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  • Di., 16. Mai 2023, 10:51 Uhr
    INFOVERANSTALTUNG: Am 23. Mai werden bisherige Ergebnisse präsentiert / Anwohner der Keltenstraße, Alemannenstraße, Krämersweide sowie Teile der Römerstraße, Am Weiher und Am Jahnplatz betroffen

    Erkundung der Schadstoffausbreitung im Grundwasser 

    BÜRSTADT – Im Auftrag des Landes wird im Bereich westlich beziehungsweise südwestlich des Werkgeländes II der ehemaligen Otto-Limburg-Werke in Bürstadt, Am Weiher 7, eine weitere Erkundung der Schadstoffausbreitung im Grundwasser durchgeführt. Konkret betroffen sind Anwohner der Keltenstraße, Alemannenstraße, Krämersweide sowie Teile der Römerstraße, Am Weiher und Am Jahnplatz. Dazu sollen zunächst die vorhandenen Gartenbrunnen auf Privatgrundstücken untersucht werden. Bis diese Ergebnisse vorliegen, soll deshalb die Nutzung des Grundwassers in diesem Bereich vorsorglich eingeschränkt werden. Die Versorgung mit Trinkwasser ist dadurch nicht gefährdet. In einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 23. Mai, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Bürstadt werden die bisherigen Ergebnisse präsentiert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Betroffene, Fragen an die Fachleute zu stellen.

    Zur Historie: Auf dem Werksgelände II der ehemaligen Otto Limburg-Werke in Bürstadt wurde von 2004 bis 2015 mit Mitteln des Landes von der HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung (ASG), eine Bodenluft- und Grundwassersanierung zur Entfernung von leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) durchgeführt. Die weitere Entwicklung der LCKW-Gehalte im Grundwasser wurde nach Abschalten der Sanierungsanlage durch ein Monitoring überwacht. Im Jahr 2008 fand auf dem Werksgelände II ein Brandereignis statt, das zu einem Großeinsatz der Feuerwehr führte. Während der Löscharbeiten kamen größere Mengen an sogenannten Mehrbereichslöschschaummittel zum Einsatz. Belege, dass die eingesetzten Löschschäume per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) enthielten, lagen zunächst nicht vor.

    Die 2019 im Auftrag des Regierungspräsidiums Darmstadt durchgeführten Erkundungsbohrungen auf dem Werksgelände II sowie Beprobungen des Grundwassers ergaben erste Hinweise auf PFAS-Belastungen im Boden und im Grundwasser durch die eingesetzten Löschschäume. Untersuchungen im Jahr 2022, beauftragt durch die Stadt Bürstadt und das Land Hessen, haben dann den Verdacht bestätigt, dass auf dem Werksgelände II der Boden und das Grundwasser mit PFAS erheblich belastet sind. Auch an der westlichen Grundstücksgrenze wurden hohe PFAS-Gehalte im Grundwasser festgestellt. Hier ist noch nicht klar, ob die Belastungen des Grundwassers über die Grundstücksgrenze des ehemaligen Werksgeländes hinausgehen. zg

     

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