Förderprogramm „Aktive Kernbereiche” setzt positive Akzente – vom Marktplatz bis zum Bahnhof
Erfolgsgeschichte der Sonnenstadt geht weiter
Der Erfolg der „Aktiven Kernbereiche” bringt die Verantwortlichen zum Strahlen: Wirtschaftsförderer Tim Lux, Christian Schwarzer, Bürgermeisterin Barbara Schader und Hermann Müller von der LoPa (v.l.). Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – Das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche” begleitet die Innenstadtentwicklung Bürstadts bereits im achten Jahr. Im Jahr 2015 konnten mit der Machbarkeitsstudie Bahnhofsumfeld und mit der Zusage des Back- und Brauhauses Draus wichtige Weichen gestellt werden. Verwaltung und Lokale Partnerschaft (LoPa) bearbeiten auch im Jahr 2016 mit Hochdruck und mit weiteren Förderzusagen die nächsten Schwerpunktthemen der „Aktiven Kernbereiche”.
„Wichtig für die Aktiven Kernbereiche sind die Bewilligungsbescheide, ohne die wir das gesamte Programm nicht umsetzen könnten”, betonte Bürgermeisterin Barbara Schader beim jährlichen Pressegespräch, in dem sie gemeinsam mit den Verwertern der LoPa und der Stadtverwaltung einen Überblick über den aktuellen Stand des Förderprogrammes gibt. Insgesamt stehen der Stadt Bürstadt aus dem Programm nach dem nunmehr achten Bescheid 5,225 Millionen Euro an Fördervolumen zur Verfügung. Die Stadt trägt als Eigenanteil im Schnitt ca. 29 Prozent und somit 1,52 Millionen Euro. „Der Antrag für das Förderjahr 2016 befindet sich in Vorbereitung. Auch für 2017 und 2018 hat das Ministerium aufgrund der positiven Entwicklung und des engagierten Vorgehens der LoPa weitere Bewilligungen für Fördermittel in Aussicht gestellt”, ergänzte Bürgermeisterin Schader, der besonders eines wichtig ist: „Dies ist nicht selbstverständlich, es gibt viele Städte, die keine Fördermittel mehr erhalten. Die LoPa ist ein Erfolgsmodell. Hier sind Menschen, die sich mit Herz und Leidenschaft für Bürstadt engagieren, um diese Stadt zu entwickeln. Wir sind stolz, dass wir auch durch das Ministerium bestätigt bekommen, wie hervorragend die Arbeit der LoPa ist, sie ist ein Vorzeigeprojekt in ganz Hessen.” Und eines sei auch ganz klar: „Ohne die Städtebauförderung wären wir längst noch nicht da, wo wir heute stehen.”
Bald wird gebraut…
Ein Schlüsselprojekt für Bürstadt ist und bleibe der Marktplatz. Hier zeigte sich Hermann Müller von der LoPa begeistert, dass die kalkulierten Kosten eingehalten wurden. Besser noch: Mit Gesamtkosten von 1.486.595,66 Euro blieb man sogar unter der ursprünglich veranschlagten Summe von 1.515.000 Euro. „Der Marktplatz ist das größte Erfolgs- und Vorzeigeprojekt der LoPa. Er wird in das tägliche Leben integriert. Wir stehen kurz vor der Vollendung”, so Müller. Der Startschuss zum letzten Teil der Marktplatzgestaltung fällt mit dem Spatenstich des Back- und Brauhauses Drays, der an diesem Freitag vollzogen wird. Dabei wird mit Mitteln der Aktiven Kernbereiche die Modernisierung des Bestandsgebäudes in der Wilhelmstraße gefördert, so dass sich das Brauhaus nahtlos in das Gesamtbild und -konzept einfügt.
„Gemeinsam einen tragfähigen Kompromiss erarbeiten”: Bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes müssen alle an einem Strang ziehen. Archivfoto: Hannelore Nowacki
Bahnhofsumfeld gemeinsam gestalten
In diesem Jahr richtet sich das Auge der LoPa besonders auf den Bahnhof und hier das gesamte Umfeld, gerade auch nördlich der Bahnlinie. Die Stadt möchte hier im Zuge des durch die Bahn betriebenen barrierefreien Ausbaus der Bahnsteige das gesamte Bahnhofsumfeld anpacken, um die augenfälligen Probleme zu lösen: Die Parkplatz- und Fahrradstellplatz-Situation und die Aufenthaltsqualität für die Reisenden sollen verbessert werden, gleichzeitig soll mit der Umnutzung des Bahnhofsgebäudes und der Entwicklung des Raiffeisengeländes ein attraktiven Quartier entstehen.
Die Gespräche mit den einzelnen Abteilungen der Bahn laufen laut Bürgermeisterin Schader sehr gut, jetzt gilt es die Weichen zu stellen: Denn um zusätzliche Fördermittel zu erhalten, muss der entsprechende Förderantrag bis Ende Mai bei HessenMobil eingereicht sein. Bis dahin bleibt noch viel zu tun: Auf Grundlage der bereits in einer Bürgerversammlung vorgestellten Machbarkeitsstudie erarbeitet derzeit das Ingenieurbüro Mailänder Consult in Zusammenwirkung mit der LoPa ein umsetzungsfähiges Konzept. Da im Bahnhofsumfeld verschiedenste Belange betroffen sind, bezieht die LoPa weitere Interessengruppen direkt in den Planungsprozess mit ein, so etwa einen Vertreter der Bürgerinitiative „Unser Bahnhof”, einen Vertreter der Akteure zur Modernisierung des Raiffeisenturms und natürlich den Besitzer des Bahnhofes. Im Frühjahr wird den Bürgern das weiterentwickelte Konzept vorgestellt, Anregungen sind dann erneut ausdrücklich erwünscht. „Wir sollten alle darum kämpfen, einen tragfähigen Kompromiss zu finden, um diesen rechtzeitig einzureichen”, wirbt Hermann Müller um einen Konsens. Denn: „Wir sind auf die Fördergelder angewiesen.”
Weitere Erfolgsgeschichten der LoPa seien das barrierefreie Wohnen in der Mainstraße und im Zusammenhang hiermit auch der Parkplatz Mainstraße, der – zunächst als Provisorium – nicht nur Parkraum in der Innenstadt bieten wird, sondern zugleich dazu beiträgt, mit dem Haus in der Mainstraße 5 einen Schandfleck im Stadtbild zu beseitigen. Ebenfalls positiv kam der Tag der Städtebauförderung im vergangenen Jahr an, der die aktuellen Entwicklungen der Innenstadt vor Ort veranschaulichte. Aktuelle Informationen über alle Innenstadtaktivitäten sind auch auf der Internetseite www.buerstadt-mittendrin.de zu finden. Benjamin Kloos