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Mi., 04. Juni 2014, 21:57 Uhr
Präsentation mit Übergabe der ersten Exemplare an die Lampertheimer Schulleiter / Prämierung der Gewinner des Malwettbewerbs
„Erster Lampertheimer Kinder- und Jugendstadtplan als Signal für ein gut funktionierendes Gemeinwesen“
Im Rahmen der Präsentation des ersten Lampertheimer Kinderstadtplans fand auch die Prämierung der neun Gewinner des Malwettbewerbs statt und die Übergabe der ersten Pläne an die Schulleiterinnen - Bürgermeister Gottfried Störmer (3.v.l.), Erster Stadtrat Jens Klingler (4.v.l.), Marius Schmidt (l.), Arbeitskreis Jugend, und Manfred Scholz (r.), Stadtjugendpflege, mit den Gewinnern und den Lampertheimer Schulleiterinnen. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM - Den Kindern und Jugendlichen in Lampertheim steht ab sofort eine neue Orientierungshilfe und Informationsquelle rund um die Stadt Lampertheim – selbstverständlich einschließlich Stadtteile - zur Verfügung. Darin finden sich neben dem kindgerechten Stadtplan mit Freizeitangeboten wie Spiel-/Sport und Bolzplätzen unter anderem auch Informationen über Vereine und Verbände, die Stadtjugendpflege, Polizei, Feuerwehr, THW und Jungendrotkreuz, aber auch die Bücherei und das Spielmobil „Flitze Feuerstein“. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf Gefahrenstellen im Straßenverkehr, Kennzeichnung von Radwegen, Plätzen zum Inliner fahren und vieles mehr. Den etwas älteren werden auch Kontaktdaten für Jugendberufshilfe, Jugend- und Drogenberatung, die Agentur für Arbeit, das Jugendamt sowie zahlreiche weitere Auskunftsstellen zugänglich gemacht – um nur einiges zu nennen.
Am Montag wurde die Veröffentlichung des Kinderstadtplans im Sitzungssaal des Lampertheimer Rathauses von den verantwortlichen Beteiligten offiziell bekanntgegeben. Hierzu eingeladen waren auch die Gewinner/-innen des Malwettbewerbs mit ihren Eltern, die Schulleiter /-innen der Grundschulen Lampertheims, sowie Dr. Peter Dell, Geschäftsführer des Beratungszentrums KOBRA in Landau (KOBRA: Beratungszentrum für kommunale Kinder-, Jugend- Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung). Erster Stadtrat Jens Klingler und Rolf Hecher, Fachbereichsleiter Kultur, Jugend, Bildung und Vereine der Stadt Lampertheim wohnten der Veranstaltung ebenso bei.
„Wir freuen uns, den ersten Lampertheimer Kinderstadtplan offiziell ins Leben setzen zu können – ein etwas anderer Stadtplan ist durch die Mithilfe zahlreicher Kinder entstanden“ - mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Störmer die Anwesenden und bedankte sich bei den Kindern für ihre Beteiligung und den Schulen für deren Unterstützung.
Störmer berichtete über die Entwicklung dieses Projektes, die bereits im Jahr 2012 ihren Anfang nahm. Damals beauftragte die Stadtverordnetenversammlung die Verwaltung, einen Kinder- und Jugendstadtplan zu erstellen. Unter Einbeziehung des Arbeitskreises ‚Jugend‘, dem je ein Vertreter der Lampertheimer Fraktionen angehört, wurde eine entsprechende Vorgehensweise erarbeitet. Herausragendes Merkmal war die Einbeziehung der ortsansässigen Kinder. Im darauffolgenden Jahr entschied man sich für die Zusammenarbeit mit dem KOBRA-Beratungszentrum, um einen Plan inhaltlich und gestalterisch zu erarbeiten. Als vorbereitende Maßnahme zur Einbeziehung der Kinder durch sogenannte Streifzüge wurden die Mitarbeiter der Stadtjugendpflege entsprechend geschult. Die anschließende Datenerhebung, die durch die Mithilfe der Kinder entstand, fand in mehreren Abschnitten und bei unterschiedlichen Aktionen statt – darunter Spielmobilaktionen und die Sommerferienspiele. Sowohl im Stadtkern, als auch in den Stadtteilen waren die über 250 teilnehmenden Kindern unterwegs. Als Experten erkundeten sie Treffpunkte, Kletterbäume, Drachenwiesen und vieles mehr.
Nach dem ersten Korrekturabzug des Plans in diesem Jahr erfolgte im April 2014 die Finalisierung und Drucklegung.
Parallel hierzu wurde von der Stadtjugendpflege ein Malwettbewerb gestartet, dessen Bilder zur Gestaltung der Rückseite des Plans dienen. Aus allen Einsendungen wurden von einer Jury insgesamt neun Bilder zur Illustration ausgewählt - alle Teilnehmer erhielten im Vorfeld Kinogutscheine für ihre Beteiligung.
Dr. Peter Dell betonte, dass die Beteiligung der Kinder das Wichtigste bei diesem Projekt darstellte – insgesamt wurden mit Unterstützung der Jugendberatungsstelle bereits circa 150 solcher Pläne süddeutschlandweit erstellt. Marius Schmidt vom Arbeitskreis Jugend bedankte sich besonders bei den Kindern als Vertreter der SPD im Namen der politischen Gremien für ihre tolle Leistung und lobte das hervorragende Ergebnis.
Manfred Scholz von der Stadtjugendpflege – begleitet von seiner Kollegin Susanne Camus – überreichte den Gewinnern des Malwettbewerbs zum Schluss noch ein Präsent: das Kunstwerk jedes einzelnen wurde gerahmt an die Schülerinnen und Schüler übergeben, um einen Ehrenplatz im Kinderzimmer zu finden - gleichzeitig erhielten alle Gewinner einen Spielegutschein. Die Gewinner/-innen des Malwettbewerbs „Mein Lampertheim“ sind: Aina Ahmad, Milena und Romina Pfannmüller, Aleyna Ipek, Amelie Dionysius, Hannah und Maria Mörstedt, Selina Hameed und Philipp Scholz.
Störmer teilte weiter mit, dass zunächst je 200 Exemplare an die jeweiligen Grundschulleiter /-innen übergeben werden und der Kinderstadtplan auch im Rathausservice kostenlos erhältlich ist – ebenso kann er an Neubürger-Familien verteilt werden, damit diese sich besser in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden. Während den verschiedenen Aktionen der Stadtjugendpflege werden ab sofort weitere Exemplare verteilt – auch die Schulanfänger sollen jährlich einen Plan erhalten. Eine Verteilung an öffentlichen Stellen ist ebenfalls in Kürze vorgesehen. Der Plan ist auch online abrufbar. „Der erste Lampertheimer Kinderstadtplan ist ein Signal für ein gut funktionierende Gemeinwesen“, fügte Störmer ergänzend hinzu.
Klar ist, dass der Kinderstadtplan in Zukunft immer wieder überarbeitet und aktualisiert werden muss – eine erste Überarbeitung ist für 2016/17 vorgesehen (bei Bedarf auch früher) – natürlich auch hier unter Einbeziehung der Experten: den Kindern. Sigrid Samson