Tag der offenen Türen bei Kinderkrippe Zwergenschloß und Kita Neuschloß
Erlebnistag für große und kleine Leute
In der städtischen Kinderkrippe „Zauberschloß“ gingen Kinder, Eltern und Großeltern begeistert auf Entdeckungsreise. Viele Kinderwünsche wurden beim Kinderschminken erfüllt. Foto: Hannelore Nowacki
NEUSCHLOSS – Im „Zwergenschloß“ scheint die Sonne immer, auch wenn dunkle Regenwolken über das Land ziehen. Davon konnten sich am Sonntagnachmittag die Besucher beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild machen. Die städtische Kinderkrippe mit dem zauberhaften Namen „Zwergenschloß“, die im Dezember vor zwei Jahren neu erbaut ihren Betrieb aufnahm, bietet 60 Kindern im Alter von ein bis drei Jahren Platz – aus allen Lampertheimer Stadtteilen. Viele Autos säumten den Wacholderweg, „Zauberschloß“ und Kita Neuschloß waren bei Eltern und Großeltern ein gefragtes Ausflugsziel. Am Eingang begrüßte Krippenleiterin Carmen Effenberger die Besucher persönlich und mit einem Spruchkärtchen, die wie Glückslose im Körbchen auf die nächsten Gewinner warteten, von einem angehefteten Bonbon versüßt. Darauf war beispielsweise ein Spruch von Maria Waser zu lesen: „Kindheit ist kein zeitlicher Begriff, sondern ein Geländer der Seele, allezeit dem offen, der das Lernen nicht verlernt und nicht das Staunen“. In jedem Gruppenraum erwartete die erwachsenen Besucher und Kinder eine eigene Erlebniswelt zum Mitmachen, Spaß haben und Staunen. Jede der fünf Gruppen hat ein eigenes Reich mit geräumigem Spielzimmer und Ruheraum für den Mittagsschlaf. Der Sanitärbereich hat alles, was kleine Leute brauchen, einschließlich Wickeltisch und eine klappbare Leiter für Kinder, die schon eigenständig den Wickeltisch erklimmen wollen. Jede der fünf Gruppen hat ihre Farbe, entsprechend sind die Türen in Orange, Grün, Gelb, Rot oder Blau farblich gestaltet. Mit Materialien aus dem Alltag können die Kinder nach Herzenslust experimentieren und mit gesammelten Eicheln und Kastanien ein leckeres Essen kochen. Natürlich spielt dabei die Fantasie die Hauptrolle. Mit den kleinen Händen kräftig geknetet und geformt, wurden aus Ton kleine Kunstwerke.
In der Kindertagesstätte Neuschloß, ebenfalls in städtischer Trägerschaft, stand das dekorative Basteln bei Eltern und Kindern hoch im Kurs. Foto: Hannelore Nowacki
Der rote Gruppenraum wurde zur Sinneshöhle, zum Beispiel mit Rasierschaum, der sich herrlich mit den Händen auf dem Tisch herumstreichen ließ. In den großen Garten wollte bei dem Wetter niemand. Der Turnraum wurde kurzerhand zum Café umfunktioniert, bei Sonne wäre es im Garten gemütlich gewesen. Gleich nebenan hatte auch die städtische Kindertagesstätte Neuschloß (Kita) zum Tag der offenen Tür eingeladen – zum ersten Mal gemeinsam mit der benachbarten Kinderkrippe. Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung werden hier ganz nach Bedarf halb- oder ganztags betreut. Kita-Leiterin Heike Heiß und das Erzieherinnenteam hatten eine lehrreiche Ausstellung vorbereitet, in der Mitte eine virtuelle „Kollegin“, die alles im Blick hatte und schriftlich Auskunft über die Rolle der Erzieherinnen gab. „Wir haben unsere Rolle in die Mitte gesetzt“, erklärte die Leiterin. Das Motto: „Die spielen ja nur“. Immer noch geistern Vorstellungen durchs Land, die im Kindergarten eine Spielstätte sehen, mit Erzieherinnen, die ihr Geld beneidenswert spielerisch verdienen. Tatsächlich geht es bei der Betreuung um Bildungsprozesse, die von den Erzieherinnen gesteuert und begleitet werden. Seit 27 Jahren ist dieser moderne städtische Kindergarten schon in Betrieb, ein schönes Kinderschloss in Neuschloß. Der Tag der offenen Türen in beiden städtischen Einrichtungen bot Eltern, Großeltern und den Kindern vielfältige Möglichkeiten einzutauchen in die kreativen Welten des Lernens, Bastelns und Spielens. Vorlesen, Musik und Rhythmik, Konstruktionsspiele, Rollenspiele und Spaßspielen sind Teil des vielfältigen Angebots. Ein schöner Sonntagnachmittag mit Kaffee und Kuchen wurde es auch. In beiden Einrichtungen war ein verlockendes Kuchenbuffet aufgebaut. Hannelore Nowacki