EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE HOFHEIM: Orgelspiel und geistige Impulse jeden Dienstag- und Freitagabend in der Friedenskirche
Einladung zur musikalischen Auszeit
Stefan Spreitzenbarth ist ein großer Fan der Bosch-Orgel in der Friedenskirche. Bis zu den Sommerferien wird er auf ihr jeden Dienstag- und Freitagabend ein vielfältiges Repertoire erklingen lassen. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – Zur „Musikalischen Auszeit“ lädt die evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit dem Organisten Stefan Spreitzenbarth immer dienstags und freitags um 18 Uhr in die Friedenskirche ein. Dazu gibt es einen kurzen geistigen Impuls und zum Schluss einen Segen. Ein halbstündiges Angebot, das einfach guttut.
Die aktuelle Lage mit ihren Einschränkungen, Belastungen und Sorgen verlangt den Menschen einiges ab. In Krisenzeiten wie diesen, kann man schnell mal die Krise kriegen. Pfarrer Holger Mett nahm den Vorschlag von Stefan Spreitzenbarth, zweimal wöchentlich zur musikalischen Auszeit einzuladen, gerne an. Der Wattenheimer Kirchenmusiker begleitet die hiesigen Trauerfeiern auf der Orgel, ist in der Pfarrgruppe Biblis im Einsatz sowie seit über 30 Jahren in Groß-Rohrheim. Die Bosch-Orgel in der Friedenskirche mit ihren rund 25 Registern sei „so ein schönes Instrument, da kann man viel mit machen“, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei der Premiere am vergangenen Freitag erklang mit Johann Sebastian Bachs Adagio und „Vocalise“ von Sergej Rachmaninoff zunächst Getragenes. Zur Uhrzeit der Veranstaltung passten auch die aus dem Gesangbuch bekannten Lieder „Abend ward, bald kommt die Nacht“ und „Bleib bei uns, Herr“, das von der untergehenden Sonne spricht und um guten Schlaf bittet. Mitsingen ist zurzeit nicht erlaubt, woran sich das gute Dutzend Besucher auch hielt.
Pfarrer Mett ging zwischendurch auf die Predigt vom Gottesdienst an Christi Himmelfahrt ein, „einer der schwersten Feiertage“, wie er sagte. Jesus entziehe sich der Vereinnahmung durch die Menschen und verweise mit den Worten „Schaut nicht in den Himmel, sondern auf die Erde“ auf das Leben hier. Der Glaube mache uns zu Suchenden. „Himmelfahrt sagt uns: Gott wird uns Antworten schicken“. Die Gelegenheit zu einem stillen Gebet, das Vaterunser und ein Segen rundeten diesen kurzen Impuls ab. Die „Musikalische Auszeit“, die jeden Dienstag und Freitag von 18 bis 18.30 Uhr in der Friedenskirche stattfindet, soll bis zu den Sommerferien dauern, Organist Spreitzenbarth hat für die nächsten Wochen zahlreiche Ideen. „Ich spiele auch mal etwas Modernes oder Werke von noch lebenden Komponistinnen und Komponisten“, dazu gehöre beispielsweise Beate Leibes „Schöpfungslob“, bei dem Eindrücke aus der Natur wie Vogelgezwitscher oder ein Bachlauf musikalisch dargestellt werden. Wer Ruhe und Besinnung sucht, ist hier also genau richtig.
Für die Besucher der Veranstaltung gilt es folgendes zu beachten: Beim Betreten und Verlassen der Kirche muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen und Abstand zueinander gehalten werden, während der Veranstaltung können die Masken abgenommen werden. Die Sitzplätze sind entsprechend gekennzeichnet. Am Eingang ist ein Desinfektionsgerät zum Desinfizieren der Hände angebracht. Petra Gahabka