TAFEL: Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Groß-Rohrheim hat über 2.000 Euro für Schulranzen-Aktion gesammelt
Ein Strahlen, fröhliche Kinder und Erwachsene
„Freut ihr euch auf die Schule?“ Ein kräftiges „Ja“ der zukünftigen Erstklässler bekam Tafelkoordinatorin Ute Weber-Schäfer zur Antwort. Auch die anwesenden Eltern strahlten vor Freude über die tolle Erstausstattung ihrer Kinder. Auf den Schulranzen leuchten die Sicherheitsstreifen im Blitzlicht. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Erstklässler brauchen einen Schulranzen mit allem drum und dran, dazu gehören Mäppchen, Sportbeutel, Malsachen, Brotdose, Regenschirm und einiges mehr – eine lange Liste mit Anforderungen der Schule kommt zusammen. Das reißt ein großes Loch in die Haushaltskasse und für Tafel-Kunden kann es schwierig werden, denn der behördliche Zuschuss für den Schulanfang ist mager. Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde in Groß-Rohrheim mit Hauptorganisatorin Sandra Olf hatte schon vor Wochen eine Spenden-Aktion gestartet, bei der über 2.000 Euro zusammenkamen, um Kinder von Tafel-Kunden der Ausgabestelle in Bürstadt beim Schulanfang zu unterstützen. Am Donnerstagnachmittag nach der üblichen Öffnungszeit hatten die Tafel-Mitarbeiter die Regale mit Lebensmitteln schon abgeräumt. Nur ein Regal war voll - mit nagelneuen Schulranzen, Schultüten und prall gefüllten Taschen, dazu Pakete mit Lern- und Bastelmaterialen. Eine Lernuhr war dabei und in den Tüten warteten besondere Rechenmäuse einer Bibliser Nähkünstlerin auf ihre zukünftigen Mathe-Genies. Die Tafel-Mitarbeiterinnen hatten Muffins gebacken und Getränke standen bereit.
Große Freude bei Kindern und Eltern über Ranzen und Zubehör
Dr. Ute Weber-Schäfer, die hauptamtliche Tafelkoordinatorin der Regionalen Diakonie Bergstraße, begrüßte die Eltern und Kinder, dann war es schon so weit: Die Kinder konnten ihren selbst ausgesuchten Schulranzen gleich schultern und schauen, was in den Tüten und sonst noch im Regal auf sie wartete. Ein Strahlen bei den Eltern und fröhliche Kinder zeigten – die Schulranzen-Aktion war gelungen. Die Mutter von Levin freute sich riesig. Sie erzählte, dass sie sich in die Liste eingetragen hatte, die bei der Tafel auslag. Jetzt war sie doch überrascht, was alles noch dabei war: „Das ist unglaublich“. Auch die Mutter von Amy strahlte glücklich. „Das ist eine sehr große Hilfe, sonst müssten wir am Essen sparen“. Für Sandra Olf ist es nicht die erste Spenden-Aktion für die Tafel, wie sie erzählte. Diesmal hätten einige Groß-Spender zu den über 2.000 Euro beigetragen, aber auch ihre Kollegen haben gespendet. In den letzten Wochen hatte sie mit der Organisation einiges zu tun, wie sie berichtete, sie war bei dem Outlet in Frankenthal, hat dort von den vielen Schulranzen-Modellen Fotos gemacht und das Zubehör besorgt, denn die Kinder sollten die Möglichkeit haben, ihr Wunschmodell zu bekommen. Zu tun hatte sie mit dem Packen der Ranzen, Schultüten und Taschen, dabei habe ihre vierjährige Tochter sie gerne unterstützt. Bei der Tafel hat die ehrenamtliche Büroleiterin Bärbel Kilian mit den ebenso ehrenamtlich tätigen Tafel-Mitarbeiterinnen Stephanie Ulpins und Beate Horlé die Organisation vor Ort übernommen, mit den Eltern gesprochen und mit den zehn Kindern die Fotos bei der Auswahl der Schulranzen angeschaut. Hannelore Nowacki