Riedroder Feuerwehr feierte die Übergabe des neuen Mehrzweckfahrzeugs mit zahlreichen Gästen
Eine Weichenstellung für die Zukunft
Der Schlüssel für das neue MZF wechselte von Bürgermeisterin Bärbel Schader zu Stadtbrandinspektor Uwe Schwara, der ihn Wehrführer Sascha Brutscher überreichte (v.l.). Foto: Petra Gahabka
RIEDRODE -21 Monate musste die Riedroder Feuerwehr warten, bis der außer Dienst gestellte alte Gerätewagen durch ein neues Mehrzweckfahrzeug, kurz MZF, ersetzt wurde. Zur Übergabefeier am Samstagabend freute sich Wehrführer Sascha Brutscher im vollsetzten Gerätehaus neben zahlreichen Floriansjüngern auch Vertreter der Politik, Verwaltung, Kirche und Vereine begrüßen zu können.
„Ein kleiner Stadtteil mit großem Engagement“, stellte Bürgermeisterin Bärbel Schader zu Beginn ihrer Rede anerkennend fest. Neben dem Mitte 2017 verabschiedeten Bedarfs- und Entwicklungsplan gebe es seit Ende 2017 ein Fahrzeug- und Logistikkonzept, das aufzeige was die einzelnen Bürstädter Wehren benötigten. Das MZF habe absolute Priorität gehabt, die Beschaffung sei jedoch nicht einfach gewesen. Hier wünsche sie sich mehr Unterstützung vom Kreis bei den komplexen, teilweise EU-weiten, Ausschreibungen. Im Oktober letzten Jahres erfolgte die Auftragsvergabe, Anfang August konnte das Fahrzeug von den Brandschützern in Farnstädt bei Eisleben abgeholt werden. „Es ist eine Weichenstellung für die Zukunft“, sagte die Rathauschefin mit Blick auf das „perfekt ausgestattete“ Fahrzeug. Kostenpunkt: knapp 120.000 Euro. Darüber hinaus stellte der Feuerwehrverein für einen Lichtmast und eine Heckwarneinrichtung 6.366 Euro zur Verfügung, wie dessen Vorsitzender Sven Brutscher berichtete.
Der neue Sprinter bilde „eine wesentliche Stütze bei der Schlagkraft und Einsatztätigkeit unserer Feuerwehr“, so Stadtbrandinspektor Uwe Schwara. Für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung dankte er unter anderem Ordnungsamtsleiter Rainer Stöckel und dem engagierten Planungsteam um Sascha Brutscher, das Fahrzeuge besichtigt, ein Konzept ausgearbeitet und die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet habe. Das neue MZF werde seinen Dienst unter dem Funknamen Florian Bürstadt 3/59-1 in der Stadt, aber bei Bedarf auch überörtlich versehen, erklärte Schwara. Das Fahrzeug, das über einen Geräteraum mit festgelegter Beladung, einen flexiblen Laderaum und eine Hebebühne verfügt, werde bei Brandeinsätzen zum Aufbau und der Sicherstellung der Wasserversorgung sowie beispielsweise bei Unwettereinsätzen oder Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen eingesetzt.
Tragkraftspritze, Pulver- und Schaumlöscher, Druckschläuche, Motorkettensäge, Beleuchtungsset,Stromerzeuger – das Innenleben des MZF präsentierte Sascha Brutscher. In den vergangenen sechs Wochen seien die gesamte Einsatzabteilung und alle Maschinisten mit dem neuen Fahrzeug und der einhergehenden Technik geschult worden, im Rahmen der Inspektionsübung der Bürstädter Feuerwehren habe es bei der Löschwasserversorgung bereits ganze Arbeit geleistet. „Dass Menschen bereit sind, sich für den Schutz anderer einzusetzen, ist ein großer Segen“, sagte Pfarrer Rainer Heymach, dazu gehöre neben Mut und Selbstlosigkeit auch das entsprechende technische Gerät. Pfarrer Igor spendete den kirchlichen Segen. Nach Grußworten des Kreisbrandinspektors Steffen Lutter sowie Landfrauen-Chefin Ursula Soboll wurde auf das neue MZF mit Sekt angestoßen. Petra Gahabka