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Di., 21. März 2023, 08:41 Uhr
SPIELETREFF: Angebot für Kinder von 6 bis 12 Jahren aus den Intensivklassen / Projekt der Stadtverwaltung Lampertheim bis Schuljahresende verlängert
Ein Ort, der Integration und Gemeinschaftsinn fördert
Im Spieletreff wird nicht nur gespielt und gebastelt, auch Hausaufgaben können hier gemacht werden. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Seit Beginn dieses Schuljahres am 5. September 2022 gibt es in Lampertheim ein besonderes Angebot, um Integration zu fördern und gleichzeitig Kindern die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam zu spielen, zu basteln und Spaß zu haben – und um gleichzeitig das Erlernen der Sprache zu unterstützen: In den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Römerstraße 120 bietet die Stadt Lampertheim einen Spieletreff für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren an. Eingeladen sind Kinder aller Nationen, welche die Intensivklassen der Grund- und weiterführenden Schulen in Lampertheim besuchen. Die Kinder werden dabei montags und donnerstags jeweils von 12 bis 15 Uhr durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betreut. Unterstützung erhalten sie durch die Ehrenamtskoordinatorin für Integration und Migration der Stabsstelle Soziales der Stadtverwaltung, Rose Kohr, für die das Angebot eine Herzensangelegenheit ist.
In erster Linie ging es darum, einen Raum zu schaffen, an dem sich die Kinder aus ihren unterschiedlichen Herkunftsländern wohlfühlen. Sie sollen Spaß und Freude im Umgang miteinander entwickeln. Der Fokus liegt zudem bei einer sprachlichen Begleitung, damit sich die Kinder besser in der Schule und im Alltag integrieren können – so wird beispielsweise auch regelmäßig vorgelesen. Zudem besteht für die Kinder die Möglichkeit, nach der Schule gemeinsam etwas zu essen und Hilfe bei den Hausaufgaben zu bekommen.
Aktuell besuchen 13 Kinder aus allen Grundschulen der Kernstadt den Spieletreff. Die Kinder stammen dabei aus Afghanistan, Syrien, der Türkei und der Ukraine. „Gerade bei den Kindern aus der Ukraine sind beachtliche Entwicklungen bezüglich der deutschen Sprache festzustellen”, freut sich Rose Kohr über den Erfolg des Projektes.
Der zuständige Erste Stadtrat Marius Schmidt verwies darauf, dass das bisher durch Spenden finanzierte Angebot nun bis zum Schuljahresende verlängert werden konnte. „Wir wollen mit dem heutigen Pressetermin zeigen, wie sich Ideen entwickeln und dass es sich hierbei um keine Eintagsfliege handelt. Dabei haben wir das Konzept angepasst und freuen uns, dass wir hier eine niedrigschwellige Form der Begegnung für Kinder schaffen konnten. Denn wir haben festgestellt, dass die Betreuungssituation oftmals ein Hemmnis ist, um Integrationsangebote wahrzunehmen. Daher haben wir uns daher überlegt, was wir als Stadt tun können, zumal die Schülerbetreuung sehr stark nachgefragt ist. Und so wurde der Spieletreff initiiert. Auf diesem Weg können wir einen Beitrag leisten, dass die Kinder betreut sind und gleichzeitig ihre Eltern auf dem Weg zur Integration unterstützen. Es gibt bewusst keinen Unterschied bei der Herkunft der Kinder”, so Marius Schmidt. „Vielen Dank an das engagierte Team, an Rose Kohr und an die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die angesichts der Raumfrage schnell und unbürokratisch geholfen hat. Hier wird der Austausch und der Zusammenhalt zwischen den Kindern aktiv gefördert und auch im sprachlichen Bereich wichtige Arbeit geleistet. Für das kommende Schuljahr sind wir bereits intensiv auf der Suche nach Fördermöglichkeiten, um dieses sinnvolle Angebot aufrechterhalten zu können.”
Wer sich ehrenamtlich für die Betreuung von Flüchtlingen engagieren oder Wohnraum für diese zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne per E-Mail an rose.kohr@lampertheim.de an Frau Kohr werden.„Wir sind um jede Person, die Unterstützung leisten möchte, froh”, ergänzte Marius Schmidt abschließend. Benjamin Kloos