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    ORGANSPENDE: Retten Sie Leben / Tag der Organspende am 4. Juni 

    Ein lebenswertes Geschenk von Herzen – oder der Niere

    Organspenden können Leben retten – wichtig ist in jedem Fall, sich frühzeitig zu entscheiden ob man spenden möchte oder nicht. Foto: BZgA/Hardy Welsch


    RIED – Es ist ein sensibles Thema und es sind erschreckende Zahlen: Bundesweit stehen mehr als 10.000 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation. Täglich sterben drei von ihnen, weil kein passenden Organ verfügbar ist. 

    Dabei ist es ganz einfach, Menschenleben zu retten – mit einer Organspende. Bereits mit 14 Jahren kann man sich verbindlich gegen und mit 16 Jahren für eine Organspende aussprechen. Neben Nieren können auch Herzen, Herz und Lunge in Kombination sowie Bauchspeicheldrüsen transferiert werden. Wichtig ist es dabei, gesunde Spender zu haben. Angst, das man aufgrund eines Organspendeausweises von einem Arzt bei einem Unfall nicht richtig behandelt wird, muss keiner haben. Dieses Vorurteil ist weit verbreitet, aber keineswegs richtig. Denn das Leben jedes Einzelnen ist wichtig und geht vor. Aber ebenso wichtig ist es, eine Entscheidung zu treffen. Denn in anderen Ländern, beispielsweise in Spanien, werden auch Touristen, die plötzlich versterben, als Organspender angesehen – solange sie keinen Organspendeausweis dabei haben, auf dem sie der Spende widersprechen. In Deutschland gilt hingegen bisher und auch weiterhin die Entscheidungslösung. Eine Organ- oder Gewebeentnahme darf nur erfolgen, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat oder stellvertretend die nächsten Angehörigen nach dem Tod der Person ihre Zustimmung erteilen.

    Die Wartezeit auf ein Organ beträgt derzeit sieben Jahre, unter Umständen sogar zwölf Jahre. Wenn man weiß, dass Betroffene, die ein Organ benötigen, statistisch nach drei Jahren sterben, weiß man was das bedeutet.

    Die Konfrontation mit der Sterblichkeit weckt Ängste, deshalb scheuen viele Menschen diese Auseinandersetzung. Der Organspendetag ist die beste Gelegenheit, sich mit dem Thema zu befassen, nachzufragen und sich Gedanken zu machen. Zeichen können groß sein, auffällig oder bunt sein. Manche Zeichen sind aber auch klein, leise und jeder kann sie für sich alleine setzen, wie zum Beispiel auf einem Organspendeausweis. Gemeinsam ist allen Zeichen der Wunsch, dass sie etwas bewirken – vielleicht sogar das Leben eines Menschen verändern. Die Organisatoren des Tags der Organspende am 4. Juni wollen in diesem Sinne viele verschiedene Zeichen setzen, hinter denen ein großes Ziel steht: Menschen überall in Deutschland dazu zu motivieren, eine Entscheidung zur Organspende zu treffen. Der diesjährige Tag der Organspende findet am Samstag in Mainz statt – mit vielfältigen Aktionen und Informationen. Näheres zum Programm ist unter www.tagderorganspende.de zu finden. Und auch die Fachärzte im Ried stehen gerne zur Beratung zur Verfügung.  Wie die persönliche Entscheidung letztendlich ausfällt, bleibt jedem überlassen. Wichtig ist es vor allem sich zu entscheiden, ob man seine Organe spenden möchte oder nicht – und dies auch seinem näheren Umfeld mitteilt. Denn durch eine Organspende kann man nicht nur Leben retten, sondern durch die frühzeitige Entscheidung auch Angehörige im Sterbefall von dieser schwierigen Entscheidung befreien.

    Bis zu sieben Menschen können dank der Organspende eines Menschen weiterleben. Neben Nieren können auch Herzen, Herz und Lunge in Kombination sowie Bauchspeicheldrüsen transferiert werden. Wichtig ist es dabei, gesunde Spender zu haben. 

    Deshalb gilt: Werden auch Sie Lebensretter – und entscheiden Sie sich für eine Organspende. red

     

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