Erich-Kästner-Schule feierte Ehrungsabend für das Schuljahr 2015/16
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“
Zu Beginn des Ehrungsabends stellten sich die 200 zu ehrenden Schülerinnen und Schüler den Fotografen und stolzen fotografierenden Eltern. Foto: Hannelore NowackiBÜRSTADT – In der Erich-Kästner-Schule ist die Vielfalt zu Hause, Talente können sich entfalten. Zum Beispiel in der englischen und französischen Sprache, dafür stehen der Wettbewerb „The big challenge“ und die externe Diplomprüfung im Mainzer Institut Français. Oder in der „Talentschmiede“, die es seit einem Jahr gibt. In der Arbeitsgemeinschaft „Jugend forscht“ finden Schüler Lösungen für Probleme aus vielen Lebensbereichen und erreichten beim gleichnamigen Regionalwettbewerb erste Plätze. Besonderes leisten viele Schülerinnen und Schüler beispielsweise als Lernagenten, Streitschlichter, Schulsanitäter, Lesepaten oder Schulwegbegleiter. Engagierte Schülerinnen und Schüler setzen sich für sich selbst, ihre Mitschüler, die Schule, die Gemeinschaft, das Miteinander ein, sie erbringen herausragende Leistungen im Unterricht und darüber hinaus. Schulleiterin Stephanie Dekker würdigte dies in ihrer Begrüßungsrede zum Ehrungsabend der Erich-Kästner-Schule am Mittwoch im voll besetzten großen Saal des Bürgerhauses ebenso wie die herausragenden schulischen Leistungen der Kinder und Jugendlichen sowie das besondere Engagement über den regulären Unterricht hinaus. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ hatte Erich Kästner einst gesagt, dieses Zitat setzte Schulleiterin Dekker als zentralen Anker an den Beginn ihrer Rede. „Heute Abend werden wir ganz viel Gutes sehen und die Schülerinnen und Schüler ehren, die das tun, was Kästner sich so gewünscht hat: Sie tun Gutes“. In bester Stimmung spendete das Publikum über Stunden immer wieder Applaus - Anlass dazu gab es bei insgesamt 26 Programmpunkten reichlich. Drei Moderatoren führten souverän durch das Programm, wobei Helin Cakar (9Gc) und Mika Kilian (10Rc) diese Aufgabe zum ersten Mal übernommen hatten, während Tim Seitz (10Rb) schon zum zweiten Mal moderierte. Lehrkräfte stellten jede Gruppe mit ihren Themen und Leistungen im Einzelnen vor. Erstaunliches war zu hören, wie beim „Antolin“-Programm, das die Begeisterung für Literatur fördert.
Schulleiterin Stephanie Dekker (hier im Bild) und die Organisatorinnen des Ehrungsabends Julia Metz und Vera Ulrich sind stolz auf die Schülerinnen und Schüler. Foto: Hannelore Nowacki
Dass Kinder 32 oder sogar 41 Bücher in kurzer Zeit bearbeiten, überraschte. Zu Beginn versammelten sich alle 200 Schülerinnen und Schüler auf der Bühne, im weiteren Verlauf wurden sie zur Ehrung gruppenweise auf die Bühne gebeten. „Anerkennung ist der Lohn für Leistung“ hat schon Cicero gewusst, ein Zitat, das Vera Ulrich und Julia Metz, die beiden Organisatorinnen des Ehrungsabends, notiert hatten. Die Begeisterung von Eltern, Lehrkräften und Schülern der Erich-Kästner-Schule galt den etwa 200 Kindern und Jugendlichen aller drei Schulzweige und Jahrgangsstufen, die mit Urkunden ausgezeichnet wurden und mit Gutscheinen für diverse Vergnügungen wie Eisessen beschenkt wurden. Die Ehrungen wechselten mit Showeinlagen ab, die ebenso mit viel Applaus belohnt wurden. Eine Formation der TG Bobstadt unter der Leitung von Trainerin Lisa Ritzert eröffnete den Abend mit einer „Tanzperformance“. Den musikalischen Teil übernahmen Moritz Getrost am Klavier sowie Judith Hinrichs und Hannah Molitor im Querflöten-Duett. Eine gelungene Überraschung bot die Tanzgruppe mit Zylinder im eleganten Synchronschritt zum Klavierspiel von Moritz Getrost, Vera Ulrich und Julia Metz die mit den beiden Moderatoren Tim Seitz und Mika Kilian tanzten, erhielten tosenden Applaus. Niemand musste sich alleine freuen, gemeinsam mit nahezu 500 Gästen wurde der Ehrungsabend für das Schuljahr 2015/16 zum kollektiven Erlebnis. In ihrem Schlusswort zur Verabschiedung dankte Schulleiterin Dekker allen, die am Erfolg der Schüler mitwirken, Eltern, Freunde, Verwandte, den Lehrkräften und allen, die am Schulleben beteiligt sind. „Auch Sie, liebe Eltern, haben einen donnernden Applaus dafür verdient“. Die Organisatorinnen hatten etwa sechs Wochen auf diesen 9. Ehrungsabend hingearbeitet, die Moderationstexte mussten geschrieben werden und schließlich wurde an zwei Tagen geprobt. Diesmal erreichte die Erich-Kästner-Schule mit 200 zu ehrenden Schülern eine Rekordzahl gegenüber 160 ein Jahr zuvor. Mehrere Arbeitsgemeinschaften seien neu hinzugekommen, erklärte Vera Ulrich im Gespräch, darunter die „Netzhelden“, „Umwelt-AG“ und „Jugend präsentiert“. Der Ehrungsabend und die Geschenke wurden aus Mitteln des Fördervereins finanziert, der die Schule mit insgesamt rund 900 Schülern in vielen weiteren Bereichen unterstützt. Hannelore Nowacki