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  • Mi., 19. Februar 2020, 09:11 Uhr
    Neujahrsempfang der Nibelungenstraßen-Nachbarn ermöglicht 900-Euro-Spende an Kinderkrippe

    „Es kommen immer mehr Leute“

    Angesichts der Spendenübergabe durch die Nibelungenstraßen-Nachbarn herrschte in der Kinderkrippe Entdeckernest große Freude. Foto: Petra Gahabka


    BÜRSTADT – Gemeinsam feiern und Gutes tun. Seit 2000 treffen sich Anwohner der Nibelungenstraße am 1. Januar, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Die Spendenbox darf dabei nicht fehlen, das Geld kommt einer sozialen Einrichtung vor Ort zugute. Dieses Mal waren sagenhafte 900 Euro gesammelt worden, und die Freude beim Empfänger, der Kinderkrippe Entdeckernest, entsprechend groß. 

    Aus dem anfänglichen Neujahrsempfang der Nachbarn vor der Bäckerei Gebhardt hat sich ein Event entwickelt, zu dem neben Freunden und Bekannten auch zahlreiche Bürstädter kommen. Bürgermeisterin Bärbel Schader und ihr Ehemann gehören ebenfalls dazu. „Wir lassen es uns nicht nehmen, bei euch vorbeizukommen, um diesen besonderen Jahresbeginn zu zelebrieren“, erzählte sie am Dienstagmittag. Es sei ein liebevolles Begrüßen mit der Spendenbox in der Hand, da könne man nicht nein sagen. „Warum? Weil ihr immer soziale Belange unserer Stadt unterstützt.“ Die Aktion in der Nibelungenstraße komme beispielsweise Altenheimen oder Kinderbetreuungseinrichtungen zugute. Das ist Ehrenamt, gelebte Gemeinschaft, Verantwortung tragen, bürgerliches Engagement, wie es der Rathauschefin gefällt. „Diesen Geist gilt es zu bewahren und deshalb kann ich an dieser Stelle nur Danke sagen, weil ihr genau das lebt und als Vorbild dieses Zeichen setzt.“ Die Initiatoren des Events seien ebenso ein Schatz für Bürstadt wie das Entdeckernest, wo ein engagiertes Team für die Weiterentwicklung der Frühförderung kostbare Arbeit leiste. „Ohne die gelebte, liebevolle Fürsorge für unsere Kinder, ist das nicht möglich. Das ist Nachwuchsarbeit par excellence.“ 

    Den Menschen gefällt es in gemütlicher Runde das neue Jahr zu begrüßen, bei Speis und Trank ein Schwätzchen zu halten und zudem noch eine gute Tat zu vollbringen. „Es kommen immer mehr Leute“, erzählte Karin Glanzner freudig, sie gehört zu den sieben Familien, die das Treffen alljährlich organisieren. Ihr Dank galt den Spendern sowie der Stadt, die kostenlos Absperrungen und Mülltonnen zur Verfügung stelle. Man habe sich vorgenommen, noch lange weitermachen. Denn zum einen diene die Aktion dem guten Zweck und zum anderen stärke sie die Beziehung zu den Nachbarn, auf die man sich stets verlassen könne. Dass die Gemeinschaft der Nibelungenstraßen-Anwohnern über den 1. Januar hinaus geht, freut Glanzner besonders. Man treffe sich jeden Mittwoch, im Sommer werde Rad gefahren, „manchmal sind wir zehn bis 15 Leute“, im Winter ginge es in eine Gaststätte. „Wir sind eine Stadt mit Herz, weil es Menschen wie Sie gibt“, stellte Bärbel Schader abschließend fest. Die 900 Euro seien im Entdeckernest gut angelegt, mit dem Geld könnten besondere Anschaffungen nun schon etwas früher getätigt werden. Sarah Albrecht, stellvertretende Krippenleiterin, strahlte über das ganze Gesicht als sie die Wunschliste vorlas, unter anderem ein neuer Bollerwagen für den Garten, CD-Player für die Gruppen, ein Circle Bike mit vier Sitzen. Bücher, Puppenkleidung. Als Dankeschön überreichte sie an die Spender ein großes Herz, das die Kinder gebastelt hatten. Petra Gahabka

     

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