Pfarrer Adam Herbert und Kirchenvorsteherin Brigitte Volk suchen Helfer / Weg in Gesellschaft ebnen
Ein Herz für Flüchtlinge – Mitarbeit im Koordinierungsausschuss
Nicht nur zwei Herzen schlagen für die Flüchtlinge in Lampertheim, wie das vielfältige ehrenamtliche Engagement bereits zeigt. Das Plakat mit der Jahreslosung des nächsten Jahres „Nehmet einander an wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“ passe zu den anstehenden Aufgaben fanden Pfarrer Adam Herbert und Kirchenvorsteherin Brigitte Volk, die sich ebenfalls für die Flüchtlinge in Lampertheim einsetzen wollen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein Herz für Flüchtlinge haben die Lampertheimer, das zeigt sich auch im Engagement für den neu gegründeten Koordinierungsausschuss, der den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und die verschiedenen Hilfsangebote der Bürger koordinieren will. „Wir haben uns anrühren lassen vom Aufruf des Bürgermeisters“, erklärte Pfarrer Adam Herbert bei einem Pressegespräch am Dienstag im Gemeindebüro der Lukasgemeinde und bekannte, dass er erst durch diesen Aufruf von Bürgermeister Gottfried Störmer zur Mitarbeit und Hilfe für die Flüchtlinge in Lampertheim auf diese Menschen aufmerksam wurde, die schon da sind und noch kommen werden.
Über 160 Flüchtlinge aus den Krisen- und Kriegsgebieten im Nahen Osten und Afrika werden bis Ende des Jahres in Lampertheim leben. Man gehe durch die Straßen und sehe diese Menschen, doch im täglichen Trott mache man sich keine weiteren Gedanken, was zu tun wäre, auch ihm sei es so gegangen. Brigitte Volk arbeitet im Koordinierungsausschuss mit und berichtete vom ersten Treffen. Was die Flüchtlinge jetzt brauchen, sei die Mithilfe im Alltag, wie die Begleitung zu Ämtern oder zu Ärzten. „Wir sind überaus freundlich aufgenommen worden“, berichteten Pfarrer Herbert und Brigitte Volk von ihrem ersten Besuch bei den Flüchtlingen in der Riesengasse am Vortag. Auf ihre Frage, was sie am nötigsten brauchen, erfuhren die beiden Besucher: Die dreizehn jungen Männer aus Eritrea wollen unbedingt Deutsch lernen. Das ist schon organisiert. Am 2. November beginnt der Deutschkurs beim Diakonischen Werk, zweimal in der Woche zwei Stunden. Pfarrer Herbert meint: „Das ist ein gutes Zeichen, die Leute werden vom Amt gut versorgt“.
Ein zweiter Wunsch betrifft die flexible Mobilität mit dem Fahrrad. Wer ein funktionsfähiges Fahrrad spenden möchte, sollte Kontakt mit der Lukasgemeinde aufnehmen (Gemeindebüro Telefon 06206/2091; mit E-Mail an: Adam@Herbert.cc oder brigittevolk@aol.com). „Wir werden auch weiter Ausschau halten und Menschen direkt ansprechen, die etwas Zeit für die Flüchtlinge aufbringen können – es reicht auch, alle vierzehn Tage mal etwas zu tun“. Pfarrer Herbert blickt optimistisch in die Zukunft und erinnert an die tamilischen Flüchtlinge, die vor Jahren kamen und ihren Weg in die Gesellschaft erfolgreich gefunden hätten.