Do., 05. März 2020, 09:24 Uhr
Familie fühlt sich terrorisiert und appelliert an Täter / Sachbeschädigung und psychischer Druck
Eierwerfer verursacht in Hofheim Angst und Schrecken
HOFHEIM – Im Januar begann der Terror für eine Familie in Hofheim: Mehrmals wurden seitdem vor allem Eier, aber auch Mandarinen und Tomaten an die Fassade geworfen – einmal auch ein Feuerzeug an die Fensterscheibe. Meistens ereigneten sich die Taten bisher am Wochenende, mit Ausnahme der Woche um Fastnacht.
Der letzte Vorfall ereignete sich an Aschermittwoch – anschließend stellte die Familie Anzeige gegen unbekannt und besprach mit der Polizei das weitere Vorgehen. So durften in Absprach mit der Polizei Überwachungskameras aufgestellt werden, zudem hat die Familie Bewegungsmelder installiert – seitdem herrscht vermeintlich Ruhe. Und auch mit dem Ordnungsamt wurde bereits über eventuelle Möglichkeiten gesprochen. Doch das Nervenkostüm der Familie ist weiterhin angespannt.„Das zehrt schon sehr an den Kräften”, schilderte die Familie im Gespräch mit dem TIP – zumal das Wurfmaterial im Garten des Nachbarn lag, dass der Täter fallen ließ als er merkte, dass er beobachtet wird.
Denn einige Male konnte der Täter beinahe erwischt werden, aber es war immer zu dunkel, um eine wirklich genaue Personenbeschreibung abgeben zu können. So beispielsweise um 6 Uhr morgens, als der Familienvater den Täter beobachten, aber nicht erkennen konnte. „Anfangs erfolgten die Attacken gegen 19 Uhr, dann gegen 21 Uhr am Abend sowie zwischen 6 und 7 Uhr am frühen Morgen”, berichtet die Familie – jahreszeitbedingt erfolgten die Taten also immer im Schutz der Dunkelheit. Eine Steigerung des Terrors gab es Anfang Februar – hier wurde dem Nachbarsohn, der mit dem Hund spazieren gehen wollte, ein Ei ins Genick geworfen. „Vermutlich wurde er mit unserem Sohn verwechselt, vermutet die attackierte Familie. Seitdem ist auch der Nachbar aufmerksamer und hat ebenfalls Bewegungsmelder mit Licht installiert. Dennoch bleibt beim Verlassen des Hauses ein ungutes Gefühl – ist der Täter vielleicht vor Ort und attackiert erneut eine Person? „Oder was passiert, während wir unterwegs sind, was finden wir vor, wenn wir heimkommen” – diese Ängste beschäftigen die Familie sehr.
„Wir hoffen, dass der Terror aufhört. Vielleicht hat jemand etwas beobachtet, beispielsweise bei der Hexennacht des HCV im Bürgerhaus oder an einem anderen Abend oder Morgen – wer etwas gesehen hat, kann sich gerne bei der Polizei melden”, so die Familie. „Es geht so nicht weiter, bitte hören Sie auf, uns zu belästigen und unser Haus zu beschädigen – durch die Taten kommen wir psychisch an unsere Grenzen” appelliert die betroffene Familie an den Täter und hofft auf dessen Einsehen. red