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  • Mi., 11. September 2013, 17:19 Uhr
    CDU-Wahlkampf mit Zugpferd aus Berlin – Volker Kauder kam beim Publikum an

    „Es geht um wesentliche Weichenstellungen“

    Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, hatte seinem Publikum ein dickes Themenpaket mitgebracht, das er unterhaltsam und pointiert auspackte. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Welche Parteien werden die nächste Bundesregierung stellen? Volker Kauder, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht den  Wahlausgang für die derzeitige Regierungskoalition optimistisch. Für ihn ist die FDP nach wie vor der Wunschpartner. Damit liegt er ganz auf Linie mit der Bundeskanzlerin. Kauder, der als einer der engsten Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt, hielt am Montagabend bei seinem einstündigen Aufenthalt in Bürstadt während einer öffentlichen Wahlveranstaltung der CDU Bergstraße vor Vertretern der Lokalpolitik, CDU-Anhängern und interessierten Gästen im fast voll besetzten Festsaal des Historischen Rathauses eine engagierte Rede zu vielen derzeit aktuellen Themen der heißen Wahlkampfphase im Bund und in Hessen. Humorvoll wusste Kauder kleine Spitzen zum Koalitionspartner CSU und der FDP zu platzieren. Das Publikum quittierte diese Anmerkungen mit der erwarteten Heiterkeit. Angriffslustig nahm Kauder die „Sozis“ ins Visier, denen er wie die Kanzlerin Unzuverlässigkeit attestierte. Wirtschaft und Mittelstand, Religionsfreiheit in der Türkei, die Energiewende und sichere Energietransportwege von der Nordsee in den Süden Deutschlands standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Offensiv verteidigte Kauder die Agenda 2010 mit Hartz IV. „Wir haben der Agenda 2010 zugestimmt und wir haben gewusst, dass es der richtige Weg war, auch die Rente mit 67 ist richtig“.

    Stellung nahm er zu Europa als „Werte- und Schicksalsgemeinschaft“, einen Finanzausgleich wie unter den Bundesländern lehnt er jedoch als „bescheuert“ vehement ab. Beifall erhielt Kauder wie bei vielen anderen Aussagen für seine Position zu Syrien: „Deutschland wird sich an keiner militärischen Aktion beteiligen, wir werden nicht dabei sein“. Alexander Bauer, Mitglied des hessischen Landtages, der sich am 22. September zur Wiederwahl stellt, begrüßte den Besuch aus Berlin „in Hessen, dem wirtschaftsstärksten Flächenland nach Bayern und Baden-Württemberg“. „Wir gehen optimistisch in die Wahl“, stimmte auch Bauer die Zuhörer ein. Ein Berliner Lob erhielt der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister, der für die CDU wieder als Direktkandidat in den Bundestag einziehen will. „Sie können stolz auf einen solchen Abgeordneten sein“, meinte Kauder. Die Kanzlerin konsultiere Meister regelmäßig. In seiner Schlussrede sprach sich Meister für die bestehende Vielfalt des Schulwesens im Kreis Bergstraße aus und meinte zum Thema Arbeitsmarkt: „Unsere Ansage ist nicht – wir versorgen euch möglichst gut – wir wollen den Leuten den Weg aufzeigen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen“. Bei der Wahl gehe es um wesentliche Weichenstellungen, gab Meister den Zuhörern zu bedenken.

    Hannelore Nowacki

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