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  • Mi., 07. September 2022, 14:05 Uhr
    SPIELETREFF: Angebot für Kinder von 6 bis 12 Jahren aus den Intensivklassen / Neues Angebot seitens der Stadtverwaltung Lampertheim

    Ein Ort, der Integration und Gemeinschaftsinn fördert

    Im Spieletreff wird nicht nur gespielt und gebastelt, auch Hausaufgaben können hier gemacht werden. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Seit Beginn des neuen Schuljahres am Montag gibt es in Lampertheim ein neues Angebot, um Integration zu fördern und gleichzeitig Kindern die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam zu spielen, zu basteln und Spaß zu haben – und um gleichzeitig das Erlernen der Sprache zu unterstützen: In den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Römerstraße 120 bietet die Stadt Lampertheim einen Spieletreff für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren an. Eingeladen sind Kinder aller Nationen, welche die Intensivklassen der Grund- und weiterführenden Schulen in Lampertheim besuchen. Die Kinder werden dabei montags, mittwochs und donnerstags jeweils von 11.30 bis 14.30 Uhr durch die beiden ehrenamtlichen Helferinnen Beate Haas und Sieglinde Wendel sowie die Bundesfreiwilligendiensleisterin der Stadt, Nadija Meileck – die selbst über ukrainische Wurzeln verfügt – und der Ehrenamtskoordinatorin der Stabsstelle Soziales der Stadtverwaltung, Rose Kohr, betreut. 

    In erster Linie ging es darum, einen Raum zu schaffen, an dem sich die Kinder aus ihren unterschiedlichen Herkunftsländern wohlfühlen. Sie sollen Spaß und Freude im Umgang miteinander entwickeln. Der Fokus liegt zudem bei einer sprachlichen Begleitung, damit sich die Kinder besser in der Schule und im Alltag integrieren können. Zudem besteht für diese die Möglichkeit, nach der Schule gemeinsam etwas zu essen und Hilfe bei den Hausaufgaben zu bekommen. Weitere Spielangebote, gemeinsames Kochen und kleine Ausflüge sind angedacht, wobei hier besonders die Wünsche der Kinder berücksichtigt werden sollen. 

    „Wir haben festgestellt, dass die Betreuungssituation oftmals ein Hemmnis ist, um Integrationsangebote wahrzunehmen. Denn Unterricht der Intensivklassen endet bereits um 11.30 Uhr – viele fragen sich, was mit ihrem Kind passiert während sie parallel Integrationskurse besuchen. Wir haben uns daher überlegt, was wir als Stadt tun können, zumal die Schülerbetreuung sehr stark nachgefragt ist. Und so wurde der Spieletreff initiiert. Auf diesem Weg können wir einen Beitrag leisten, dass die Kinder betreut sind und gleichzeitig ihre Eltern auf dem Weg zur Integration unterstützen. Es gibt bewusst keinen Unterschied bei der Herkunft der Kinder”, erläuterte der zuständige Erste Stadtrat Marius Schmidt. „Vielen Dank an das engagierte Team und an die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die angesichts der Raumfrage schnell und unbürokratisch geholfen hat. Hier wird der Austausch und der Zusammenhalt zwischen den Kindern aktiv gefördert und auch im sprachlichen Bereich wichtige Arbeit geleistet.”

    Andreas Dexler, Leiter der Stabsstelle Soziales bei der Stadtverwaltung, ergänzte, dass der Spieletreff rein aus Spendengeldern finanziert ist und daher wesentlich den Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymasiums zu verdanken ist. Denn diese hatten bei ihrem Spendenlauf für die Ukraine 65.000 Euro gesammelt, von denen 8.000 an die Stadtverwaltung gingen und nun hier eine sinnvolle Verwendung finden. Denn gerade auch Kinder aus der Ukraine nehmen dieses Angebot so kurz nach dessen Start bereits begeistert an. „Herzlichen Dank an das LGL”, betonte Andreas Dexler. Das Angebot selbst läuft bis Ende des Jahres, bis dahin sollen die Kinder durch sprachliche Förderung bereits sowie integriert sein, das andere Programme greifen können. Benjamin Kloos

     

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