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  • Do., 29. August 2013, 10:11 Uhr
    Positive Bilanz: 5 Jahre Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt“ / Projekt setzt auf Gespräche und Prävention / Nächster Aktionstag am 10. und 11. Oktober

    Erfolgreiche Arbeit zahlt sich aus

    Die Akteure des Netzwerkes „Null Toleranz bei Gewalt“ blicken nach 5 Jahren ihres Engagements auf eine bislang erfolgreiche Arbeit zurück. Vom Verein Bürger und Polizei gab es einen Scheck in Höhe von 300 Euro, die Stadt spendierte Präsentkörbe. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – Fünf Jahre ist bereits her, da nahm das Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt“ 2007 seine Arbeit in der Spargelstadt auf. Dieses kleine Jubiläum beging Bürgermeister Erich Maier am Mittwochmorgen mit zahlreichen Institutionen, die seit Jahren die Eckpfeiler des Netzwerks darstellen. Zielsetzung des Netzwerkes war und ist nach wie vor, ein friedliches Zusammenleben. Gleichzeitig soll es ein deutliches Signal setzen, dass in Lampertheim kein Platz für Gewalt ist. Das Netzwerk setzt dabei auf den Dialog mit den Kindern und Jugendlichen, die verschiedenen teilnehmenden Institutionen ermöglichen ein frühzeitiges Eingreifen, so dass Ordnungsmaßnahmen, wie ein Ausschluss vom Unterricht oder besonderen Schulveranstaltungen bis zum Schulverweis nur selten und als letzte Mittel eingesetzt werden. Einer der wichtigsten Punkte des Netzwerks ist die präventive Arbeit.

    Durch Aktionstage in den Jahren 2009 und 2010 suchte das Netzwerk den direkten Kontakt zu den Jugendlichen. Auch 2013 soll es wieder einen Aktionstag geben, diesmal mit Unterstützung des AWO Sucht- und Drogenberatung Prisma, das Thema am 10. und 11. Oktober lautet „Alkoholkonsum und Sucht“. Und der Fokus auf Prävention hat sich durchaus bewährt. „Heute können wir das Fazit ziehen: es war der richtige Weg und hilfreich schon dort einzugreifen“, betonte der Bürgermeister im Rückblick auf die fünf vergangenen Jahre. Das Ordnungsamt und die Stadtjugendpflege der Stadt Lampertheim, sowie der Fachbereich 40 für Kultur, Jugend, Bildung und Vereine, das Diakonische Werk, die Polizeistation Lampertheim, die Jugendgerichtshilfe des Kreises Bergstraße, der Verein Bürger und Polizei sowie alle Schulen arbeiten hierbei Hand in Hand.

    Ganz besonders wichtig sind hierbei die kurzen Wege. „In der Schnittstelle zur Polizei komplettiert sich das Netzwerk“, erklärte der Leiter der Polizeistation Lampertheim, Thomas Bauer. „Mit dem Austausch untereinander zeigt sich, dass das Netzwerk funktioniert. Und das klappt nur, wenn man sich kennt und vertraut“, führte Bauer weiter aus. Zwar seien die Erfolge der fünf Jahre vielleicht nicht in Zahlen messbar, wie Polizeioberkommissar Ronald Stein ausführte, dennoch berichteten alle anwesenden Schulleiterinnen von einem deutlich entspannteren Schulalltag. Ein neues Projekt des Netzwerks wird die Erstellung eines Konfliktwegweisers sein. Der Flyer soll eine Hilfestellung für Schüler geben und informiert über Hilfs- und Unterstützungsangebote bei vielfältigen Problemlagen. „Das ist echte Prävention, da manche einfach nicht wissen, an wen sie sich wenden können“, betonte Bauer.

    Eva Wiegand

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