Do., 20.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 09. September 2015, 20:18 Uhr
    Sozialminister Stefan Grüttner: „Dank und Anerkennung für hingebungsvollen, unschätzbaren Dienst an der Gesellschaft – Geehrte sind Vorbild“

    Elke Guschwa mit Pflegemedaille des Landes ausgezeichnet

    Elke Guschwa (r.) wurde durch Sozialminister Stefan Grüttner mit der Pflegemedaille des Landes ausgezeichnet. Foto: oh


    HESSEN – Der Hessische Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner hat heute bei einem Festakt im Schloss Biebrich an 19 hessische Bürgerinnen und Bürger die Pflegemedaille des Landes Hessen verliehen – unter anderem an Elke Guschwa aus Lampertheim, die seit über 50 Jahren ihren schwerstbehinderten Sohn Thomas pflegt.

    Mit der Pflegemedaille des Landes Hessen – eine vom Hessischen Ministerpräsidenten gestiftete Auszeichnung – wird auf den Einsatz pflegender Angehöriger aufmerksam gemacht. „Das Land Hessen will hiermit seinen Dank und seine Anerkennung für herausragendes Wirken von Personen

    ausdrücken, die über lange Jahre die unentgeltliche Pflege eines nahe stehenden Menschen im persönlichen Umfeld pflegen. Die zu Ehrenden haben sich große persönliche Verdienste erworben und einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag geleistet“, erklärte der Sozialminister.

    Die Geehrten stünden stellvertretend für die große Zahl von pflegenden Angehörigen, die sich täglich für ihre Mitmenschen engagieren, lobte Sozialminister Grüttner. Vor dem Hintergrund der Zunahme älterer Menschen müsse insgesamt mit einem wachsenden Hilfebedarf gerechnet werden. Daher sei das Ziel der Seniorenpolitik, den älteren Menschen die im Verlauf des Alterns erforderlichen Hilfen, Dienste und Einrichtungen allgemein erreichbar zur Verfügung zu stellen. „Zur Versorgung einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen ist die häusliche Pflege unverzichtbar. Die Mehrzahl von Seniorinnen und Senioren wünscht sich, möglichst in der

    vertrauten Umgebung des eigenen Zuhauses alt zu werden. Dies kann meist nur durch das hohe Engagement von Familienangehörigen in der Pflege ermöglicht werden“, so Grüttner.

    Nach der Pflegestatistik des Hessischen Statistischen Landesamts ist die Zahl der Pflegebedürftigen in Hessen innerhalb von zwei Jahren um rund 5.471 Personen und damit um fast 2,8 Prozent gestiegen. Wurden 2011 noch 199.655 Pflegebedürftige gezählt, so hat sich die Zahl auf 205.126 zum Stichtag 15. Dezember 2013 erhöht. 154.310 Pflegebedürftige und damit gut drei Viertel (75,2 Prozent) der Fälle werden zu Hause versorgt. Von diesen 199.655 Pflegebedürftigen wird der Großteil - nämlich 109.705 Menschen – ausschließlich durch Angehörige gepflegt. In 44.605 Fällen sind ambulante Pflegedienste unterstützend im Einsatz. In Pflegeheimen leben 24,8 Prozent der Pflegebedürftigen (50.816).

    Das Land Hessen verfüge über sehr gut ausgebaute Hilfenetze und Dienstleistungsangebote. Darauf können Pflegende zurückgreifen, um die individuell erforderliche Unterstützung und Entlastung zu erhalten. „Die Seniorenpolitik im Land Hessen ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, ältere und pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenständigen Lebensführung zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, die größtmögliche Selbständigkeit wiederzugewinnen, wenn sie z.B. durch gesundheitliche oder soziale Umstände beeinträchtigt oder bedroht ist“, sagte der Sozialminister.

    Um pflegende Angehörige zu unterstützen und zu entlasten, sei ein differenziertes und wohnortnahes Angebot an Pflegedienstleistungen erforderlich, das neben ambulanten auch teilstationäre Angebote sowie Beratungsmöglichkeiten umfasst. Auch für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege müssen verstärkt Anstrengungen unternommen werden. zg

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2