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  • Mo., 20. Mai 2019, 11:40 Uhr
    Turnerin des TV Bürstadt holt den begehrten Titel

    Emilia Staab wird Hessenmeisterin

    Nach letztjähriger Vize-Meisterschaft in Bürstadt hatte es in diesem Jahr tatsächlich geklappt: Emilia Staab ist Hessenmeisterin. Foto: oh


     

    BÜRSTADT – Am zweiten Maiwochenende fanden die Einzel-Landesfinalwettkämpfe im Geräteturnen (weiblich) in Kalbach bei Frankfurt am Main statt. Nach ihrer souveränen Qualifikation bei den Gau-Einzelmeisterschaften in Mörlenbach ging Emilia Staab von ihrem Trainerteam gut vorbereitet und hoch motiviert bei den hessischen Meisterschaften an den Start. Begleitet wurde die Turnerin von einem Großteil ihrer Turnkolleginnen vom TV Bürstadt, die richtig Stimmung mit in die Halle brachten. In der LK II (14-15 Jahre) hatten sich 33 Turnerinnen aus allen hessischen Turngauen qualifiziert. Bereits beim Einturnen wurde deutlich, dass Staab, die als eine der jüngsten Teilnehmerinnen an den Start ging, gegen eine sehr starke Konkurrenz der Besten aus ganz Hessen antreten musste. Aber wer sie kennt, der weiß, dass Sie gerade dann alles raushaut, wenn es am nötigsten ist. Für Staab begann der Wettkampf am Stufenbarren. Als erste Turnerin des Wettkampfes zeigte sie eine klasse Leistung. Selbst im Training hatte sie ihr Programm noch nie so souverän abgespult - mit 12,7 Punkten wurde die Übung bewertet. Erst im weiteren Verlauf des Wettkampfes zeigte sich, was diese 12,7 Punkte wert waren, da sie von keiner anderen Turnerin übertroffen wurden. Nach der olympischen Reihenfolge ging es danach an den Balken. Häufig wird an diesem Gerät entschieden, welchen Verlauf der weitere Wettkampf nimmt, da es auf dem zehn Zentimeter breiten Gerät schnell zu Stürzen kommen kann, die für erhebliche Abzüge sorgen. Leider blieb die Bürstädterin davon nicht ganz verschont. Manche Unsicherheit und einen Sturz sorgte für erhebliche Abzüge bei dem Kampfgericht. Aber aufgrund der mit Schwierigkeiten gespickten Übung wurde Ihre Übung mit 11,6 Punkten dennoch recht hoch bewertet. Jetzt galt es, alles auf’s Spiel zu setzen und mit Risiko bei den verbleibenden Geräten Bestleistungen zu zeigen, um sich die Chancen auf den Titel zu erhalten. Die mitgereisten Turnerinnen ihres Vereins motivierten Staab und ihr Trainer, Werner Wiedemann, gab letzte Anweisungen.

    Ausdrucksstark und voller Leidenschaft präsentierte sie sich an der Bodenfläche. Am Ende der Übung wurde Ihr Vortrag von allen turnbegeisterten Zuschauer mit heftigem Beifall belohnt. Auch die Kampfrichter konnten sich diesem Feuerwerk an Akrobatik nicht verschließen und belohnten Staab mit 14,05 Punkten, der Tageshöchstnoten an diesem Gerät. Am letzten Gerät, dem Sprung, zog sie mit vollem Risiko ihren Tsukahra durch, den sie aufgrund der Schwierigkeit als einzige Turnerin zeigte. Bereits mit ihrem ersten von zwei Sprüngen erhielt sie erneut auch an diesem Gerät die höchste Wertung. Erste Rechnungen ließen vermuten und hoffen, dass es für den ersten Platz reichen könnte, Gewissheit gab es aber erst bei der Siegerehrung und Staab konnte als frisch gekürte Hessenmeisterin in die Arme ihrer Turnfreundinnen fallen. zg

     

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