Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • So., 08. Januar 2017, 22:48 Uhr
    Deutsche-Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG) übte den Ernstfall und macht auf Gefahren aufmerksam

    Eisrettung in Lampertheim

    Die DLRG Lampertheim nutzte die winterlichen Bedingungen zur Übung der Eisrettung – und weist gleichzeitig auf die Gefahren beim Betreten von Eisflächen hin. Foto: oh


    LAMPERTHEIM –Der Winter zeigt sich, mit den tiefen Temperaturen der letzten Tage, von seiner kalten Seite. Sehr zur Freude der Bevölkerung gefrieren die Seen, genauso wie der Alt-Rhein in Lampertheim. Somit können Spaziergänge der etwas anderen Art getätigt werden. Gerne wird die Möglichkeit genutzt, über das Eis zu laufen, oder auch auf dem Eis zu spielen. Doch trotz der tiefen Temperaturen ist Vorsicht geboten, da die Eisdecke nicht durchgehen gleich dick ist. Besonders eingeschlossene Luftblasen und Pflanzen schwächen das Eis in seiner Stärke.

    Der Ortsverband der DLRG Lampertheim hat am Sonntag die Gelegenheit genutzt, um den Ernstfall, vor den Augen vieler Zuschauer, zu üben. So wurden zu Übungszwecken Löcher in den Alt-Rhein geschnitten. Nun galt es, nachdem Opfer und Retter durch Leinen und Sprengwesten gesichert waren, den Verunfallten aus dem Eisloch zu ziehen und möglichst schnell zur weiteren Versorgung an Land zu bringen. Zum Einsatz kam hierbei unter anderem das Spineboard. Das Spineboard ist eine schwimmfähige Rettungstrage aus Hartplastik und ermöglicht dem Retter eine sehr schnelle Fortbewegung über das Eis. Ein weiterer Vorteil ist das einfache Übergeben an Land da der Verunfallte bereits auf einer Trage liegt und nicht mehr bewegt werden muss. Nach der Rund vierstündigen Übung gab es, zurück in der Station, die gewohnte Nachbesprechung. Dabei kam es Einsatzleiter Thomas Hanselmann diesmal nicht so sehr auf das Tempo bei der Rettungsübung an, sondern auf den überlegten Umgang bei einer Eisrettung. Denn die Eigensicherung der Retter steht immer an erster Stelle. Warum das so wichtig ist, konnten die Helfer in der Übung am eigenen Leib feststellen. Selbst wenn das Eis so tragfähig scheint, das der Retter laufend, oder – sicherer – robbend an den Verunglückten herankommt, gibt es Probleme spätestens, wenn das Opfer aus dem Wasser aufs Eis gezogen werden muss. So war man mit dem Ablauf der Übung zufrieden, und kündigte auch gleich weitere Übungen an. Da es im Ernstfall um Menschenleben geht, ist eine gute Vorbereitung und ein ständiges an sich Arbeiten, sich Verbessern und neue Herausforderungen anzunehmen unerlässlich. zg

     
     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1