Do., 13. Oktober 2016, 08:51 Uhr
Barrierefreiheit für Friedhof, Bahnhof, Bürgerhaus und Fußgängerampeln stehen ganz oben auf der Wunschliste
Erstes Bürgerforum zum Thema Bordsteinabsenkung

Mit Stiften markierten die Anwesenden die wichtigsten Punkte in Hofheim, an denen Barrierefreiheit dringend benötigt wird. Foto: Eva Wiegand
HOFHEIM -Je älter man wird, desto schwieriger wird es mit der Mobilität. Und wenn dann auch noch ein hoher Bordstein den Weg kreuzt, kann das zu einem nahezu unüberwindbaren Problem werden. Aber nicht nur Senioren sind auf gut begehbare Wege innerhalb ihrer Ortschaft angewiesen, auch für Menschen mit Gehbehinderung, Menschen mit Kinderwagen oder Rollator-Benutzer ist Barrierefreiheit ein Thema, welchem sich das erste Bürgerforum in Hofheim widmete. "Ziel ist es, die Themen politisch etwas anders vorzubereiten – auf breiter Basis mit den Bürgern", erklärte Ortsvorsteher Alexander Scholl. Am Ende der projektbezogenen, zeitlich begrenzten Foren soll in jedem Fall ein Ergebnis stehen, dessen Umsetzung weiter diskutiert wird. So waren alle interessierten Bürger am vergangenen Mittwochabend in das Foyer des Bürgerhauses eingeladen. Neben zahlreichen Vertretern des hiesigen Ortsbeirats, waren unter anderem auch einige Magistratsmitglieder, Mitglieder des Seniorenbeirats sowie der Bauamtsleiter der Stadt Lampertheim Raimund Rinder zum ersten der drei anberaumten Termine gekommen. Groß ausgebreitet auf zwei vorbereiteten Tischen war der Stadtplan von Hofheim, außerdem einige Stifte, damit die Anwesenden die ihrer Meinung nach wichtigsten und am stärksten frequentierten Punkte im Ort markieren konnten. "Uns muss klar sein: wir bekommen die Bordsteinabsenkungen nicht an jeder Ecke“, betonte Scholl und bat deshalb die Anwesenden, sich auf die wichtigsten Punkte, an denen viel Publikumsverkehr herrscht zu konzentrieren. Die Umsetzung des Konzepts, welches im Rahmen der beiden weiteren Termine, 2. und 16. November, konkretisiert werden soll, wird dann am 23. November bei der nächsten öffentlichen Ortsbeiratssitzung mit der Bitte um Prüfung durch die Stadt Lampertheim, vorgestellt. Außerdem müsse man Geduld mitbringen für eine schrittweise Umsetzung und die Haushaltslage im Blick behalten, denn eine beidseitige Bordsteinabsenkung kostet 2.500 bis 3.000 Euro. Als Zeitfenster für die Umsetzung nannte der Ortsvorsteher drei bis fünf Jahren. Die wichtigsten Punkte waren schnell gefunden: Am Friedhof, am Bürgerhaus, an Fußgängerampel, an Geschäften und Banken, bei Ärzte und Apotheken soll für Barrierefreiheit gesorgt werden. Eva Wiegand
Info: Weitere Termine des Bürgerforums zum Thema Bordsteinabsenkung finden am 2. und 16. November um 17 Uhr im Foyer des Bürgerhauses statt.