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    JUGEND: Engagement aus freien Stücken für den Dirt Park als Sport- und Freizeittreff

    Ein Papa fing an den Dirt Park in Ordnung zu bringen

    Wer sich auf dem Dirt Park mit dem Rad austobt oder Unkraut ausreißt, bekommt Durst, deshalb ist in der Gurttasche eine Trinkflasche, ein Geschenk der Bürgermeisterin Barbara Schader für die fleißigen Helfer von Mischa Kühner. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Rasante Fahrten mit dem Mountainbike über die Erdhügel des Dirt Parks sind jetzt wieder ein Vergnügen und auch bei Sprüngen und Landungen sicher. Davon konnten sich am Dienstagnachmittag Bürgermeisterin Barbara Schader und Stadtgärtnerschef Jürgen Rückert vor Ort überzeugen, auch Teamleiter Ralph Dobner vom Jugendhaus Bürstadt und Stefanie Reis, die für die Sozialagentur Fortuna in Vertretung von Oliver Haberer gekommen war, freuten sich mit den Jugendlichen über diese Entwicklung. Zu verdanken ist die unkrautbefreite und geglättete Hügellandschaft dem engagierten Wirken von Mischa Kühner, der ab 5. März mit Werkzeug und Körpereinsatz angerückt war. Allerdings hatte er vorher Jürgen Rückert angerufen, den er durch seine berufliche Tätigkeit kennt, um ihn nach Arbeitsgeräten zu fragen. Ruf direkt bei der Bürgermeisterin an, sei sein Rat gewesen. Bei Bürgermeisterin Schader rannte er tatsächlich offene Türen ein, wie Rückert gesagt hatte.

    "Mannshoch stand das Unkraut“, erzählte Kühner, „so wurde der Platz von Jugendliche nicht genutzt“. Angefangen habe er mit dem Freilegen der Wege, dann sei eins zum anderen gekommen. Eine Dynamik sei zudem durch weitere spontane Helfer in Gang gekommen, Väter und Jugendliche, die mit anpackten. In einem Hügel stecken zwölf Stunden Arbeit, aber es gibt immer noch einiges zu tun. Teilweise müsse die Erde noch befestigt werden, damit sie vom Regen nicht weggeschwemmt wird, erklärte Kühner, der in Biblis wohnt und den Bürstädter Dirt Park schon lange kennt. Denn Sohn Max, mit elf Jahren bereits ein routinierter Mountainbiker, hat hier Radfahren gelernt, ebenso die fahrradbegeisterte fünfjährige Tochter Emma. Auf die Bibliser Verhältnisse ist Kühner weniger gut zu sprechen, dort sei ein Dirt Park seit zwanzig Jahren gewünscht und im Gespräch. Bürgermeisterin Schader hatte für die Jugendlichen, die sich an Kühners Renovierungsaktion beteiligt hatten, praktische Gurttaschen für Handy, sonstige Utensilien und Trinkflasche mitgebracht. An Kühner richtete sie ihren Dank und ein Lob: „Danke, danke, super gemacht, eine tolle Idee“. Während sich die Erwachsenen weiter unterhielten, zogen es die Kinder und Jugendlichen vor, durch die Hügellandschaft zu brettern und zu zeigen, was sie sprungmäßig draufhaben. Genau dafür ist die Anlage auf städtischem Gelände geschaffen worden, wie Bürgermeisterin Schader im Rückblick auf das Entstehen erzählte. Die Anlage sei fachmännisch vom Büro Schepp geplant und abgenommen worden, unter anderem müssen die Abstände stimmen. Der Betriebshof hatte die Erdmassen bewegt und die Aufenthaltsqualität geschaffen. Damals habe sich hier eine junge Bikergruppe engagiert und die Anlage gepflegt. Wie die Anzahl der Nutzer zeigte, hat sich schon herumgesprochen, dass der Dirt Park aufgeräumt wurde. Pläne für die Zukunft, die Stefanie Reis und Ralph Dobner ansprachen, gehen vom Workshop im Jugendhaus für weitere Ideen zum Dirt Park bis zu regelmäßigen Treffen, gemeinsamen Aktionen und Festen. Da der Dirt Park mit dem Freizeitkickergelände zum Gebiet des Quartiersbüro gehört, das für die Umsetzung des Programms Sozialer Zusammenhalt zuständig ist, informierte Stefanie Reis den tatkräftigen Mischa Kühner über die Möglichkeit, im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements für ein gemeinsames Projekt finanzielle Unterstützung zu beantragen. Besonders freute sich Bürgermeisterin Schader, dass der Dirt Park rechtzeitig zu den Osterferien befahrbar gemacht wurde. Hannelore Nowacki

    Abspringen und fliegen, das ist auf dem Dirt Park möglich und macht dem elfjährigen Max Kühner besonders Spaß. Foto: Hannelore Nowacki

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