugen, Schottergärten oder zugepflasterte Wege zu begrünen und wir setzen ebenso viel daran, Bäume auf öffentlichen Flächen zu platzieren”, ergänzte Bürgermeister Gottfried Störmer.
Glückliche Gewinner
Die Gewinner des Gewinnspiels, welches im Rahmen des diesjährigen Ostermarktes des Lions Club durchgeführt wurde, stehen fest. In der Hauptdekoration, die durch die Technischen Betriebsdienste passend zum Motto „Straßenbäume in Lampertheim” gestaltet worden war, befand sich ein ungeöffnetes Straußenei, dessen Gewicht von den Kindern möglichst genau geschätzt werden sollte. Die korrekte Lösung war 1.687 Gramm. Die drei Kinder, die am genauesten getippt hatten, waren die glücklichen Gewinner. Es handelt sich um Emil Beth aus Lampertheim, Luise Münster aus Lampertheim und Hannah Kiehn aus Lorsch. Alle drei werden schriftlich benachrichtigt und erhalten einen Ferienpass der Stadt Lampertheim – in dem auch Angebote des Kloster Lorsch beinhaltet sind – sowie Gutscheine von Eis Oberfeld. Benjamin Kloos