Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 15. Oktober 2018, 20:23 Uhr
    40 Jahre Heimatmuseum mit an zwei Tagen mit Oldtimer-Ausstellung gefeiert

    Eine Verbindung mit Geschichte

    Das Heimatmuseum mit der Oldtimer-Ausstellung der Freunde historischer Fahrzeuge Lampertheim war am Samstag und Sonntag Ziel vieler Besucher aus nah und fern. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Freunde historischer Fahrzeuge hatten ihre glanzvollen Schätze mitgebracht und das Heimatmuseum hatte sein Tor am Samstag und Sonntag für die zahlreichen Besucher weit geöffnet. Im Jahr des 40-jährigen Bestehens war die Oldtimer-Ausstellung für das Heimatmuseum ein voller Erfolg. Sonnenschirme sorgten im romantischen Innenhof für Schatten, der bei den Besuchern an diesen heißen Herbsttagen durchaus begehrt war. Tische und Bänke waren aufgestellt, gerne genutzt, um sich Bratwurst und Steak vom Grill mit knusprigen Brötchen schmecken zu lassen. Ein kühles Bier, Wasser oder Wein machten den Genuss perfekt. Brötchen und Bratwurst waren am frühen Nachmittag ausverkauft, Nachschub musste geholt werden. Der Erlös werde einem guten Zweck zugutekommen, das steht schon fest. Darauf hatten sich Margit Karb, Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins, und der Clubsprecher der Freunde historischer Fahrzeuge Stefan Weis schon im Vorfeld geeinigt. Die Spende werde zu gegebener Zeit öffentlich übergeben. Das Bauerngehöft, in dem sich das Heimatmuseum vor 40 Jahren etablierte, wurde 1737 erbaut, das älteste Fahrzeug in der Oldtimerausstellung war ein Motorrad aus dem Jahr 1939, eine BMW R 23. Im Hof waren die Motorräder zur Besichtigung aufgereiht, vor dem Heimatmuseum in der Römerstraße glänzten die vielfach bewunderten Autos in der Sonne. Alles in guter Verfassung, wie auch das gepflegte Heimatmuseum mit einer gemütlich eingerichteten Wohnung aus der Jahrhundertwende um das Jahr 1900 und einer Vielzahl der unterschiedlichsten Exponate einer heimatkundlichen Sammlung vom urzeitlichen Wollnashorngebiss bis zu Grabungsfunden aus der Römerzeit auf Lampertheimer Gemarkung. Älter als das Haus sei der Frankfurter Wellenschrank, erklärte Margit Karb. In einer Vitrine, gar nicht auf den ersten Blick auffällig, ist ein dekorativer Lederhelm mit militärischer Vergangenheit aus der Zeit vor dem I. Weltkrieg zu sehen, ein sogenannter Tschako. Charles Theodor Kettering aus USA hatte den Helm vor zwanzig Jahren dem Heimatmuseum als Leihgabe überlassen, nun schaute am Sonntag sein Urenkel, der vierjährige Timo aus Lampertheim, nach dem Exponat und war schwer beeindruckt. Mit seiner Großmutter war er zum ersten Mal im Heimatmuseum. Unter Dach am Backhaus präsentierte ein Verkaufsstand Modellautos. In der Scheune führt ein uralter Traktor, ein Lanz Bulldog, im Eigentum des Heimatmuseums ein ruhiges Dasein, allein aus dem Grund, dass der Glühkopfmotor fürchterlich raucht und lärmt, wenn er läuft, weiß Stefan Weis, der auf den schönen roten Porsche hinwies, ein Traktor  Baujahr 1960, der noch ganz regulär auf der Straße bewegt wird. Ein reges Kommen und Gehen der Besucher beobachteten Margit Karb und Stefan Weis über die beiden Tage hinweg, am Sonntag sogar noch mehr. „Der Besucherstrom reißt nicht ab“, freute sich Karb, die sich mit weiteren Vereinsmitgliedern die Aufsicht im Heimatmuseum teilte. Ein sattes Geräusch drängte sich plötzlich ans Ohr, eines das es normalerweise gar nicht mehr gibt – ein weiterer schicker Oldtimer war vorgefahren. Benzin lag in der Luft, wenn ein altes Zweirad bewegt wurde.

    Auch die Motorräder im Innenhof des Heimatmuseums zogen die Blicke an. Foto: Hannelore Nowacki


    Viele Oldtimer-Fahrer nutzten den schönen Tag für eine Ausfahrt zum Heimatmuseum, wo dem Auge Schönes im Oldtimer-Format geboten wurde. „Nicht anfassen“ war der Wunsch der Besitzer, so stand es auch an der historischen Parkuhr. Ein Opel Kapitän, Baujahr 1951 in schwarzem Hochglanz unterschied sich ganz erheblich vom wuchtigen neun Jahre älteren Bruder im Straßenkreuzerformat. Schon einmal hatten die Freunde historischer Fahrzeuge und das Heimatmuseum zusammengefunden, das war im Gründungsjahr des Clubs 2004, eine kleine Oldtimer-Ausstellung sei es damals in den Anfängen gewesen, erinnerte sich Stefan Weis. Seine Idee wieder etwas gemeinsam zu machen, habe gleich gezündet, berichtete er im Gespräch mit dem TIP. Und Margit Karb meinte zustimmend: „Eine gute Idee, das gemeinsam gemacht zu haben“. Am Sonntag, 21. Oktober werden im Gastraum des Heimatmuseums Exponate aus 40 Jahren schön präsentiert, die sonst aus Platzgründen im Fundus verborgen sind, kündigte Margit Karb an, darunter Spielzeug, Hüte, alte Kleider und 100 Jahre alte Hochzeitskleidung, damals trug die Braut noch Schwarz. Das Heimatmuseum soll ein lebendiges bäuerliches Museum sein, betonte Margit Karb, kein Ausstellungskasten. Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1