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Mo., 11. Mai 2015, 16:42 Uhr
Landesehrenbrief für Manfred Kaiser beim Tag der offenen Tür / Landrat Matthias Wilkes: Auszeichnung für eine ganz besondere Lebensleistung
Ein halbes Jahrhundert Leben für die Feuerwehr
Manfred Kaiser erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Bobstadt am Sonntag. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Alles war perfekt für eine große Ehrung. Die Sonne strahlte und beim gut besuchten Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Bobstadt war genug Publikum für den lautstarken Applaus da. Wie Landrat Matthias Wilkes in seiner Ansprache erklärte, war es gut überlegt, die Ehrung für Manfred Kaiser an genau diesem Tag vorzunehmen, denn neben den Feuerwehrkameraden sollten die Öffentlichkeit und Bürgerschaft Gelegenheit erhalten, die Ehrung eines ganz besonderen Feuerwehrmannes mit der höchsten Auszeichnung mitzuerleben, die das Land Hessen zu vergeben hat. Landrat Wilkes nannte die zahlreichen wichtigen Wegmarken und Stationen auf Manfred Kaisers Lebensweg im Dienste der Freiwilligen Feuerwehr und für die Bürger in Bobstadt. Vor fast einem halben Jahrhundert, im Jahr 1966 trat Manfred Kaiser im Alter von zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr ein, seit 1970 ist Manfred Kaiser in der Einsatzabteilung aktiv und hätte eigentlich die Altersgrenze erreicht, wenn er nicht im letzten Jahr die Dienstverlängerung um fünf Jahre beantragt hätte. 1984 wurde Manfred Kaiser für neun Jahre stellvertretender Wehrführer, vier Jahre bis 1977 übte er das Amt des Bezirksjugendfeuerwehrwartes im Löschbezirk 4 aus, Atemschutzausbilder war er 17 Jahre. „Das zu leisten ist eine grandiose Zeitachse“, machte Wilkes deutlich. 1992 wurde Manfred Kaiser zum Oberbrandmeister befördert. Beim Bau der neuen Feuerwache in der Waldstraße 1988 hatte Manfred Kaiser die tragende Rolle. Die Bobstädter Feuerwehr sei für Manfred Kaiser Dienen für den Nächsten, Heimat und zweite Familie zugleich, stellte Landrat Wilkes fest. „Die Gemeinschaft mit den Kameraden zu leben, ist das, was Ihr Leben prägt“. Das „Feuerwehr-Gen“ habe Manfred Kaiser an seine Kinder weitergegeben, merkte Wilkes an, was der Medizin bislang noch nicht gelungen sei. Wehrführer ist sein Sohn Sebastian Kaiser, der das Publikum mit seiner Rede auf die Ehrung eingestimmt hatte: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich am heutigen Tag hier stehen und eine Rede über meinen Vater halten darf“ begann er, um dann den Lebensweg seines Vaters auf den Punkt zu bringen: „Vor fast fünfzig Jahren ging die Ära Feuerwehr für meinen Vater mit dem Eintritt in die Jugendfeuerwehr los und von da an war sein Lauf durch das Feuerwehrleben nicht mehr zu bremsen“. Im Feuerwehrverein sei sein Vater seit über fünfzehn Jahren Kassenwart und Vorstandsmitglied. „Als sein Sohn und sogar als sein Chef“ dankte der Wehrführer seinem Vater auch im Namen aller Kameraden für sein „unermüdliches Engagement“. Bürgermeisterin Barbara Schader sagte in ihrem Grußwort als oberste Chefin der Feuerwehr in Bürstadt: „Vor dieser Vita kann man sich nur verneigen“. Manfred Kaiser sei ein Mann der Tat, der „in der zweiten Reihe für die Gemeinschaft lebt und junge Menschen immer wieder mit dem Geist der Feuerwehr ansteckt“. Ortsvorsteher Hans-Georg Gött gratulierte Manfred Kaiser im Namen des Ortsbeirates. Viele weitere Gratulanten stellten sich in die Warteschlange. Hannelore Nowacki
Manfred Kaiser erhielt von Landrat Matthias Wilkes den Ehrenbrief des Landes Hessen zur Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Leistungen für die Verdienste um die Gemeinschaft, unterzeichnet vom Ministerpräsidenten und Landrat (im Bild Ehefrau Dorle Kaiser und Tochter Susanne Kaiser). Foto: Hannelore Nowacki