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Di., 08. März 2022, 08:56 Uhr
WIDERSTAND: Neue Gedenktafel für Pater Alfred Delp eingeweiht
Ein Mensch, der seiner Überzeugung bis in den Tod treu blieb
Die neue Gedenktafel schildert eindrucksvoll die Stationen im Leben von Pater Alfred Delp, das im Martyrium und am Galgen endete. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Zum Hochamt in der Pfarrkirche St. Andreas mit Dekan Peter Kern und zur Einweihung der neuen Gedenktafel für Pater Alfred Delp begrüßte Pfarrer Christian Rauch am Sonntagmorgen in der Gemeinde die Angehörigen von Pater Delp und die Vertreter aus der Politik, auch Bürgermeister Gottfried Störmer war gekommen. Sein besonderer Dank galt den Spendern, die dazu beitragen, das Gedenken an den Widerstandskämpfer zu erhalten, der am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee erhängt wurde. Seine ersten Lebens- und Schuljahre hatte Alfred Delp in Lampertheim verbracht. Von Professorin Heike Grieser stammt der Text auf der Gedenktafel, der den Lebensweg des Paters eindrucksvoll nachzeichnet. In der kleinen Alfred-Delp-Kapelle, die zur St.-Andreas-Kirche hin offen ist, entzündeten wegen Corona im kleinen Kreis Pfarrer Rauch und Dekan Kern, Professorin Heike Grieser sowie die Gemeindereferentin Birgit Bongiorno und Andrea Krüger Kerzen an der großen Kerze, die zum Gedenken an den Pater leuchtete. Es sei wichtig zu zeigen, dass es Menschen gibt, die sich auch in Zeiten großer Bedrängnis nicht verbiegen lassen und ihrer Überzeugung die Treue halten, erklärte Pfarrer Rauch den Gottesdienstbesuchern. Pater Delp habe gezeigt, dass Berufung heißen kann, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine meinte Pfarrer Rauch, wichtig sei, dass es in Russland heute Menschen gebe, die gegen den Krieg auf der Straße protestieren, denn „niemals mehr soll ein Unrechtsregime über uns herrschen“. Die Kapelle solle nicht nur erhalten, sondern als Gedenkstätte ausgebaut werden. Hannelore Nowacki