Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 17. August 2022, 09:18 Uhr
    SPD SOMMERTOUR: Zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim

    Einblicke und aufschlussreiche Informationen

    Die SPD-Sommertour führte die Parteimitglieder bei der vierten Etappe zur Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Die vierte Etappe der SPD-Sommertour führte die Genossinnen und Genossen am vergangenen Montag ins Technische Zentrum in der Florianstraße zur Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim. Nachdem Christiane Krotz zu dieser Etappe begrüßt hatte, gab sie das Wort weiter an Stadtbrandinspektor Sven Gleißner. In seinem für viele Anwesende oft aufschlussreichen Vortrag erläuterte er den Aufbau der Strukturen, die Aufgaben, denen sich die Feuerwehr stellen muss und die Hürden, die den Ehrenamtlichen immer wieder begegnen.

    Aktuell habe die Stadt Lampertheim 368 aktive Feuerwehrangehörige, führte Gleißner die Anwesenden ein. 194 Kräfte gebe es derzeit in der Einsatzabteilung, dazu über einhundert Nachwuchs-Feuerwehrleute. Mitgezählt würden selbstverständlich auch die Mitglieder des Spielmannszuges und der Alters- und Ehrenabteilung. „Wir sind somit die größte städtische Abteildung.“ Innerhalb der kommunalen Strukturen sei die Feuerwehr dem Ordnungsamt eingegliedert und damit direkt dem Bürgermeister unterstellt. Es gebe allerdings – wie in umliegenden Kommunen – keine Hauptamtliche Stelle, so Gleißner: „Bei uns in Lampertheim läuft alles zu hundert Prozent ehrenamtlich!“ Was aber auch eine Herausforderung darstelle und oft an die Belastungsgrenzen gehe. Immerhin seien ehrenamtliche Feuerwehrleute auch Arbeitnehmer und Familienmitglieder.

    373 Einsätze habe es im Jahr 2021 gegeben. Die Zahlen der klassischen Lösch-Einsätze gehe immer weiter zurück, so Gleißner. Dafür erweitere sich das Aufgabenspektrum mit Türöffnungen, Unterstützung des Rettungsdienstes aber auch im Katastrophenschutz, beim vorbeugenden Brandschutz, in der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Instandhaltung der technischen Ausstattung, der Fortführung der Digitalisierung und vielem mehr. Zudem müsse sich der Führungsstab um sämtliche organisatorischen Aufgaben wie auch um Verwaltungstätigkeiten kümmern. Beispielsweise müsse der Bedarfs- und Entwicklungsplan dringend überarbeitet werden. „Wir haben ein Schutzziel zu erfüllen!“, ist Gleißner sich sehr bewusst, „Wir brauchen eine Bedarfsanalyse, die das abbildet, was Lampertheim abbildet.“

    Gerade bei der Ausstattung – sowohl im technischen als auch im digitalen Bereich – müsse viel Geld in die Hand genommen werden. Ein Beispiel: Allein um eine neu in die Einsatzabteilung eingetretene Einsatzkraft mit dem Allernötigsten auszustatten, vom Helm über Einsatzkleidung und Melder bis zu den Stiefeln, spreche man von einem Betrag in Höhe von rund fünf- bis sechstausend Euro. An vielen weiteren Beispielen machte der Stadtbrandinspektor deutlich, wie wichtig es als Kommune sei, nicht am falschen Ende zu sparen.

    Thorsten Gutschalk, Wehrführer Lampertheim Mitte, (5. v. l.) erläuterte beim abschließenden Rundgang, was das beim Vortrag Gehörte in der Praxis bedeutet. Foto: Nadine Schütz


    Aus den Reihen der Parteimitglieder kamen viele Nachfragen, die verdeutlichten, dass man sich bereits während des Vortrages Gedanken darüber machte, wie man in der Kommunalpolitik die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zukünftig intensiver unterstützen kann. Diese Gedanken reichten von Lösungen für finanzielle Aspekte über die intensivere Übernahme von Verwaltungsaufgaben auf kommunaler Seite bis hin zu Überlegungen zum Thema „Übernahme gesetzlicher Pflichten durch Ehrenamtliche“.

    Carola Biehal sprach wohl für viele Anwesende als sie bekannte: „Ich bin beeindruckt von dem, was ich heute alles gehört habe!“ Nach diesem Termin hatte das Vorhaben der SPD Lampertheim „Das Ehrenamt unterstützen“ aus „Unser 10 Punkte Plan für Lampertheim“ wohl eine noch intensivere Bedeutung gewonnen und man war sich einig: „Wir müssen etwas tun!“ Nadine Schütz

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2