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  • Di., 01. Januar 2019, 22:42 Uhr
    Hohe Spendenbeteiligung beim letzten Blutspendetermin 2018 des DRK Lampertheim

    Es tut nicht weh und hilft

    Am vorletzten Tag des alten Jahres kamen zahlreiche Lampertheimer, um mit ihrer Blutspender leben zu retten. Foto: Franziska Hartmann


    LAMPERTHEIM – Für eine letzte gute Tat im Jahr, kamen am Sonntag 185 Menschen zum DRK Lampertheim. Der letzte Blutspendetermin im alten Jahr war für diese Menschen ein Muss und so konnte der DRK am Ende des Tages ganze 92,5 Liter gespendetes Blut verzeichnen. 

    Bereits 15 Minuten vor Terminbeginn warteten etwa zehn Spender darauf, ihr Blut für einen guten Zweck zu spenden und um kurz nach 12 Uhr reichte die Schlange der Spendenwilligen schon von der Anmeldung bis in den Imbissbereich hinein. Bis etwa 14 Uhr blieb dies so, danach verlief der Spendentag eher ruhig aber konstant. Um 16 Uhr endete die erfolgreiche Aktion.

    Lampertheim sei glücklicherweise ein Termin mit hoher Spendebeteiligung, freut sich Christian Schmidt, Bereitschaftsleiter beim DRK Lampertheim. „Wir freuen uns immer wieder über jeden einzelnen Spender, so Christian Schmidt. Eine bunte Mischung kommt da jedes Jahr zusammen. Jede Altersgruppe sei vertreten.

    In diesem Jahr freue man sich besonders über 24 Erstspender. Da leider immer mehr Mehrfachspender nicht mehr spenden können oder dürfen, ist es ganz besonders hervorzuheben, dass diese 24 jungen Menschen den Mut fanden, zu Ihrer ersten Blutspende zu gehen. 

    Ehrensache, findet Deborah Merl, die mit 18 Jahren, als Erstspenderin beim ersten Andrang mit dabei war. Ihre Oma sei immer zum Blutspenden gegangen, wo sie oft dabei gewesen sei. Nun darf sie selbst und sieht dies als Selbstverständlichkeit: „Es tut mir nicht weh und ich kann dadurch anderen helfen“, erklärt die junge Frau. Sie kenne zwar auch einige in Ihrem Alter, die ebenfalls zur Blutspende gingen, manche aber haben wohl einfach zu großen Respekt davor oder Angst. Man solle es aber zumindest einmal ausprobieren, rät Deborah Merl: „Wenn man jung anfängt, kann man viel öfter spenden und somit viel mehr Menschen helfen“. 

    Bei etwa fünf bis sechs Liter Blut, die im Körper eines circa 70 Kilogramm schweren Menschen, zirkulieren, sind die 500 Milliliter, die gespendet werden auch gut zu verkraften. Aber natürlich möchte man beim DRK auch Sorge dafür tragen, dass es allen Spendern, sowohl vor der Spende, als auch danach gut geht. Deshalb sollte jeder Spender darauf achten, bereits vor der Spende ca. 1 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Vorort bekommt dann jeder vorab noch einen Becher warmen Tee, erklärt Elke Höpfl, die bereits seit 50 Jahren, beim DRK Lampertheim dabei ist und schon  viele Blutspenden mitgemacht hat. Durch die Flüssigkeitsaufnahme, die Wärme und das Koffein, laufe das Blut besser und die Spende sei besser verträglich. „Es kommt aber schon mal vor, dass jemand kollabiert“, so Elke Höpfl, „aber im Sommer haben die Leute mehr Probleme, weil sie zu wenig trinken und dann noch die Hitze dazu kommt.“ Um dem Vorzubeugen, gibt es neben Tee auch Kaffee, sowie Wasser und Cola. Und auch einen kleinen Imbiss, hat das Team des DRK Lampertheim als kleines Dankeschön für seine Gäste bereitgestellt. Neben Bock- und Rindswürsten, konnten sich die Spender Currywurst, Hamburger und Cheeseburger schmecken lassen. Dazu gab es Pommes frites. Insgesamt waren 26 Helferinnen und Helfer, vom DRK Lampertheim, dem Jugendrotkreuz Lampertheim und des Lion Clubs präsent um die Spender rundum zu versorgen.

    Von den 185 Spendenwilligen, konnten, nach dem üblichen Gesundheits-Check-Up durch die anwesenden Ärzte des Blutspendedienstes, sowie Laboruntersuchungen, 158 Personen zur Spende zugelassen werden. Ein großer Dank geht natürlich auch an die 27 Personen die zurückgewiesen werden mussten aber im Vordergrund steht natürlich, trotz der immer benötigten Blutspenden, die Gesundheit und Sicherheit der Spender.  Spenden darf jeder ab 18 Jahren bis zur Vollendung des 69. Lebensjahres. Mit ärztlichem Attest ist eine Spende sogar bis zum vollendeten 71. Lebensjahr erlaubt. Unterlagen, die der Hausarzt dazu für den Blutspendedienst ausfüllen muss erhält man bei der örtlichen Blutspende.

    Und vorteilhaft ist eine Blutspende, nicht nur für die Menschen, die eine Blutspende benötigen, sondern auch für die Spender selbst. Denn das gespendete Blut wird kostenlos untersucht! Festgestellt wird, die Blutgruppe und der Rhesusfaktor. Es

    wird ein HIV (AIDS)-, Hepatitis B und C (Gelbsucht)-, sowie Syphilis Test durchgeführt. Auch der Leberwert wird bestimmt. Werden Erreger im Blut nachgewiesen, wird der Spender umgehend und kostenfrei informiert. Natürlich sind die Spender im Besten Fall aber alle gesund.  

    Roland Stumpf erhielt für seine 100. Blutspende die goldene Ehrennadel mit Goldkranz. Foto Franziska Hartmann


    Gesundes Blut, wird rasch zur Weiterverarbeitung gegeben. In Zentrifugen wird es mit 3500 Umdrehungen pro Minute in die einzelnen Bestandteile – das Blutplasma, die Blutplättchen, sowie die roten und die weißen Blutkörperchen – aufgespalten. Diese werden dann wiederum in einzelne Beutel abgefüllt und anschließend tiefgefroren. Nach einigen Monaten können sie dann an die Krankenhäuser verteilt werden. Diese umfangreiche Aufbereitung der Blutspenden stellt sicher, dass jeder Patient genau die Komponente bekommt, die er benötigt. So kann mit einer einzigen Blutspende bis zu drei Patienten geholfen werden. 

    Dies sollte für jeden, der noch überlegt ein Ansporn sein. Immerhin, könnte man selbst einmal in eine Situation kommen, in der man eine Blutspende benötigt. So sehen das auch Andrea Schmitz und Dieter Hörkling, die beide regelmäßig zur Spende kommen. „Blutkonserven werden immer gebraucht,“ so Andrea Schmitz und Dieter Hörkling erklärt: „Es ist etwas, dass mir nicht weh tut und anderen hilft.“

    Folgende Ehrungen für mehrmaliges Spenden wurden durchgeführt: 10 x Spenden (Goldene Ehrennadel) Bernd Wegerle, Bernd Kilian und Katja Wennemede. 25 x Spenden (Gold mit Goldkranz) Kenny Deubel und Ulrike Kern. Und zu seiner 100. Spende kam Roland Stumpf und erhielt dafür, neben großem Dank und Respekt, die goldene Ehrennadel mit Goldkranz. Franziska Hartmann

     

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