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  • Di., 26. November 2019, 09:49 Uhr
    vhs-Kurs Offenes Atelier zeigt „Best of“ in der Galerie KiL / Fünf Kunstschaffende präsentieren ihre Arbeiten

    Eine arbeitsintensive Zeit

    Herbert Massoth, Michaele Thome, Heike Hensel, Mariane Uhlmann, Karin Busalt-Heer zeigen Arbeiten der letzten Monate. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – Im Januar startete das Offene Atelier in der Galerie KiL. Die fünf Teilnehmer seien „extrem unterschiedlich, was Temperament, Auffassungsgabe und Duktus angeht“, sagte Kursleiter Dr. Bernd Kalusche am Freitagabend bei der Ausstellungseröffnung „Best of“, in der Ergebnisse der wöchentlichen Treffen gezeigt werden. 

    Zahlreiche Freunde und Interessierte waren zur Vernissage gekommen, auf die Hans Heer mit Kontrabass musikalisch einstimmte. Bernhard Hossner, der mit Kalusche die Künstlerinitiative Lampertheim betreibt und das Offene Atelier mit einem Beitrag zum Thema Holzskulptur begleitet hat, hieß Bürgermeister Gottfried Störmer und Kulturamtsleiter Rolf Hecher willkommen. Zu dem 2018 angekündigten programmatischen Umbau der KiL gehört neben Ausstellungen von renommierten Künstlern – wie in der vor Kurzem gezeigten Schau „Das große Fressen“ eingelöst - die fördernde Aktivität. Die Stadt mit ihrem Kulturamt und der Volkshochschule hat das Projekt Offenes Atelier mit Rat und Tat unterstützt. Gottfried Störmer freute sich über die Kooperation und dass aus der ehemaligen Poststelle ein Ort der Kreativität und Begegnung geworden ist. „Danke, dass Sie Ihr Wissen an andere weitergeben und diese die Impulse auch aufgenommen haben.“

    Michaele Thome, Herbert Massoth, Karin Busalt-Heer, Marianne Uhlmann und Heike Hensel haben im Verlauf des Jahres zahlreiche Aspekte der Kunstpraxis, der Kunsttheorie und der umgebenden Bereiche kennengelernt und erprobt. Dabei galt es die individuellen Startpositionen und Begabungen zu erkennen und auszubauen, die künstlerische Identität zu stärken, erklärte Kalusche. Mut, Technik, Farbkunde, Komposition, Improvisation, Materialkenntnis – vieles sei entwickelt worden. Die ausgestellten Werke seien zum Teil „freie“ Arbeiten, andere aus einer technischen oder malerischen Vorgabe entstanden. Die Präsentation umfasse Zwischenergebnisse, Arbeitsskizzen, Vollendetes, aber auch Versuche, denn: „Wer den Mut zum Scheitern nicht aufbringt, wird das Ziel nicht erreichen“, machte er deutlich. 

    Karin Bussalt-Heer malt seit zwölf Jahren und hat schon diverse Ausstellungen hinter sich. Doch so ein Kurs heißt auch neues ausprobieren, wie zum Beispiel „Kartonagen zerreißen und wieder als Komposition zusammenstellen, das hab ich vorher noch nie gemacht.“ Auch Marianne Uhlmann konnte Interessantes über die Entstehungsgeschichte ihrer Werke erzählen. Bei einem hat sie durch eine in Farbe getauchte Murmel, die sie über das Papier rollen ließ, besondere Effekte erzielt. Ein anderes Mal wurden alte Bilder vom Flohmarkt mit Schwarz auf das Wesentliche reduziert. Heike Hensels Passion ist die Collage, im Kurs hat sie zum ersten Mal mit Holz gearbeitet. „Es macht richtig viel Spaß mal mit einem ganz anderen Material zu schaffen“, merkte sie an. Dass einer sagt, wo es langgeht, habe seine Vor- und Nachteile, meinte Herbert Massoth. „Doch die Zeit, die man damit verbringt, etwas zu erschaffen, die tut einem gut“, man könne sich selbst erleben. Von spannenden und arbeitsintensiven Monaten berichtete Michaele Thome, die nicht nur zuhause, sondern auch im Urlaub alles „was mich berührte“ gemalt hat. Den großen Werkraum hat sie ohne Mühe mit ihren Bildern bestückt. Petra Gahabka

    Info:

    Öffnungszeiten

    Die Ausstellung kann bis zum 20. Dezember jeden Donnerstag von 18 bis 21 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden.  

    Neuer vhs-Kurs

    Das Offene Atelier findet als Ganzjahreskurs in den Räumen der KIL, Schulstraße 4, in Hofheim statt.

    Neueinstiege sind möglich zum Jahresanfang 2020. Interessenten wenden sich bitte per E-Mail an bernd.kalusche@t-online.de.

     

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