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Do., 30. Juni 2022, 08:45 Uhr
KATHOLISCHES FAMILIENZENTRUM ST. MICHAEL: Große Resonanz beim Sommerfest mit Tag der offenen Tür
Ein wichtiger Bestandteil im Sozialraum des Ortes
Endlich wieder feiern. Letzten Samstag hatte das Katholische Familienzentrum St. Michael bei strahlendem Sonnenschein zum Sommerfest eingeladen. Bei der Eröffnung wirkten alle Kinder mit. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – „Und dann feiern wir ´ne fette Party, laden alle unsre Freunde ein“, sangen am vergangenen Samstag die Kinder und Erzieherinnen des Katholischen Familienzentrums St. Michael bei der Eröffnung ihres Sommerfestes mit Tag der offenen Tür. Die großen und kleinen Gäste genossen das vielfältige Programm sichtlich.
Der neue Anbau, unter anderem mit Küche, Mensa und Turnraum, ist seit letztem Jahr fertig. Coronabedingt musste der Tag der offenen Tür schon einmal verschoben werden, die Segnung der neuen Räumlichkeiten durch Pfarrer Adam Malczyk fand nur im kleinen Kreis statt. Jetzt wurde endlich gefeiert, und viele Hofheimer nutzten die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das Haus, wo die pädagogische Arbeit sowie die Angebote des Familienzentrums vorgestellt wurden. Geschäftsträgerin Susanne Straub bestätigte in ihrer Rede dem Team, mit Herzblut Räumlichkeiten geschaffen zu haben, „in denen Ihre Kinder gut betreut sind und sich wohlfühlen können“. Mit diesem Fundament als Basis habe man es geschafft, ein wichtiger Bestandteil im Sozialraum des Ortes zu werden. Das Angebot reiche von Vorträgen und Workshops über Babymassage, DropIn und Eltern-Kind-Kursen bis hin zur Ukrainehilfe mit wöchentlichem Treff und Sprachkurs samt Kinderbetreuung. „Dies ist aber nur möglich, weil jede einzelne Mitarbeiterin dafür sorgt, dass diese Mauern Wärme und Herzlichkeit ausstrahlen“, sprach sie allen im Namen des Bistums Mainz ihren Respekt aus. Ein besonderer Dank galt Leiterin Heike Kissel-Eltrop für ihr persönliches Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für das Familienzentrum.
In Vertretung von Landrat Christian Engelhardt wohnte Kreisbeigeordneter Philipp-Otto Vock der Veranstaltung bei. Er begrüße es, dass den Bürgern präsentiert werde „was Sie mit Leben füllen und pädagogisch zu managen haben“. Sein Dank galt der Politik für die Unterstützung des Baus sowie der Diözese, die, so hofft er, sich auch künftig der Trägerschaft stelle. Die Kirche dürfe sich aus der religiösen Bildung nicht zurückziehen. Die Einrichtung sei eine weitere Bereicherung der Kinderbetreuungsstätten im Kreis Bergstraße. Dem konnte sich Bürgermeister Gottfried Störmer nur anschließen. Er sei froh, dass sich diese Weiterentwicklung ergeben habe und „wir eine Einrichtung wie das Familienzentrum haben. Wir freuen uns, dass wir als Stadt Lampertheim mit dabei sind“.
Viel Lob gab es auch von Ortsvorsteher Alexander Scholl: „Qualitativ und quantitativ ist das eine ganz tolle Einrichtung geworden mit einer liebevoll hergerichteten Außenanlage.“ Ursprünglich sei die Erweiterung so gar nicht vorgesehen gewesen. Als zusätzliche Kita-Plätze gebraucht wurden, sei alles neu geplant und neue Fördergelder beantragt worden. Am Ende war das Team bereit auf den Turnraum zu verzichten und die vierte Gruppe im Vorfeld schon einzurichten. Seine Anerkennung galt den Erzieherinnen, die diesen Aufwand auf sich genommen haben sowie Gerhard Keim, der ehrenamtlich das Projekt als Verwaltungsrat betreut hat. Dieser merkte an, dass die Baumaßnahme während des laufenden Betriebs durchgeführt wurde, dazu kam noch die Coronaproblematik. „Es hat zwar wesentlich länger gedauert als geplant, aber das Ergebnis ist wirklich vorzeigenswert, und es ist eine Atmosphäre, die für alle sehr positiv ist.“
„Vielen Dank, dass sie immer für uns da waren und uns unterstützt haben“, würdigte auch Heike Kissel-Eltrop das Engagement Keims, der schon im kleinen Kreis verabschiedet worden war. Die gute Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro, Elternbeirat und Förderverein blieb ebenfalls nicht unerwähnt. „Ohne mein Team wäre dieser Tag heute nicht möglich gewesen“, sagte die Leiterin abschließend, alles sei mit viel Liebe vorbereitet worden, wovon sich nun jeder überzeugen könne. Angesichts des Ukrainekriegs stand das Sommerfest ganz im Zeichen des Friedens und der Hoffnung. Unter Beifall flogen weiße Tauben gen Himmel, gefolgt von einem Lied, das die Kinder in den letzten Wochen einstudiert hatten. Karussell, Mitmachtheater, die Zirkusvorstellung der Vorschulkinder, Jongleur Rüdiger Glaser, Dosenwerfen, Friedenstauben gestalten, Cocktailbar, Kuchenbüfett, eine vom Förderverein organisierte Tombola sowie das kleine Gartenkonzert des Evangelischen Posaunenchors mit beschwingten Melodien, kamen bei den Gästen sehr gut an. Petra Gahabka