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Mo., 23. November 2020, 08:58 Uhr
Kandidatenliste der Bürgergemeinschaft Hofheim für die Kommunalwahl steht
Ein Kummerkasten für Sorgen, Wünsche und Anregungen
Das Interesse an der zweiten Informationsveranstaltung der Bürgergemeinschaft Hofheim, die am 13. November gegründet wurde, war groß. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – Innerhalb einer Woche hat sich die Zahl der Mitglieder der Bürgergemeinschaft Hofheim (BGH) von fünf auf elf erhöht, davon stehen nun acht auf der Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2021. „Wir wollen mitgestalten“, machte Lothar Bauer am Freitagabend bei der zweiten Informationsveranstaltung deutlich. Das Ziel: Mindestens ein Sitz im Ortsbeirat.
20 Gäste waren ins Bürgerhaus gekommen, darunter die ehemalige Hofheimer Ortsvorsteherin Rita Rose und Holger Halkenhäuser, Vorstandsmitglied der Freien Wähler Bürstadt. Mit so vielen interessierten Bürgern hatte die am 13. November gegründete Wählergruppe gar nicht gerechnet. Bauer, der im Frühjahr nach 28 Jahren aus dem Vorstand des SPD-Ortsbezirks zurückgetreten war, freute sich auch über die zahlreichen „durchweg positiven“ Rückmeldungen, die er und seine Mitstreiter die letzten Tage bekommen hatten. Wenn im nächsten Jahr der Einzug in den Ortsbeirat gelänge, dann sei es möglich „jedes Anliegen von uns Hofheimern in dieses Gremium einzubringen“. Ein Sitz reiche, um Anträge und Anfragen stellen zu können. Natürlich auch in Zusammenarbeit mit SPD und CDU. Damit die Bürgergemeinschaft an der Kommunalwahl teilnehmen kann, muss sie nun noch 18 Unterstützungsunterschriften vorlegen.
Die Aufstellung der Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 14. März 2021 hatte einen Tag zuvor in geheimer Wahl stattgefunden. Einstimmig hatten die Mitglieder sich für Lothar Bauer, Dorothea Drischel, Markus Stöckel, Jason Steiner, Britta Vasta, Rosemarie Beisel, Georg Weiland und Doris Brandt-Schader ausgesprochen. „Es gibt in verschiedenen Bereichen Verbesserungsmöglichkeiten, dafür möchte ich mich einsetzen“, stellte sich Dorothea Drischel, die seit drei Jahren hier wohnt, vor. Die BGH wolle ein Sprachrohr für die Bürger sein und den Ort attraktiver machen. Dazu passe der Spruch „Jeder Sitz für uns, ist eine Stimme für Dich“. Auch Gründungsmitglied Markus Stöckel ist es wichtig, den Hofheimern eine Plattform zu bieten und jedem die Chance zu geben, seine Meinung vorzubringen.
Die Menschen seien nicht politikverdrossen, sondern parteiverdrossen, „sie wollen mitgestalten“, merkte Bauer an. Deshalb soll es regelmäßige Treffen zu einem festen Thema geben, zu denen jeder kommen kann. Ein großes Problem sei der innerörtliche LKW-Verkehr, weshalb demnächst ein Vor-Ort-Termin mit einem Mitarbeiter der Stadt Lampertheim stattfinde. Auch die Stärkung des Mittelstandes und der Vereine - hier würde es schon ein paar Ideen geben - liegt der Bürgergemeinschaft am Herzen. Darüber hinaus wolle man versuchen, die hiesigen Geschäftsleute mit ins Boot zu holen. Eine Homepage ist in der Mache, dort soll es auch einen Kummerkasten geben, wo Bürger ihre Sorgen, aber auch Wünsche und Anregungen mitteilen können. Der größte Vorteil der BGH sei ihre Überparteilichkeit, dadurch müsse man sich vor keinem Dachverband rechtfertigen. „Den Wahlkampf finanzieren wir selbst“, ließ Lothar Bauer wissen. Petra Gahabka