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  • Mo., 10. Februar 2014, 11:06 Uhr
    Erzieherinnen der katholischen Kindertagesstätte Alfred Delp verabschieden Waltraud Giehler in den Ruhestand

    Ein weinendes und ein lachendes Auge

    Nach fast 42 Jahren verabschiedete sich am Freitag Erzieherin Waltraud Giehler in den wohlverdienten Ruhestand. Wegbegleiter, Kolleginnen und Freunde waren gekommen, um ihren Segen für die Zukunft und vor Allem ihren Dank auszsprechen. Foto: Manuel Ding


    LAMPERTHEIM – Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiede sich Waltraud Giehler, die seit Sommer 1972 als Erzieherin in der katholischen Kindertagesstätte Alfred Delp arbeitete, in den wohlverdienten Ruhestand. Langweilig würde es der 61-jährigen aus Biebesheim aber bestimmt nicht werden: „Wir haben einen großen Garten mit Pool, und ich habe noch viele Bücher zu Hause, die ich noch nicht gelesen habe.“ Auch ihr Mann würde sich auf die Zeit freuen, erzählt sie. Ihn habe sie aber vorgewarnt: „Freue dich nicht zu früh!“

    So wurde Giehler am Donnerstagmorgen im Morgenkreis in der Kita von den 70 Kindern und am Freitagnachmittag im Kreise ihrer Kolleginnen verabschiedet. Auch ehemalige Kolleginnen, Freunde, sowie die damalige Leiterin der Kita von, Jaroslava Häuser (ehemals Mohler), Evi Hahl vom Pfarrgemeinderat und Pfarrer Peter Hammerich waren gekommen um Giehler ihren Segen für die Zukunft auszusprechen und vor Allem „Danke“ zu sagen.

    Mit zwei weinenden Augen aber verabschiede sich die jetzige Leiterin der Kita Mechthild Schneider-Schossau von ihrer langjährigen Kollegin. Seit 36 Jahren haben sie zusammen gearbeitet. Sie haben viele Kolleginnen gemeinsam kommen und gehen sehen und nicht wenige Eltern deren Kinder gerade die Kita besuchten, seien selbst als Kind schon in der Obhut von Giehler und Schneider-Schossau gewesen. „ich kann es mir noch nicht so richtig vorstellen.“ so die Leiterin weiter. Der Abschied am Donnerstagmorgen von den 70 Jungen und Mädchen im Morgenkreis sei besonders emotional gewesen und es seien auch Tränen geflossen. Alle Kinder überreichten Giehler einen als Marienkäfer bemalten Stein als Abschiedsgeschenk, das Lieblingstier der Erzieherin, wie man es in jedem Freundebuch habe lesen können, in das sie über die Jahre geschrieben habe.

    Neben der Marienkäfer hege Giehler aber auch eine besondere Faszination für den schwarzen Kontinent, weshalb sich ihre Kolleginnen als Dank ein afrikanisches Lied auf Jembe und Cachon zum besten gaben und einen Gutschein zu einem gemeinsamen Essen in einem afrikanischen Restaurant überreichten. Als Zugabe gab es das selbst gedichtete Lied „Ja, die Waltraud, die geht heute hier in Rente“, bevor mit Sekt auf den wohlverdienten Ruhestand angestoßen wurde. Manuel Ding

     

     

     

     

     

     

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