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  • Di., 16. Dezember 2014, 10:06 Uhr
    9. Lampertheimer Adventsmarkt lockte viele kauflustige Besucher

    Einzigartiges vorweihnachtliches Erlebnis im bezaubernden Ambiente

    Der 9. Adventsmarkt des Lionsclubs am Wochenende in und an der Notkirche bot ein stimmungsvolles Ambiente für das Aussuchen von Geschenken und zum gemütlichen Genießen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das große Tor zum Innenhof der Notkirche in der Römerstraße mit dem weihnachtlich geschmückten Budendorf  war am Wochenende weit für die Besucher geöffnet. Bei über  30 Ständen und einem Rahmenprogramm mit Chören, Alphörnern und Jagdhornbläsern im Innen- und Außenbereich der Notkirche erwartete die zahlreichen Besucher  wieder einmal ein außergewöhnliches  Vergnügen – ein Gesamtkunstwerk für den besonderen Geschmack. Der 9. Lampertheimer Adventsmarkt, veranstaltet von den Freunden des Lionsclubs, verwöhnte die Besucher draußen mit allerlei Köstlichkeiten und bot in der romantisch beleuchteten Notkirche eine überwältigende  Auswahl an großen, kleinen und winzigen kunsthandwerklichen Objekten. Kreative und mit großer Hingabe und Geduld geschaffene Werke und Erzeugnisse waren zu bestaunen und zu kaufen. Nahezu jede Preisklasse war vertreten, zur Freude auch von Kindern, denen besonders die farbenfrohen Holzarbeiten gefielen. Lionspräsident Dr. Nikolaus Selzer  begrüßte die ersten Besucher zur Eröffnung am Samstagmittag gemeinsam mit Bürgermeister und Schirmherr Gottfried Störmer. Selzer machte die Zuhörer darauf aufmerksam, dass sich dieser Adventsmarkt in seiner Form von konventionellen Weihnachtsmärkten unterscheide. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bauhof funktioniere hervorragend. Das gemeinsame Ziel von Lionsclub und Stadt Lampertheim sei überdies, mit dem Adventsmarkt ein weiteres kulturelles Angebot zu schaffen. Mit Ausstellern aus der Region, ganz Süddeutschland und dem Ausland war der Adventsmarkt im Angebot international, wie der Schirmherr hervorhob.  Der Erlös aus Eintrittsgeldern, Standgebühren und Bewirtung kommt wieder einem soziale Zweck zugute, erklärte Selzer. Das Geld sei jedoch schon ausgegeben: Die ambulante Tageseinrichtung der Diakoniestation für Demenzkranke „Meine Zeit“ habe  bereits ein Fahrzeug zur Personenbeförderung  im Wert von 30.000 Euro erhalten, das je zur Hälfte vom Lionsclub und Rotary Club bezahlt wurde. Diese 15.000 Euro sollen durch die Einnahmen von Advents- und Ostermarkt zusammenkommen. Der Chor der Schillerschule unter der Leitung von Claudia Haußmann-Jäger erhielt für seine Liedvorträge viel Applaus. „Weihnachten, das ist die schönste Zeit im Jahr“, hieß es in einem Lied, beim  Adventsmarkt durfte sich die Vorfreude voll entfalten. Dabei konnte der graue Himmel nicht stören, es war Glühweinwetter, was dem Lions-Team am großen Glühweinstand im Innenhof gefiel. Frisch befüllte Säckchen mit geheimer Gewürzrezeptur verliehen dem guten Winzerglühwein besonderen Wohlgeschmack. Zimt, Nelken, Ingwer und Kardamom waren enthalten, mehr wollten die gut gelaunten Herren nicht verraten. Waffelduft und selbst gebackener Lebkuchen am Stil verführten am Stand der „Leos“ zum Genuss. Die engagierten Nachwuchslions wollen mit dem Erlös im nächsten Jahr einen Planetenwanderweg mit 4,5 Kilometern Länge einrichten. Mit 1,39 Metern Durchmesser hätte die Sonne ein beeindruckendes Ausmaß. Mit Bürgermeister Störmer und der Bürstädter Bürgermeisterin Barbara Schaden haben die Leos bereits Gespräche geführt. Auffallend gut behütet flanierten viele Damen über den Adventsmarkt, mit Hutkreationen, die sie gerade bei Heiderose Kruppa-Zimmer erstanden hatten. Einigen Künstlern konnten die Besucher bei der Gestaltung ihrer Werke zusehen. Helmut Meister arbeitete mit winzigen Perlen auf  Herzen, Gertrud Maier bemalte filigrane Zinnarbeiten mit feinsten Pinselstrichen und Madeleine Hersperger aus der Schweiz schöpfte  ihre weißen Strukturbilder aus flüssigem Büttenbrei. Monika Hoffmann bemalte Porzellan in Aufglasurmalerei, die später bei 800 Grad gebrannt wird. Auch Geldgeschenke kann man nett verpacken, wie die niedlichen Stoffmäuse mit Geldfalle bewiesen. Für den süßen Genuss bot sich zum Beispiel Honig aus dem Rheinwald an, den der Ketscher Imker Günther Martin ebenso empfahl wie seinen Honigkräuterlikör „Summselmann“, denn der „gibt dem Manne Kraft und der Frau die Leidenschaft“. Hannelore Nowacki

    Die filigranen Zinnfiguren, die Gertrud Maier bemalt, erzählen oft ganze Geschichten wie die weihnachtliche Krippenszene oder vom „Hans Guck-in-die-Luft“. Foto: Hannelore Nowacki

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