Neue Mensa der Schillerschule Bürstadt feierlich eingeweiht / Moderne Umgestaltung des gesamten Schulgebäudes steht an
„Ein toller Raum für viele Zwecke“
Die neue Mensa der Schillerschule Bürstadt erstrahlt nach ihrer Fertigstellung in vollem Glanz. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – „Herzlich willkommen, Ihr lieben Leute, in unserer Schule begrüßen wir Euch heute” hallte es am Dienstag über den Schulhof der Schillerschule in Bürstadt. Auch winterliche Temperaturen konnten dabei der Freude, die bei Schülern, Lehrern und allen Anwesenden deutlich spürbar war, nichts anhaben – schließlich gab es großen Grund zu Feiern: Die neue Mensa konnte eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden.
Passend zu diesem Ereignis hatte der Schulchor ein Lied gedichtet, mit Worten, wie man es passender kaum hätte beschreiben können: „Unsere Schule hat eine Mensa, in der essen wir jetzt jeden Tag. Ein toller Raum für viele gute Zwecke, die ab heute ein jeder Schillerschüler mag”, klang es aus den jungen Sängerkehlen.
„Die Schillerschule wird immer größer. Im Moment besuchen 560 Schüler die Schule, das heißt dass mittags bis zu 560 hungrige Mägen auf Essen warten. Wir wollen, dass die Schüler, die mittags hier bleiben, gut essen können. Dazu braucht man eine Mensa”, wandte sich Landrat Christian Engelhardt an die Schüler. „Der Landkreis hat daher gesagt: Wir bauen eine Mensa und investieren 2,6 Millionen Euro – damit Uhr gutes und gesundes Essen bekommt. Aber Eure Schule ist nicht nur sehr groß, sondern auch sehr alt. Daher sind wir mit der Mensa noch nicht fertig, sondern werden insgesamt weitere 23 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Schule neu zu gestalten und umzubauen. Während der Bauzeit werdet Ihr viel lernen, aber auch viel erleben. Wir machen dies alles hier für Euch, damit Ihr eine tolle Schule habt!”. Nach den Worten des Landrates führten die Schillerschüler einen Tanz der Schneemänner auf, der abschließend für Begeisterung sorgte, bevor es im Inneren der Mensa mit dem offiziellen Teil weiterging – ohne die Schüler, die sich auf den baldigen Schulschluss freuen konnten.
Torsten Wichmann, Rektor der Schillerschule, begrüßte die Vertreter der Stadt, des Architekturbüros, der Baufirmen und des Schulamtes. „Vor 1,5 Jahren waren wir hier an dieser Stelle und die Kinder haben das Lied ‚Wer will fleißige Handwerker sehen‘ gesungen. Und wir hatten wirklich fleißige Handwerker, denn die Mensa ist fertig. Danke an den Kreis Bergstraße, der Geld investiert hat, danke an die Planer, mit denen wir hoffentlich weiter gut zusammenarbeiten werden, danke an all diejenigen, die die Mensa gebaut haben und ein ausdrückliches Danke an alle, die den Bau unterstützt und ertragen haben. Als Beispiel möchte ich unseren Hausmeister nennen, es ist ein großer Schatz, einen solchen Hausmeister zu haben. Und danke an die Verwaltung und unsere Lehrer, die im Sommer Wärme und Lärm gleichermaßen ertragen haben.” Mit Blick auf die Mensa betonte er: „Wir können endlich in nur noch zwei Belegungen Mittag essen, dies ist ein großer Gewinn, denn alle Kinder können nun direkt nach Unterrichtende ihr Essen genießen. Es ist ein schöner und heller Raum geworden, den wir für viele andere Veranstaltungen nutzen werden, es soll ein Raum sein für viele Funktionen, für Schul- und Klassenfest, für die Bärenhöhle und vieles mehr. Und wir hoffen, dass es mit dem neuen Bau genauso weitergeht.”
Die Schüler der Schillerschule feierten die Einweihung ihrer Mensa – unter anderem mit einem Schneemanntanz. Foto: Benjamin Kloos
Landrat Engelhardt ergriff nochmals das Wort, um darauf zu verweisen, dass der Betrag von 2,6 Millionen Euro unter den geplanten Ausgaben liege. „Dies zeugt von einer guten Arbeit aller Beteiligten und die Mensa ist gut geworden. Nun wird die Schule komplett saniert und modernisiert, für mindestens 23 Millionen Euro. Die Schulen in Bürstadt bleiben für uns große Baustellen, und das ist gut so, denn bauen heißt, dass man etwas neues schafft – die Pädagogik verändert sich und wir wollen auf dem neusten Stand in diesem Bereich sein.” Die Mensa sei hierfür ein besonderer Ausdruck: „Die Gesellschaft hat sich verändert, beide Elternteile müssen die Gelegenheit haben, berufstätig zu sein. Daher müssen wir uns in jeder Gemeinde darauf verlassen können, dass Betreuungsangebote ohne Wartelisten gewährleistet sind, auch in den Ferien. Bei der Mensa geht es um die Betreuung, bei dem, was jetzt folgt geht um die Bildung, um die Pädagogik. Schulen sind dazu da, Zukunft zu schaffen, daher denken wir erst an die Pädagogik bevor wir an den Bau denken. Ich freue mich auf den gemeinsam Prozess.” Abschließend äußerte Landrat Engelhardt noch einen Wunsch: „Es wäre wichtig, dass es in der Mensa nicht nur gutes und gesundes Essen gibt, sondern dass hier zudem auch Esskultur vermittelt wird.”
Bürgermeistern Barbara Schader verwies darauf, dass die Schule Mitte der 1960er-Jahre gebaut wurde. „Zwischen dem Unterricht damals und dem, was Kinder heute für ihre Entwicklung brauchen, liegen Welten. Die Mensa ist der erste Schritt einer richtigen und wichtigen Entwicklung. Es ist gut, dass wir heute wissen, dass es Hand in Hand weitergeht. Und es ist schön, dass die Wünsche der Schulgemeinschaft bei der Planung berücksichtigt wurden, so wird hier eine herausragende Perspektive für unsere Schüler geschaffen. Wir sind stolz und glücklich, dass sich für unsere Schüler etwas bewegt.” Benjamin Kloos