Kampagne „Sicheres Hessen”: Polizeipräsidium Südhessen bekämpft den Wohnungseinbruch und gibt nützliche Präventionshinweise / Reges Interesse an Aktionstag bei Lampertheimern
Einbrechern einen Riegel vorschieben!
Am Präventionsmobil der Hessischen Polizei auf dem Schillerplatz nutzte auch Heinz Eisenbraun (Bildmitte) aus Lampertheim die Möglichkeit, sich professionell und kompetent von Hauptkommissarin Christel Shelton und Hauptkommissar Jürgen Jakob, Leiter der Ermittlungsgruppe der Polizeistation Lampertheim/Viernheim informieren zu lassen. Foto: Steffen Heumann
LAMPERTHEIM - Pünktlich zum Beginn der dunklen Jahreszeit hat das Polizeipräsidium Südhessen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs verstärkt. Neben einer Vielzahl von Maßnahmen, die dazu dienen, den Einbrechern das Handwerk zu legen und diese zu überführen, werden unter anderem auch die Experten der Polizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen der Bevölkerung nützliche Präventionstipps zum Thema Einbruchsschutz geben. Am Donnerstag machte das Präventionsmobil der Hessischen Polizei in der Zeit zwischen 10 und 14 Uhr auf dem Schillerplatz Station.
„Eine überraschend gute Resonanz”, zog Hans-Peter Kleinhanß, Leiter der Polizeilichen Beratungsstelle am Mittag im Gespräch mit dem TIP Bilanz. Zahlreiche Bürger hätten die Möglichkeit genutzt, um sich über das Thema Sicherheit rund um Haus und Wohnung zu informieren. „In den kommenden Tagen werden alle Beratungswünsche abgearbeitet”, erläutert Kleinhanß, der auf dem Schillerplatz von den Hauptkommissarinnen Simone Stock und Christel Shelton, zuständige Beraterin für den Kreis Bergstraße, sowie Jürgen Jakob, Leiter der örtlichen Ermittlungsgruppe unterstützt wurde.
Vor ungebetenen Gästen schützen
„Einbrecher nutzen günstige Gelegenheiten”, weiß Kleinhanß aus Erfahrung, dass im Herbst und Winter Einbruchsdelikte zunehmen, obwohl sich auch die Sicherungstechnik weiter entwickelt habe. „Individuellen Schutz, passend zu den Wohnbedingungen”, lautet die Empfehlung des Hauptkommissars, der einer mechanischen Sicherung, etwa durch ein Kastenriegelschloss mit Sperrbügel Priorität einräumt und auf Abschreckung und Prävention setzt. „Das Haus sollte man nie unbewohnt erscheinen lassen, da reicht manchmal ein banales Licht aus”, erklärt Kleinhanß. Ein guter Kontakt zur Nachbarschaft sei ebenfalls von Vorteil, verweist der Experte auf eine Studie, wonach in wachsamen Nachbarschaftsquartieren weniger Einbrüche registriert würden. Auch sollten fremde Personen in der unmittelbaren Umgebung beobachtet werden. „Das sind Dinge, die nichts kosten, aber zur Sicherheit beitragen”, so Kleinhanß.
Neben den umfangreichen polizeilichen Maßnahmen liegt der Polizei aber auch das Mitteilungsverhalten der Bevölkerung besonders am Herzen. „Einbrecher wollen im Grundsatz nicht mit Personen zu tun haben und flüchten schnell”, betont Hans-Peter Kleinhanß. Eine aufmerksame Täterbeschreibung sei aber mehr wert, als den Helden zu spielen. Und ein Tatwerkzeug könne schnell zur Waffe werden. „Besser die 110 anrufen”, lautet daher die Empfehlung des Beamten.
Steffen Heumann
INFO:
Sonntag bundesweiter Tag des Einbruchschutzes
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.polizei.hessen.de. Zudem gibt es dort auch nützliche Tipps, wie Sie sich und ihre Nachbarn möglichst effektiv vor Einbrechern schützen. Gerne vereinbaren die Berater der Polizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen unter der Rufnummer 06151/969-4030 auch einen persönlichen Beratungstermin mit den Bürgern. Weiterführende Informationen im Internet erhalten Sie zudem unter www.nicht-bei-mir.de oder www.polizei-beratung.de oder www.k-einbruch.de. Am Sonntag, 27. Oktober, wird das Präventionsmobil in der Zeit zwischen 13 und 17 Uhr in Heppenheim (Am Parkhof) gastieren. Die Experten der Polizeilichen Beratungsstelle erwarten zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger und geben wertvolle Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützen kann.