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Mi., 06. November 2019, 09:20 Uhr
Förderbescheid für Schmutzschleuse, Ruheraum und mehr Platz für Personal
Evangelische Kindertagesstätte erhält 100.000 Euro aus Bundesmitteln
Bei der Übergabe des Förderbescheids waren dabei (von links): Sabrina Wiegand-Schläfer vom Kreisjugendamt, Marlies Weigold vom Kirchenvorstand, Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Erster Beigeordneter Georg Menger, Bürgermeister Rainer Bersch und Kita-Leiterin Birgit Gerats. Foto: Hannelore Nowacki
GROSS-ROHRHEIM – Eine große Runde hatte sich am Dienstagvormittag in der evangelischen Kindertagesstätte in der Jahnstraße bereits im engen Mitarbeiterraum zusammengefunden, als die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz mit einem großen Umschlag, darin der Förderbescheid über 100.000 Euro, und dem flauschigen Nibelungenlanddrachen Nila eintraf. Die Geldsumme machte die Erwachsenen glücklich, die Kinder werden an der niedlichen Nila Freude haben. Wie Kita-Leiterin Birgit Gerats der Presse auf Nachfragemitteilte, haben die Kinder für Nila schon einen Platz auf dem blauen Sofa vorgesehen.Wenn 70 Kinder draußen gespielt haben, haben sie eine Menge Sand an den Schuhen, eine Fußmatte wie bisher vorhanden, hilft nicht viel – der Fußboden leidet und schön ist es auch nicht. Das wird sich bald ändern, denn mit der Fördersumme von 100.000 Euro aus Bundesmitteln auf dem Konto, können die Bauarbeiten in den Osterferien beginnen. Dann wird im Anbau auch ein Ruheraum entstehen, wie es heute zum Standard einer Kindertagesstätte gehört. In dieser „funktionalen Ergänzung“, wie es im Förder-Fachjargon heißt, gehört noch ein größerer Personalraum. Zur Bestandssicherung der Kita mit vier Gruppen für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren sei die Erweiterung nötig, erklärte Stolz. Insgesamt sei Groß-Rohrheim in diesem Jahr mit nahezu einer halben Million Euro bedacht worden, im Februar hatte die kommunale Kita fast 400.000 Euro erhalten. Diese Förderung für die evangelische Kitabeziehe sich auf zwei Kindergruppen mit je 50.000 Euro, unabhängig von der übrigen Bausumme. Die bunte Trägerlandschaft im Landkreis mit kommunalen, kirchlichen und anderen Trägern sei für die Eltern eine schöne Wahlfreiheit, meinte Stolz. Sabrina Wiegand-Schläfer, beim Jugendamt des Kreises Bergstraße für die Bauförderung zuständig, hat derKita-Leitung in den letzten Monaten vor Ort beratend zur Seite gestanden. Bürgermeister Rainer Bersch lobte das Bundesprogramm, das flexibel und einfach zu händeln sei, ein Vorteil gegenüber anderen Förderprogrammen. Pfarrer Martin Müller wies darauf hin, dass zum Anteil der Kommune noch kirchliche Mittel für die Erweiterung eingesetzt werden, jeweils zur Hälfte, wie der Bürgermeister ergänzte. Zwischen kirchlicher und kommunaler Gemeinde gebe es einen Betriebsvertrag. Kita-Leiterin Gerats bedankte sich im Namen des gesamten Teams. Nachdem vor neun Jahren ein Wickelbereich aus Fördermitteln gebaut worden sei, seien nun alle Gruppen gefördert. Hannelore Nowacki