Bürgerstiftung Lampertheim unterstützt Projekt EASI der Musikschule und der Goetheschule mit 2.500 Euro
Ein Anfang mit Singen und Instrument
Beim Projekt EASI, einer Kooperation der Goetheschule mit der Musikschule, ist viel Bewegung drin – auch dank der Unterstützung der Bürgerstiftung Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Große Freude herrschte am Montag bei den Schülern der 2. Klassen der Goetheschule, die am Projekt EASI, einer Kooperation der Musikschule und der Goetheschule, teilnehmen und die stolz ihre Instrumente präsentierten. EASI – das steht für „Ein Anfang mit Singen und Instrument”. Denn dank der Unterstützung der Bürgerstiftung Lampertheim kann dieses wichtige, 2017 ins Leben gerufene, Projekt weiter bestehen.
Der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Erich Maier, Elzbieta Liermann und Ralph Butz überreichten Musikschulleiter Joachim Sum und der Schulleiterin der Goetheschule, Margarete Veltman, einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro.
„Die Bürgerstiftung engagiert sich auch für den Bereich Bildung und Erziehung, daher waren wir gerne direkt bereit, dieses Projekt zu unterstützen. Wichtig ist, dass die Kinder nicht zur Teilnahme gezwungen werden, sondern dass ihnen diese ermöglicht wird und sie Spaß daran haben, etwas zu lernen. Dies ist ein schönes Beispiel, was die Bürgerstiftung alles macht. Wir sind zwingend darauf angewiesen, Zugstifter zu generieren, um solche wichtigen Projekte weiter unterstützen zu können. Daher wollen wir für ein Engagement zugunsten der Bürgerstiftung werben”, betonte Erich Maier. Neben dem Projekt EASI unterstützt die Bürgerstiftung die Arbeit der Musikschule zudem in weiteren Bereichen. So wurde eine Klarinette finanziert, die in der Musikschule verbleibt und mit der Kinder üben können, um zu sehen ob dieses Instrument zu ihnen passt. Zudem werden drei junge und begabte Musikerinnen über den Unterricht hinaus durch Förderunterricht unterstützt.
„Wir sind als Schule sehr dankbar für diese Unterstützung, ebenso wie für die bereits seit langem bestehende Zusammenarbeit mit der Musikschule. Mit diesem Projekt können wir Kinder an die Musik und Instrumente heranführen, die diese sonst nie kennen lernen würden”, betonte Schulleiterin Margarete Veltman.
Inhaltlich gleicht das Konzept von EASI dem früheren Landesprojekt „Jedem Kind ein Instrument”, welches von 2010 an auch für fünf Jahre an der Schillerschule durchgeführt wurde. Das Land Hessen hat das Programm mittlerweile beendet, da aber der Name rechtlich geschützt ist, heißt das Lampertheimer Projekt EASI. Wichtig ist auch, dass die Schüler, die ausgewählt werden, Freude an der Musik haben und aus Familien stammen, die sich den Unterricht an der Musikschule nicht leisten könnten. Angelegt ist das durch die Stadt Lampertheim geförderte Projekt, dass in Kooperation durch Goetheschullehrerin Angelika Laur und Musikschullehrerin Christin Francois begleitet wird, auf zwei Jahre:Im 1. Schuljahr wird einer Großgruppe aus 20 Schülern mit einfachen Mitteln wie Singen, Tanz, Bewegung, einfachen Rhythmen, klatschen und trommeln eine Grundmusikalisierung vermittelt, die vielen Kindern heutzutage durch den Mangel an Bewegung und Singen zuhause fehlt. Dabei haben die Kinder auch die Möglichkeit, verschiedene Instrumente kennen zu lernen. Am Ende des ersten Jahres entscheiden sich die Kinder dann für ein Instrument, welches sie im zweiten Jahr vertiefen: Der Instrumentalunterricht findet in Gruppen von vier bis fünf Schülern statt, wobei Violine, Querflöte, Gitarre und Akkordeon angeboten werden – Instrumente, die sich auch als Gruppe gut zusammen spielen lassen. Hier erhalten die Kinder die Möglichkeit, zu recht geringen Kosten die Grundkenntnisse eines Instrumentes zu erwerben.
Sowohl die Lehrerinnen als auch besonders die Kinder sind mit großer Freude und viel Spaß dabei, wenn es ums gemeinsame Musizieren geht. Das Projekt bietet noch viel mehr als den Einstieg in die Musik: Die Kinder erhalten auch die einmalige Gelegenheit, in der Schule miteinander zu musizieren. Über weitere Sponsoren würden sich die Musik- und die Goetheschule freuen, damit es auch in den kommenden Jahren heißen kann: Ein Anfang mit Singen und Instrument. Benjamin Kloos