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  • So., 08. März 2015, 00:04 Uhr
    Zahlreiche Beförderungen bei Feuerwehr Lampertheim-Mitte und Neuwahl des Vorstandes des Feuerwehrvereins

    Erfolgreiche Lampertheimer Feuerwehr mit hervorragender Kinder- und Jugendarbeit

    Die elf beförderten Mitglieder der Feuerwehr Lampertheim im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Klaus Reiber (l.), Ralf Klotzbach, Vorsitzender des Feuerwehrvereins (2.v.l.) und Wehrführer Ralf Reiber (2.v.r.). Foto: zg


    LAMPERTHEIM - Der tatkräftige Einsatz der Feuerwehr Lampertheim kam auch im vergangenen Jahr der Bevölkerung in erheblichem Maß und in vielfältiger Form zugute. Zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Lampertheim-Mitte trafen sich am vergangenen Freitag in den Räumlichkeiten in der Florianstraße zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Wehrführer Ralf Reiber begrüßte die Anwesenden, darunter neben den Vorstandsmitgliedern des Vereins auch Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Jens Klingler als Vertreter der Stadt Lampertheim, sowie Kameraden der benachbarten Feuerwehren der Stadtteile Hofheim und Hüttenfeld.

    Reiber dankte zunächst insbesondere den Feuerwehren aus den Vororten und den Nachbarstädten für die tatkräftige Unterstützung bei Einsätzen im vergangenen Jahr.

    Störmer erteilte den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim-Mitte großes Lob und merkte an, dass der Brand- und Katastrophenschutz ein wesentlicher Bestandteil unserer Kommune sei. „Der positive Geist des ehrenamtlichen Engagements ist zu spüren und wird hier auch an die Jugendlichen übertragen“ ergänzte Störmer mit Stolz auf die Lampertheimer Brandschützer.

    In seinem Bericht hob Reiber die Mannschaftsstärke und die Einsätze im vergangenen Jahr hervor. Die Feuerwehr Lampertheim verfügt derzeit über 84 aktive Mitglieder, die Einsatzabteilung wurde zu insgesamt 264 Einsätzen alarmiert, bei denen insgesamt 156 Personen gerettet oder in Sicherheit gebracht werden. Zu den erwähnenswerten Einsätzen, die nicht alltäglich sind, gehörte unter anderem der Wohnungsbrand im 7. Obergeschoss eines Hochhauses, bei der durch Unterstützung der Nachbarwehren aus den Vororten, aus Bürstadt und Viernheim das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden und somit ein größerer Brand am Gebäude verhindert werden konnte. Reiber betonte hierbei die dringende Notwendigkeit der Installation von Rauchmeldern in Wohnhäusern, die auch in diesem Fall Schlimmeres verhindern konnte.

    Einen so bisher noch nicht erlebten Einsatz ereignete sich laut Reiber im Juni 2014, bei dem eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf Lampertheimer Gemarkung fachgerecht vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden musste. Hierbei wurden die Einsatzkräfte auch von der Feuerwehr der Stadt Ludwigshafen und der BASF Ludwigshafen aktiv unterstützt.

    Der heftige Sturm im vergangenen Juli richtete Schäden im gesamten Stadtgebiet an – die Feuerwehr war mehrere Tage mit der Beseitigung der Schäden und der Sicherung von Gebäuden und öffentlichen Wegen beschäftigt.

    Auch die Unterstützung des Rettungsdienstes, um verletzte oder schwer erkrankte Personen zu transportieren und an den Rettungsdienst zu übergeben, nimmt einen zunehmend hohen Stellenwert ein – insgesamt wurden 30 Einsätze dieser Art im Jahresverlauf zu verzeichnen. Neben der Standardausbildung an den Übungsabenden wurden auch vielfältige Lehrgänge und Seminare zur Weiterbildung der Einsatzkräfte durchgeführt. Die Fahrzeug- und Gerätesituation kann als gut und sachgerecht eingestuft werden. Nach langen Monaten des Wartens erhielten die Floriansjünger im vergangenen Juli endlich den neuen Einsatzleitwagen ELW 1. Erforderlich seien jedoch noch die Sanierung des Schlauchturms und die erforderliche Bereitstellung zusätzlicher Umkleideräume für die Jugendwehr.

    Zusätzlich zu den Einsatz- und Übungsstunden wurden rund 1700 Gerätewartstunden geleistet, merkte Reiber an, und lobte in diesem Zusammenhang alle Kameradinnen und Kameraden, die in ihrer Freizeit tatkräftiges Engagement zeigten und sich ehrenamtlich engagierten. Besonders hervorzuheben sei die Unterstützung und das Verständnis der Familienangehörigen der Feuerwehrleute. Er bedankte sich bei allen Kameraden für die stets engagierte Arbeit und den guten Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr.

    Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Stadtteile wurde weiter verbessert – auch in 2015 sind wieder Gemeinschaftsübungen unter dem Stichwort „HoLaHü“ (Hofheim – Lampertheim – Hüttenfeld) geplant. Zum Schluss betonte der Wehrführer die gute Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter Klaus Engert sowie den Stadtbrandinspektoren Klaus Reiber und Rainer Jakob.

    Um die Aktivitäten der aus 37 Mitgliedern bestehenden Jugendfeuerwehr ging es im anschließenden Bericht des Jugendwarts Sebastian Herweh. 33 männliche und vier weibliche Mitglieder leisteten erfolgreiche Arbeit sowie viele feuerwehrtechnische Ausbildungsstunden. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, gab es auch mehrere Ausflüge – zu den Höhepunkten zählten der Besuch der Lampertheimer Kameraden im Elsass, die Teilnahme am Kreiszeltlager in Siedelsbrunn und die interne Freizeitfahrt nach Hamburg. Auf Löschbezirksebene beteiligten sich die Nachwuchskräfte an einer gemeinsamen Großübung des Löschbezirks 4. Auch die Kinderfeuerwehr mit 20 Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren ist seit mehreren Jahren fester Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim-Mitte, die neben Feuerwehrthemen in ihrem abwechslungsreichen Dienstplan ebenfalls Ausflüge und Veranstaltungen durchführten, bei denen Spiel und Spaß im Vordergrund standen. Eine ausführliche Berichterstattung hierzu erfolgte durch Stefan Roth, Leider der Kinderfeuerwehr.

    Im Bericht des Stadtbrandinspektors Klaus Reiber mit Stellvertreter Rainer Jakob wurde bekannt, dass in 2014 insgesamt 173 aktive ehrenamtliche Mitglieder in den drei Einsatzabteilungen ihren Einsatzdienst zur Sicherheit der Bevölkerung leisteten. Die Sturmeinsätze erforderten einen erheblichen  Aufwand. Ein stetig steigender Aufwand sei zu verzeichnen in Bezug auf Brandschutzerziehung in Betrieben, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Altenwohnheimen.

    Die neu gewählten Vorstandsmitglieder des Feuerwehrvereins Lampertheim-Mitte. Foto: Sigrid Samson


    Elf engagierte junge Nachwuchskräfte konnten sich anschließend über ihr offizielle Beförderung freuen – 7 Verpflichtungen wurden ausgesprochen.

    Nach der Jahreshauptversammlung der aktiven Feuerwehr fand die Mitgliederversammlung des Feuerwehrvereins statt, dem aktuell 287 Mitglieder angehören. Vorsitzender Ralf Klotzbach erläuterte die Ereignisse des vergangenen Jahres und konnte sich bei den anschließenden Neuwahlen des Feuerwehrvereins über seine Wiederwahl freuen. Markus Wagner wurde einstimmig zum Zweiten Vorsitzenden gewählt, während Gerhard Bauer erneut mit dem Amt des Rechners betraut wurde - Beisitzer wurden Alexander Neumann, Laura Voss und Volker Ahl. Tim Baumbusch wird weiterhin sein Amt als Schriftführer fortsetzen. Für die Kassenprüfung zeichnen sich Wolfgang Baumbusch und Hans Kling verantwortlich.

    Als nächster anstehender Termin ist der Filmabend der Alters- und Ehrenabteilung zu erwähnen, der am Samstag, den 14. März, um 15 Uhr, in den Räumlichkeiten in der Florianstraße durchgeführt wird – gezeigt werden digitalisierte Filme aus der Vergangenheit und Geschichte der Lampertheimer Feuerwehr. Sigrid Samson

    Information:

    Folgende Beförderungen wurden vorgenommen:

    Feuerwehrmannanwärter: Michael Reiber, Luca Rosenberg, Christian Bienefeld, Matthias Cring und Tom Schäfer

    Feuerwehrmann: Dominik Heller

    Oberfeuerwehrmann: Eric Friedrich, Adrian Zähringer

    Hauptfeuerwehrmann: Markus Rothe

    Oberlöschmeister: Alexander Neumann

    Verpflichtungen: Michael Reiber, Christian Bienefeld, Pascal Hartmann, Matthias Cring, Tom Schäfer, Luca Rosenberg, Holger Schuff.

     

     

     

     

     

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