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Di., 22. März 2022, 08:38 Uhr
SPORT ÜBERREGIONAL: Deutsche Blasrohrmeisterschaft 2022 Scheibe beim Pfeil- und Bogenclub
Erfolgreiche Bürstädter werden Deutsche Meister und Vizemeister
Bei der Deutschen Blasrohrmeisterschaft Scheibe in der neuen Halle des Pfeil- und Bogenclubs fühlten sich die Teilnehmer wohl. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Wenn der Pfeil waagrecht durch die Luft schießt, muss man schon genau hinhören, ein leises Zischen und schon ploppt der Pfeil auf der Scheibe auf, am besten in der runden gelben Mitte. Angetrieben wird das Geschoss allein durch die Puste. Vor etwa vier Jahren begeisterten sich die ersten Bogenschützen des Bürstädter Pfeil- und Bogenclubs (PBC) für den Blasrohrsport, seitdem hat sich der Blasrohrsport erfolgreich zur zweiten Sparte im Verein entwickelt, wie der Erste Vorsitzende Steffen Brinkmann im Gespräch mit dem TIP berichtete. Die neue Halle des Pfeil- und Bogenclubs (PBC) am Bubenlachring 73a war am Samstag Austragungsort der Deutschen Blasrohrmeisterschaft 2022 „Scheibe“ mit 14 Meisterschaftsteilnehmern und neun Gastschützen am verbandsoffenen Blasrohrturnier aus Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Michael Speth, der sportliche Leiter des Blasrohr-Sportverbandes Deutschland, lobte gegenüber dem TIP die gute Organisation, Bewirtung und Atmosphäre sowie die Ausstattung der Halle des Gastgebers. Angereist war fast der komplette Verbandsvorstand. Bestleistungen zeigten die Meisterschaftsteilnehmer des Pfeil- und Bogenclubs beim Blasrohrschießen in beide Klassen. In der Blasrohrklasse B mit einer Rohrlänge von maximal 1,6 Metern und Schuss auf die 10 Meter entfernte Scheibe erreichte der Vizemeister des Vorjahres Harry Schweigkoffer Platz 3. In der Blasrohrklasse C beträgt die Blasrohrlänge bis zu 1,22 Meter, die Scheibenentfernung ebenfalls 10 Meter - hier belegten die Bürstädter vom PBC alle vier ersten Plätze. Jürgen Koch ist wieder Deutscher Meister, Harry Schweigkoffer ist wieder Vizemeister, Olaf Kaiser erreichte Platz 3 und Markus Ströbl Platz 4. Bei den Frauen lagen die auswärtigen Teilnehmerinnen vorne. Krankheitsbedingt waren einige Teilnehmer nicht gekommen und die nördlichen Verbandssportler blieben zuhause, weil unter den Bedingungen der Corona-Regeln kein geselliges Beisammensein möglich sei, erklärte Speth, wegen der langen Anfahrt würden sie übernachten müssen. Die Schützen können sich frei für das B- und C-Rohr entscheiden, zu absolvieren sind drei Sätze mit jeweils sechs Durchgängen, in denen jeweils fünf Schuss abgegeben werden, insgesamt 90 Schuss. Die Sportgeräte seien denkbar einfach sogar selbst herzustellen, wobei nur wenige Eckpunkte für die Spitzen und Rohre zu beachten seien, betonte Speth. Eine Visierhilfe dürfe nicht benutzt werden. Im Handel koste die Ausrüstung zwischen 80 und 200 Euro. Wie verschieden, je nach Geschmack, die Blasrohre aussehen, war am Samstag zu sehen. Der noch junge Verband mit aktuell acht Vereinen und etwa 500 bis 800 aktiven Blasrohrschützen wolle sich vergrößern, teilte Speth mit. Für jedes Alter und jedes Handikap sei dieser Sport geeignet, auch für Kinder, die auf sieben Meter treffen müssen. Als Erwachsene gelten Blasrohrsportler ab dem 15. Geburtstag. Neben den „Scheiben“-Meisterschaften gibt es noch die „3 D“-Meisterschaften mit einem Parcours in Wald und Flur als Jagdsimulation, wie Speth erläuterte. Rein optisch gebe das mehr her, weshalb bei der Deutschen Meisterschaft „3 D“ auch das Fernsehen dabei gewesen sei. Der Pfeil- und Bogenclub lädt am Ostersamstag zum Ostereierschießen für Jedermann auf dem Gelände am Bubenlachring 73a an der Bogensporthalle ein, los geht es um 13 Uhr. Für Bewirtung ist gesorgt. Hannelore Nowacki