So., 29. Mai 2016, 19:40 Uhr
„Orgel und Trompete“ - Konzert in der Domkirche mit Heike Ittmann und Falk Zimmermann
Emotional, mitreißend und anspruchsvoll

Am vergangenen Sonntag spielten Falk Zimmermann, Trompete und Heike Ittmann an der großen blauen Vleugels-Orgel im Lampertheimer Dom ein Konzert mit Werken von Thierry Escaich, Ivan Jevtic, Ofer Ben-Amots und Gustav Holst. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – In bester Zusammenarbeit von Heike Ittmann und Falk Zimmermann war für das Konzert "Orgel und Trompete“ ein ungewöhnliches Programm entstanden, das sich am frühen Sonntagabend einige Besucher in der Lampertheimer Domkirche anhörten. Intensiv hatten die beiden Musiker geprobt und dabei Stücke aus dem 20. und 21. Jahrhundert ausgesucht - Stücke, die in den letzten 30 Jahren entstanden waren. Eingeteilt in vier Komponistenabteilungen eröffneten Ittmann an der Orgel und Zimmermann mit der Trompete den Konzertabend mit dem Stück „The Queen City Fanfare“ von Ofer Ben-Amots. Für das zweite Stück des israelischen Komponisten „The Organ Book of Psalms“, gebe es viele Übersetzungen, wie Ittmann informierte. So sei das mit vielen Quarten versehene Stück sowohl mit Siegesgesang oder Siegeszug auch mit Schlachtgesang oder Schlachtruf zu übersetzten. Im zweiten Block folgten dann Stücke des sehr beliebten Komponisten Thierry Escaich. „Seit Jahren wünsche ich mir, dass jemand mit mir das Stück „Tanz-Fantasie“ spielt. In Falk Zimmermann habe ich endlich jemanden gefunden“, freute sich Ittmann und berichtete, dass die beiden Musiker für das schwere Stück schon ganz lange übten. Es folgten im Laufe des Konzertabends auch Werke von Ivan Jevtic und Louis Vierne, einer der ganz großen Orgelkomponisten. Hier brachte Ittmann mit „Pieces de Fantasie“ op.55 Cathedrales ein großes, stimmungsvolles Stück zu Gehör. Den Schlusspunkt setzten die beiden Musiker dann wieder gemeinsam mit einem Stück von Gustav Holst aus „Die Planeten“. Als Ruhepol im Gegensatz zu dem zuvor gehörten, konnten sich die Zuhörer hier zurücklehnen, die Augen schließen und schlicht genießen. Eva Wiegand