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  • So., 16. Oktober 2016, 19:55 Uhr
    Am Freiwilligentag hat die Flüchtlingshilfe Freizeitangebote geschaffen

    Einweihung des Bouleplatzes und gastliches Mahl

    Mit dem sportlich ausgerichteten Freizeit- und Bewegungsangebot für die Flüchtlinge soll auch die Begegnungskultur mit bewegungsfreudigen Lampertheimer Bürgern gefördert werden. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – „Wir schaffen was“ war das Motto des Freiwilligentages im September. Das fertige Ergebnis, die neuen Freizeitangebote für Flüchtlinge und die bewegungsfreudige Bevölkerung in der Chemiestraße 14 auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft, wurde am Samstagvormittag der Öffentlichkeit vorgestellt und offiziell in Betrieb genommen. Der  Koordinierungskreis für die Flüchtlingshilfe Lampertheim hatte für den Bouleplatz und den angrenzenden Bolzplatz mit Basketballkorb einiges in Bewegung gesetzt und dank mehrerer Sponsoren die Ideen verwirklichen können. Zur Einweihung waren Sponsoren und Spender gekommen, um gemeinsam mit dem Koordinator der Flüchtlingshilfe Lampertheim Kurt Stass und den Helferinnen Bärbel Kilian und Rita Lüling, dem Kreisbeigeordneten Karsten Krug und Bürgermeister  Gottfried Störmer sowie dem Ersten Stadtrat Jens Klingler und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass diesen besonderen Anlass zu feiern. Mit Bernd Ranko vom Fachbereich Familie und Soziales sowie Horst Schmitt als direkter Ansprechpartner bei der Stadt Lampertheim für die Flüchtlingsbetreuung waren die unmittelbar Zuständigen vor Ort.

    Was im Irak und in Afghanistan auf den Tisch kommt, schmeckte auch den Besuchern, die von den Flüchtlingsfrauen mit einem leckeren Büffet überrascht wurden. Foto: Hannelore Nowacki


    Marius Schmidt, als Sportcoach der Stadt Lampertheim in der Vermittlung sportlicher Aktivitäten mit Flüchtlingen engagiert, hatte fünf Basketbälle und zehn Fußbälle aus Mitteln der Sport- und Integrationsförderung des Landes Hessen mitgebracht. „Sport spielt bei der Integration eine wichtige Rolle“, erklärte Schmidt, in der Begegnung würden Werte vermittelt und der Tag werde strukturiert. Bei mildem Wetter waren auf dem Bouleplatz einige Probewürfe angesagt, wobei die Besucher mit den Flüchtlingen bei der Trefferquote fast gleichauf lagen. Zwei erfahrenen Boulespielern ist die Boule-Idee zu verdanken, beide sind im Bouleverein Vierheim aktiv: Hausmiteigentümer Michael Tekath blickt auf eine Meister-Karriere zurück und Michael Lemke ist nicht nur begeisterter Boulespieler im Viernheimer Verein, sondern auch Hausmeister der Flüchtlingsunterkunft. Im Innenbereich stehen jetzt zwei gebrauchte Profi-Tischtennisplatten im gepflegten Bestzustand, gespendet vom Tisch-Tennis-Club Lampertheim. Der Erste Vorsitzende Uwe van gen Hassend spannte fachgerecht die Netze. Viel Spaß verspricht der von der Sparkasse Worms-Alzey-Ried gespendete Tischkicker, den Sportcoach und Stadtverordnetenvorsteherin erfolgreich ausprobierten. Kurt Stass erläuterte in seiner Ansprache, dass der Kreis Bergstraße und die Stadt Lampertheim die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in die Betreuung mit eingebunden habe und dankte allen Sponsoren, die mit Sand, Holz, Personal und Großgeräten das Gelände präpariert hatten sowie Sparkassen-Filialdirektor  Willi Sztorc und dem Abiturjahrgang 2014/15, der einen größeren Geldbetrag gespendet habe. Kreisbeigeordneter Krug brachte dem ehrenamtlichen Engagement seine Wertschätzung zum Ausdruck – durch die vielen Akteure  könne weit mehr angeboten werden als Wohnunterkünfte. Erster Stadtrat Klingler betonte, dass Kreis und Kommune nicht in der Lage wären, dies alles ohne ehrenamtliche Helfer zu verwirklichen. Nun könne man plastisch sehen, was ein Freiwilligentag bewirke, meinte Bürgermeister Störmer: „Es ist ein Gewinn für das Gemeinwesen und die Bewohner dieses Hauses“. Währenddessen hatten einige Flüchtlingsfrauen ein leckeres Büffet mit allerlei selbst gekochten Köstlichkeiten aufgetragen, zu dem alle Besucher eingeladen waren. Eine kulinarische Begegnung, die sehr gut schmeckte.  Hannelore Nowacki

     

     

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