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  • Fr., 20. September 2019, 10:24 Uhr
    Vorstellung des Schulsozialarbeitskonzepts HELP in der Beratungsstelle Lampertheim

    „Ein sehr niederschwelliges Angebot“

    Frank Occhionero, Leiter Beratungsstelle Lampertheim, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz und Jugendamtsleiter Kai Kuhnert stellten das neu gestartete Schulsozialarbeitskonzept HELP vor. Foto: Petra Gahabka


    LAMPERTHEIM – „Präventive Arbeit ist immer wichtiger als kurative“, zeigte sich SPD-Fraktionschef Marius Schmidt vom Schulsozialarbeitskonzept HELP überzeugt, welches die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Jugendamtsleiter Kai Kuhnert und Frank Occhionero, Leiter der Beratungsstelle Lampertheim, am Mittwochnachmittag vorgestellt haben. 

    Zum Termin „Fraktion vor Ort“ waren auch Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, Stadtrat Hans Schlatter sowie vom Sozialausschuss Christiane Krotz und Robert Lenhardt in die Beratungsstelle in der Blücherstraße gekommen. „Das alte Konzept zur Schulsozialarbeit im Kreis Bergstraße war eine Art Flickenteppich, so dass wir hier einen neuen systemischen Ansatz gefunden haben, der wirklich das ganze Projekt in eine zeitgemäße Form bringt“, sagte Schmidt. HELP (durch Hilfe Erfolgreiche Lösungen mit Profis) biete seit Beginn des neuen Schuljahres Schülern und Eltern konkrete Unterstützung. Das Land habe seine Verantwortung erkannt und UBUS-Kräfte (unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte) zur Verfügung gestellt, erläuterte Diana Stolz, der Kreis habe daraufhin sein Konzept angepasst. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Schulamts, Jugendhilfeausschusses, Jugendamts und der Schulverwaltung, habe fast zwei Jahre daran gearbeitet, nun griffen die einzelnen Angebote ineinander. Bei HELP kooperiere der Kreis mit freien Trägern, die Fachkräfte hätten die Möglichkeit, sich um einzelne Kinder zu kümmern und könnten auch die Eltern ansprechen. 

    Der Unterschied zur Schulsozialarbeit bestehe darin, dass die Mitarbeiter diese auch zuhause aufsuchen könnten, sie bildeten so eine Schnittstelle zwischen Schule und Familie, erklärte Jugendamtsleiter Kuhnert. Egal, ob Stress in der Schule oder zu Hause, pubertäre Krise oder sonstige Probleme – hier werde Präventivarbeit geleistet, die später Kosten spare. Es sei eine niedrigere Schwelle an Mitarbeiter eines freien Trägers heranzutreten, als von Schule oder Jugendamt. Während die HELP-Kräfte in den Grund-, Haupt- und Realschulen im Einsatz sind, deckt die Erziehungsberatungsstelle den Bereich Gymnasium ab. Nach den Herbstferien werde am Lampertheimer Lessing-Gymnasium einmal wöchentlich eine Sprechstunde angeboten, die anderen Gymnasien zögerten noch, erklärte Frank Occhionero. Sollte der Bedarf höher sein, dann könnten Eltern und Schüler auch gerne in die Blücherstraße 26 kommen. 63 von 64 Schulen nehmen am HELP-Projekt teil, berichtete Diana Stolz, an manchen sei vorher gar keine Schulsozialarbeit angeboten worden. Das Feedback sei durchweg positiv, die Kooperationen „sagenhaft gut“. Wenn etwas nicht rundlaufe, werde man reagieren. „Wir probieren auch neue Wege, weil wir von der Sache überzeugt sind, wir wollen da auch Vorreiter sein“, so die Erste Kreisbeigeordnete. Neue Stellen und mehr Geld sei das eine, mehr Inhalt das andere, „ich glaube hier stimmt alles“, stellte Marius Schmidt mit Blick auf die zufriedenen Gesichter seiner Genossen am Ende fest. Petra Gahabka 

     

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