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  • Mo., 06. August 2018, 14:25 Uhr
    50 Jahre Egerländer Gmoi in Hofheim – Feier mit vielen Vereinen

    „Es war ein schöner Tag“

    Die aktiven Vereinsmitglieder der Egerländer Gmoi in ihren Trachten – auch bei sommerlicher Hitze. Foto: Hannelore Nowacki

    HOFHEIM – Die 50-Jahrfeier der Egerländer Gmoi Hofheim/Ried wurde am Sonntag im Saal des Bürgerhauses groß gefeiert – gemeinsam mit Mitgliedern, Gästen aus nah und fern sowie einer stattlichen Zahl Hofheimer Vereine, die Vertreter entsandt hatten und teilweise am vierstündigen Programm mitwirkten wie der Evangelische Posaunenchor, das Sängerquartett Liederkranz und der Evangelische Kirchenchor, beide Chöre dirigiert von Manfred Boxheimer, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim/Bürstadt unter der Leitung von Stefanie Bär, die Tanzgruppe Step Motion vom TV Hofheim, die HCV-Garde mit einem Showtanz und die Voltigiergruppe des Reit- und Fahrvereins Lampertheim, die den Zuschauern ihre „Kür der Elfen“ präsentierten, eine Show am hohen hölzernen Übungspferd, ebenso atemberaubend in ihrer Fülle artistischer Figuren wie in ihrer zauberhaften Eleganz. Gmoi-Vorsitzende Rita Sittauer, seit vier Monaten im Amt als „Vüarstäharin“, wie es original egerländisch heißt, gab in ihrer Festrede einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte seit dem Gründungsjahr 1968. Bei der Gründung zählte der Verein vierzehn Mitglieder, Männer und Frauen, und wuchs noch im selben Jahr auf 74 Mitglieder, Vertriebene und einheimische Bürger - 55 Mitglieder sind es heute. Anwesend war der 83-jährige Joseph Sittauer, der nach 18 Jahren Gmoi-Vüarstähar zum Gmoi-Ehrenvüarstähar wurde. Für 50 Jahre Mitgliedschaft überreichte Rita Sittauer dem aus München angereisten Gründungsmitglied Helmut Hahl die Ehrenurkunde.
    Von den vielen Brauchtumsfesten und Kulturveranstaltungen ist nur noch das Maibaumfest am Vatertag geblieben, aber ohne Aufstellen eines Maibaums. Geschrumpft sei die Zahl der Aktiven auf aktuell 14 Mitglieder, zu wenig, um alles stemmen zu können. Auch der Egerland-Chor blickt auf 50 Jahre mit wechselnden Chorleitern zurück, Manfred Boxheimer war bis 2012 Chorleiter, seitdem dirigiert Wolfgang Raab den Chor, zurzeit ein Dutzend, sechs Sänger und sechs Sängerinnen. Die Damen haben wegen Männermangels aus dem ursprünglichen Männerchor einen gemischten Chor gemacht. Nachdem der evangelische Posaunenchor die Begrüßung und die Festrede umrahmt hatte, präsentierte der Egerland-Chor drei Mundartlieder, dem Lied „Man Egahland“ folgte „A Kirchl am Bergla“, dann „Da Bauernboub“. Zum Abschluss der Feier waren die Lieder melancholisch: „Abendfrieden“ und „Abschied“. Unter den Ehrengästen waren der Stadtverordnete Bernhard Hossner als Vertreter der Stadt Lampertheim, der katholische Pfarrer Adam Malczyk, die ehemalige Ortsvorsteherin Rita Rose und Ortsvorsteher Alexander Scholl, der in seinem Grußwort betonte, dass es der Egerländer Gmoi in 50 Jahren gelungen sei, das Vereinsleben in Hofheim mitzuprägen. 1996 wurde die Tanzgruppe gegründet, die zurzeit nur noch vier Tanzpaare zählt und Tänze nach Egerländer Art in den schönen Egerländer Trachten einstudiert.
    Die „Kür der Elfen“ begeisterte die Zuschauer am Schluss der Feier – nach weiteren Vorführungen und Musik- und Chordarbietungen. Foto: Hannelore Nowacki

    Bei der Jubiläumsfeier führten die Paare einen Tanz zur Musik des Radetzky-Marschs und den „Böhmischen Traum“ auf. Vor acht Jahren hat Rita Sittauer die Leitung übernommen, unterstützt von Angelika Müller. Nach Originalschnittmustern haben Sabine Biebesheimer und Birgit Striegel die Kleider selbst genäht. Die weißen, gestrickten Strümpfe mit kunstvollem Lochmuster tragen alle Aktiven, auch bei sommerlicher Hitze wie am Sonntag. Für das leibliche Wohl war mit Kartoffelsalat, Würstchen oder Fleischkäse gesorgt, außerdem gab es Kaffee und Kuchen. Einige Gäste vermissten die berühmten Egerländer Knödel mit Schweinsbraten, doch diese Spezialität konnte wegen Personalmangels nicht serviert werden. Viele Freunde und Verwandte unterstützten die Vereinsmitglieder bei der Ausrichtung der Jubelfeier. Hannelore Nowacki
    Mit fröhlichen und melancholischen Liedern stellte sich der Egerländer Chor vor. Foto: Hannelore Nowacki



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