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Mi., 15. April 2015, 13:31 Uhr
Veranstaltung feiert am 28. Juni 20. Jubiläum / Vorstellung des „Strömungsretters“ durch die DLRG Lampertheim
EWR-Triathlon steht vor der Tür
Die Vorstandsmitglieder der DLRG Lampertheim - Helmut Wetzel (2.v.l.), und Susanne Hanselmann (r.) - freuen sich über das erneute Sponsoring des Lampertheimer Triathlons durch das EWR – Stephan Wilhelm (2.v.r.) und Christina Gander (Mitte) vom EWR sagten die Unterstützung für 2016 ebenfalls jetzt schon zu. Michael Langer (l.) gab interessante Informationen zum Einsatz von „Strömungsrettern“ im Rahmen des Pressegesprächs. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM - Im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangenen Dienstag bedankte sich Helmut Wetzel, Zweiter Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Lampertheim e.V., bereits im Vorfeld für die erneute Unterstützung des diesjährigen Triathlon durch das EWR. „Dies hat sich seit der Durchführung des 2. Lampertheimer Triathlons in den Folgejahren durchgehend etabliert“, teilte Wetzel erfreut mit und erwähnte in diesem Zusammenhang auch die dadurch entstandene Namensgebung des sportlichen Events. „Diese Unterstützung empfinden wir nicht als selbstverständlich“, fügte Wetzel hinzu, gemeinsam mit Susanne Hanselmann, Erste Vorsitzende des Vereins, und ergänzte, dass die eingenommenen Gelder solcher Veranstaltungen dem Verein ermögliche, weitere erforderliche Investitionen in den Fahrzeugpark und Gerätschaften zu tätigen.
Stephan Wilhelm, Leiter Konzern- und Strategieentwicklung des EWR, sagte den DLRG-Vertretern die Unterstützung für das Jahr 2016 bereits jetzt schon zu. „Es ist ein gutes Sponsoring für einen Verein, der hilft, Leben zu retten“, merkte er an und freut sich gemeinsam mit Christina Gander, zuständig für Spenden und Sponsoring beim EWR, auf den 20. EWR-Triathlon am 28. Juni. Wilhelm betonte, dass es eine ehrenwerte Aufgabe sei, die Menschenrettung zu unterstützen, und lobte dabei das Engagement der weit über 100 ehrenamtlichen Helfer, die auch in diesem Jahr im Einsatz sein werden, um die Veranstaltung durchzuführen. Wilhelm übernimmt auch in 2015 wieder den Startschuss sowie die Durchführung der Siegerehrung.
Da sich die organisatorischen Änderungen im Ablauf der Veranstaltung im vergangenen Jahr bewährt haben, wird dieses Prozedere beibehalten und lediglich gemäß den Erfahrungen aus den beiden Vorjahren optimiert. Das Schwimmerbecken wird nicht mehr genutzt, sondern lediglich der Badesee. Die Schüler und Jugendlichen starten um 9.15 Uhr - der Sprintstart erfolgt gegen 10.15 Uhr - der Start beim Schwimmen findet erneut auf der Rückseite des Sees statt. Wetzel betonte, dass die Sicherheit während der gesamten Veranstaltung absoluten Vorrang habe.
Um aufzuzeigen, wo die eingehenden Mittel einfließen, gab Michael Langer von der DLRG im Rahmen des Pressegesprächs in den Räumlichkeiten des DLRG einen kleinen Einblick in den Einsatz von 'Strömungsrettern'. Der Verein verfügt derzeit über sieben ausgebildete Strömungsretter – ein weiteres Mitglied befindet sich momentan noch in der Ausbildung. Das Konzept wurde geboren, als man bei der Hochwassersituation im Jahr 2002 feststellte, dass die DLRG Lampertheim für Einsätze in Fließwasser gut ausgerüstet ist, jedoch nicht für Einsätze in strömendem Gewässer. Die Strömungsrettung wird grundsätzlich in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht abgewickelt. Die speziellen sicherheitsrelevanten Mittel sind in der Anschaffung recht teuer, da neben Spezialanzügen auch spezielle Helme mit Schutzbrillenfunktion und Leuchtstreifen benötigt werden, sowie Seile mit dazugehörigen Karabinern, die verwendet werden, um gegebenenfalls ein Rettungsboot anzuhängen. Die Evakuierung von Personen kann dadurch sichergestellt werden. Weiterhin gehört ein Messer zum eventuellen Durchtrennen von Seilen in Gefahrensituationen und eine Lampe zur Ausstattung.
Wenn eine vermisste Person in strömendem Gewässer untergegangen ist, kommen Strömungsretter zum Einsatz für die Ufersuche – begleitet von entsprechenden Bootstrupps.
Die Ausbildung zum Strömungsretter erfolgt über den Landesverband in Mainz und kann je nach Vorkenntnissen von einigen Monaten bis hin zu zwei Jahren dauern. An flacheren Flüssen mit entsprechender Strömung, wie beispielsweise an der Lahn, werden die Übungen durchgeführt - im Gegensatz zum Rettungsschwimmer ist ein Vortasten in strömendem Gewässer möglich. Das Bestehen einer speziellen Fitnessprüfung wird bei der Ausbildung zum Strömungsretter ebenfalls vorausgesetzt. An Karfreitag gab es einen Einsatz von 2 Spezialkräften zur Suche nach einer vermissten Person in der Weschnitz.
Vor wenigen Wochen wurde der DLRG Lampertheim vom Land Hessen ein neues Rettungsboot für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt - speziell für reißende Strömungen und zusätzlich zu dem bereits vorhanden älteren Rettungsboot.
Die Einsätze der Strömungsretter sind im gesamten Kreis Bergstraße vorgesehen. Seit dem vergangenen Jahr verfügt die DLRG Lampertheim auch über die ersten Wasserrettungshunde in ganz Hessen.
Alle Verantwortlichen des bevorstehenden 20. EWR-Triathlons freuen sich auch in diesem Jahr wieder auf zahlreiche Teilnehmer und ein gutes Gelingen. Nähere Informationen zum Veranstaltungsablauf werden in Kürze bekanntgegeben und sind zu erfahren unter www.triathlon-lampertheim.de. Die Online-Anmeldung ist bereits freigeschaltet. Sigrid Samson