GELBES BAND: Früchte von gekennzeichneten Obstbäumen dürfen von Bürgern abgeerntet werden
Es darf geerntet werden!
Gelbe Bänder zieren die Obstbäume entlang der alten B47 Richtung Bürstadt. Hier dürfen die Früchte geerntet werden. Foto: Steffen Heumann
BÜRSTADT – Es darf geerntet werden- die Stadt Bürstadt beteiligt sich in diesem Jahr erneut an der Aktion „Gelbes Band“, die sich gegen die vermeidbare Vernichtung von Lebensmitteln richtet. Mehr als 100 in städtischen Eigentum befindliche Obstbäume (Äpfel, Birnen) sind mit gelben Bändern gekennzeichnet und können ab sofort abgeerntet werden. Durch diese Markierung werden Lesescheine, die in früheren Jahren noch nötig waren, überflüssig. Die Ernte kann ohne weitere Rückfragen vorgenommen werden. Voraussetzung ist allerdings die schonende Behandlung der Obstbäume. Äste dürfen nicht abgebrochen, die Bäume auch ansonsten nicht beschädigt werden. Ein Großteil der Bäume mit gelbem Band befindet sich entlang der alten B47, aber auch auf der Streuobstwiese „Bobstädter Eck“ nahe des Bobstädter Wäldchens.
Bewusster und wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln
Das „Gelbe Band“ wurde durch den Landkreis Esslingen initiiert, der mit dieser Aktion den „Zu gut für die Tonne! – Bundespreis in der Kategorie Landwirtschaft & Produktion“ gewann und damit viele weitere Städte und Gemeinden in ganz Deutschland inspirierte, sich der Aktion anzuschließen. Ziel der Ernteaktion ist es die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, denn jährlich landen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel in der Tonne – ein Großteil davon macht Obst und Gemüse aus. Die Ernteaktion lenkt den Blick auf regionales und saisonal verfügbares Obst. Durch das eigene Abernten und Auflesen des Obstes sollen die Verbraucher einen direkten Bezug zu diesen Lebensmitteln bekommen und werden für einen bewussteren, wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert. zg