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  • Di., 22. Dezember 2020, 12:24 Uhr
    CORONA:   Landrat Christian Engelhardt und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz informierten  über Neuigkeiten und Entwicklungen im Kreis

    Erste Bergsträßerinnen und Bersgträßer werden an diesem Wochenende geimpft 

    An diesem Sonntag starten die Impfungen gegen Covid-19 im Kreis Bergstraße – zunächst durch mobile Impfteams in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Foto: Benjamin Kloos


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    KREIS BERGSTRASSE – Landrat Christian Engelhardt und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz informierten am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz über Neuigkeiten und Entwicklungen rund um das Thema Coronavirus-Pandemie.

    Das Impfen war dabei aus Sicht von Landrat Engelhardt das relevanteste Thema. Dabei konnte er eine positive Nachricht verkünden: „Am Sonntag werden die ersten Bergsträßerinnen und Bergsträßer geimpft. Wie zu erwarten war, stehen bei weitem nicht so viele Impfstoffe zur Verfügung, um bereits zu Beginn die Impfzentren auszulasten. Daher werden wir am Wochenende mit dem Schwerpunkt auf Alten- und Pflegeeinrichtungen mit dem mobilen Impfen beginnen. Für die ersten drei Tage stehen uns knapp 2.000 Impfstoffe zur Verfügung, die wir verimpfen werden. Die Impfzentrum bleibt zunächst zu, bis die Impfstofflieferungen ausreichend für alle Impfzentren sind.  Wir sind gerade dabei, Arbeitsverträge bezüglich des Impfzentrums zu schließen und könnten sofort loslegen. Daher hoffen wir, dass die Impfstofflieferungen bald hochgefahren werden können.” Eines sollten sich aber alle klar machen, wie Landrat Engelhardt betonte: „Es ist ein Wunder und es hätte vor Monaten noch keiner erwartet, dass wir jetzt bereits impfen können! Und es ist richtig, dass die Impfkommission bei den Impfungen mit denen startet, die am stärksten gefährdet sind.”

    Ein weiterer Aspekt, den Landrat Engelhardt aufgriff war die Allgemeinverfügung mit der seit Montag gültigen Ausgangsbeschränkung. „Die Ausgangsbeschränkung gilt bis zum 18. Januar, aber wir werden diese Allgemeinverfügung aufheben, wenn wir fünf Tage lang eine Inzidenz von unter 200 haben. Das ist über die Weihnachtsfeiertage schwierig, da wir berücksichtigen müssen, dass über diese Tage hinweg weniger getestet wird, da unter anderem Arztpraxen zuhaben – auch wenn das Gesundheitsamt natürlich an allen Tagen im Dienst ist”, so Landrat Engelhardt, der berichtet, dass es derzeit viele Bürgeranfragen gibt, die selbstverständlich alle beantwortet werden. Dabei richtete er einen Appell an alle, dass der Grundgedanke dieser Ausgangsbeschränkung, nämlich dass es nicht zu privaten Treffen kommt, bei allem der Maßstab sein sollte. Denn die Ausgangsbeschränkungen waren dort, wo sie bisher eingesetzt wurden, erfolgreich, wie Landrat Engelhardt ergänzte.

    Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz blickte zunächst auf die aktuellen Zahlen, so gab es am Dienstag den fünften Tag in Folge eine Inzidenz von über 200. Das Durchschnittsalter der aktuell Infizierten ist erneut gestiegen und liegt aktuell bei circa 51 Jahren, wobei die Altersgruppe zwischen 41 und 60 Jahren am größten ist. „Aber auch bei den Älteren haben die Zahlen zugenommen”, erläuterte Diana Stolz, die sich klar gegen die besonders in sozialen Medien diskutierte Schließung der Pflegeeinrichtungen wandte. „Hier leben Menschen, die Familie haben. Es ist wichtig, für diese den größtmöglichen Schutz einzurichten und das haben wir getan. Die Pflegeeinrichtungen sind ein sehr sensibler Bereich, aber nicht alle älteren Menschen, die sich infizieren und die älter sind, leben in Pflegeeinrichtungen. Es gibt auch eine beachtliche Anzahl älterer Menschen die zuhause leben und sich infiziert haben”, so die Gesundheitsdezernentin weiter. Denn insgesamt gibt es 38 Pflegeeinrichtungen im Kreis Bergstraße mit insgesamt 2.555 Bewohnern, aber mehr als 10.000 Pflegebedürftige im Kreis – nur etwa 25 Prozent der Pflegebedürftigen leben demnach in Pflegeeinrichtungen. 

    Mehr als 40 Intensivbetten im Kreis

    Mit Stand von Dienstag waren noch 15 Schulen betroffen, diese Zahl wird durch die Ferien sinken, wie die Erste Kreisbeigeordnete klarstellte. Zudem waren am Dienstag sieben Kitas, zwölf Pflegeeinrichtungen sowie sechs Gemeinschaftsunterkünfte betroffen.

    In den Krankenhäusern liegt der Altersdurchschnitt bei stationären Behandlungen aktuell bei rund 73 Jahren. Wichtig ist hierbei, dass die Steuerung der stationären Bereiche für den gesamten südhessischen Raum erfolgt. „Der Austausch zwischen den einzelnen Krankenhäusern läuft sehr gut, über das gesamte Versorgungsgebiet hinweg. Die Krankenhäuser helfen sich permanent gegenseitig.

    Wir haben im Kreis etwas mehr als 40 Intensivbetten, darunter ist die Zahl der High Care-Betten mit Beatmungsmöglichkeit seit dem Frühjahr klar gestiegen”, so Diana Stolz. Mit Stand von Dienstag waren auch Intensivbetten frei, „allerdings haben wir auch in diesem Bereich eine sehr dynamische Lage. Zumal nicht alle Intensivbetten von Covid 19-Patienten genutzt werden, allerdings haben diese eine längere Verweildauer als andere Intensivpatienten, dies muss jeweils für die Planung berücksichtig werden. Es sind Vorkehrungen geschaffen worden, das man weitere Intensivbetten in den Krankenhäusern aufstocken könnte, bisher ist die Versorgung immer gewährleistet gewesen”, betonte Diana Stolz abschließend. Benjamin Kloos

     
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