1. Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt mit äußerst positiver Resonanz / Über 50 Innenhöfe und Gärten offen
Entdecken, Staunen, Stöbern und Verweilen
Reges Treiben herrschte in den zahlreichen Innenhöfen der Teilnehmer in der Spargelstadt beim 1. Kunst- und Hof-Flohmarkt. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Hof-Flohmärkte, Kunsthandwerk-Ausstellungen und musikalische Darbietungen, aber auch Vorführungen und Verköstigungen verschiedener Art sorgten am Sonntag in der Innenstadt Lampertheims für reges Treiben. Es war eine echte Herausforderung für alle Besucher, die bunte Vielfalt der beteiligten Stationen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr unter einen Hut zu bekommen – wie bereits von Gudrun Ganter vom Stadtmarketing angekündigt. Viele Einwohner der Spargelstadt, aber auch Besucher aus der gesamten Region, hatten viel Spaß bei einer schönen Tour zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Es gab alles, was das Herz begehrt.
Manch einer hatte sogar den eigenen Garten auf Hochglanz gebracht, den Hof entrümpelt und Sitzgelegenheiten für die Besucher organisiert und bereitgestellt. Mit den Plänen in der Hand machten sich die Besucher auf den Weg, die verborgenen Schätze aus Keller und Speicher der Teilnehmer zu bestaunen oder auch zu kaufen.
Ein wahrer Kunst- und Gaumengenuss bot Jürgen Richter den Besuchern in seinem offenen Atelier in der Martin-Kärcher-Straße. Zahlreiche Eigenkreationen aus Acryl sowie Aquarelle und Keramikfiguren konnte man in Hof und Garten sowie auf dem gemütlichen Dachboden der Scheune bewundern. Dazu wurden französische Weine und kleine Snacks gereicht.
Gleich mehrere Vorführungen mit orientalischen Tänzen zeigte Elke Hüttner mit ihrer Tanzgruppe auf der Terrasse ihres Wohnhauses in der Blücherstraße. Am Nachmittag folgte ein musikalischer Auftritt des 14-jährigen Justus Friedrich mit dem Cello. Sowohl die Tanzgruppe als auch der junge Musiker waren auch kürzlich auf dem Hessentag in Bensheim aufgetreten.
Wer eher etwas Deftiges zu sich nehmen wollte, war bei Hans-Joachim Nieter in der 2. Neugasse genau richtig - hier gab es Weißwurst und Brezeln. Neben mehreren Teilnehmern an der Veranstaltung aus seiner Straße gehört Nieter zu den „Flohmarkt-Erfahrenen“: „Wir sind ein eingespieltes Flohmarkt-Team hier in der 2. Neugasse“ teilte er mit und erzählte, dass es bereits seit vielen Jahren einen traditionellen „Straßenflohmarkt“ in der Straße gibt.
Elke Obermeyer und Klaus Korduan präsentierten in ihrem schönen Garten in der Friedrichstraße nicht nur ihr Kunsthandwerk mit kreativen Holzartikeln, sondern auch Rock, Pop und Balladen, live gesungen von Dieter Bauer. Ein breites Angebot an Getränken und Speisen wie Prager Schinken, Frikadellen und Kaffee mit Kuchen konnte man im Hof von Karl Kling in der Römerstraße genießen. Auf seinem Hof-Flohmarkt fand sich unter anderem ein Stand mit selbstgemachten Modeschmuck aus Edelglaskristallen.
Gleich nebenan, ebenfalls in der Römerstraße, führte der langgezogene Hof, gefüllt mit zahlreichen Flohmarkt-Artikeln, zum Garten von Wilhelm Herzog, der mit seinem Sohn Markus und weiteren Familienmitgliedern bereits seit mehreren Jahren auch regelmäßig an der Lampertheimer Kerwe seinen Hof-Flohmarkt veranstaltet – wie auch in diesem Jahr wieder vom 13. bis 15. September.
Die Vielfalt der Angebote, aber auch der musikalischen Darbietungen mit beispielsweise Live-Musik machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis für die zahlreichen Gäste. Auch kulinarisch war allerlei geboten. Der strahlende Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen am Veranstaltungstag trug einiges zum guten Gelingen bei. „Jeder ist dabei Gewinner“, teilte Gudrun Ganter im Anschluss mit - „wir als Stadt, die Aussteller und die Besucher“. Die äußerst positive Resonanz von allen Seiten führt dazu, dass eine Wiederholung im kommenden Jahr bereits fest eingeplant ist.
Sigrid Samson
Vor der Notkirche konnten Kinder bei den Pfadfindern (Pfadfinderschaft Stamm Kurfürst Friedrich III.) Stockbrot backen, während die Eltern auf Schnäppchenjagd gehen oder einem mittelalterlichen Laternenbauer bei der Arbeit über die Schulter schauen konnten. Gegen eine kleine Spende servierten Paul und Sarah den durstigen Besuchern Getränke. Foto: Sigrid Samson