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  • Mo., 15. August 2016, 09:30 Uhr
    Musikkultur im Heimatmuseum mit Musiker-Initiative Lampertheim

    Eine dieser wunderbaren Nächte

    Die MIL-Band wusste ihr Publikum mit der richtigen Musikmischung hervorragend zu unterhalten. Foto: Hannelore Nowacki

    Die MIL-Band wusste ihr Publikum mit der richtigen Musikmischung hervorragend zu unterhalten. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Wird es wieder regnen? Die Frage war am Donnerstagabend schnell beantwortet – der Regen hatte Lampertheim fest im Griff. Aber es kam nicht so schlimm wie eine Woche zuvor, als die Fluten aus regenreichen Wolken das Open-Air-Sommerspecial der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) im Heimatmuseum ins Wasser fallen ließen. Das abgesagte Konzert wurde am Donnerstag nachgeholt und erwies sich trotz aller Regentropfen mit rund 150 Besuchern als äußerst anziehungskräftig, alle Sitz- und Stehplätze im Innenhof des Heimatmuseums waren besetzt.  Mehrere Sonnenschirme machten sich als Regenschutz nützlich und ein schmales achtbeiniges Zeltdach war passgenau aufgebaut. Innerhalb weniger Minuten hatte die siebenköpfige MIL-Band mit Welthits bekannter Country- und Southern Rockbands aus den USA für ein anhaltendes Stimmungshoch gesorgt, Wellen der Begeisterung erfassten die Zuschauer, Jubel und Applaus belohnte die MIL-Band für ihren musikalischen Einsatz und ihre mitreißende Spielfreude: Helmut Wehe, Siggi Groß und Wolle Sing (alle Gitarre und Gesang), Patrick Embach (Keyboard und Gesang), Hans Heer (Bass), das jüngste Band-Mitglied Patrick Schneller und Hans-Jürgen Götz (beide Schlagzeug und Percussion). Götz faszinierte zudem mit seinem temperamentvollen Waschbrett-Sound, den er seinem geriffelten Metallschlips entlockte, und mit sanften Marimbatönen.  Atmosphärisch angereichert wurde das Konzert durch die Lichttechnik, die Musiker und Bühne abwechslungsreich in Szene setzte. Die musikalische Performance der MIL-Band, der authentische Kontakt der Frontgruppe zum Publikum und die Musikauswahl aus mehreren Jahrzehnten machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis wie schon das Motto „One of these nights – the great sound of USA“ anklingen ließ. Der Namen gebende erste von fünf Songs der „Eagles“ an diesem Abend war „One of these nights“, unter die Haut gehend, fantastisch. Ein solch grandioser Anfang war durchaus noch zu übertreffen, wie der „Ring of fire“ von Johnny Cash (stilbewusst mit Cowboyhut gespielt) und die beiden Songs der Beach Boys „Surfin‘ USA“ und „Barbara Ann“ bewiesen. Doch auch die leiseren Töne wie in „Sounds of silence“ von Simon & Garfunkel und „Blowing in the wind“ von Bob Dylan kamen beim Publikum an. Welterfolge der Steve Miller Band, der Doobie Brothers, von Bruce Springsteen und ZZ Top, von John Mellencamp, John Bon Jovi, von Lynryrd Skynyurd, Extreme und John Denver waren zu hören. In der Reihe der Hits bekam auch Elvis (es gab ja nur den einen) mit „Teddy Bear“ ebenso wie Jimi Hendrix mit „Purple Haze“ einen würdigen Platz. Zwei Stunden waren für das Open-Air-Konzert vorgesehen, zusätzlich eine halbe Stunde Pause, denn um 23 Uhr musste wegen der amtlich verordneten Nachtruhe Schluss sein. Veranstalter waren die Musiker-Initiative Lampertheim und „cultur communal“ der Stadt Lampertheim, unterstützt vom Heimat-, Kultur- und Museumsverein Lampertheim. Hannelore Nowacki

     

    Schlechtes Wetter gibt es nicht – mit der passenden Ausrüstung wurde das Open-Air-Konzert der MIL-Band auch bei Regen ein Genuss. Foto: Hannelore Nowacki


     

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