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Do., 19. Februar 2015, 11:20 Uhr
Politischer Aschermittwoch mit Gastredner Justizstaatssekretär Thomas Metz
„Fastnachtsabschlussfest“ der CDU im Vereinsheim der Eintracht
Der CDU-Parteivorsitzende und Landtagsabgeordnete Alexander Bauer eröffnete den politischen Aschermittwoch im Vereinsheim der Eintracht mit gereimten Worten und übergab dann das Wort an Gastredner Justizstaatssekretär Thomas Metz. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Wie immer zum Ausklang der Fastnacht lädt die CDU Bürstadt zum politischen Aschermittwoch in das Vereinsheim der Eintracht zu Hering und Pellkartoffeln. Doch bevor das Büffet eröffnet wurde, begrüßte der Parteivorsitzende der CDU und Landtagsabgeordnete Alexander Bauer die Gäste, die diesmal krankheitsbedingt ohne Bürgermeisterin Barbara Schader sowie den ersten Stadtrat Walter Wiedemann ihr „Fastnachtsabschlussfest“ feiern mussten. Und was wäre ein politischer Aschermittwoch ohne einige kritische Bemerkungen zum Geschehen vor Ort? Deshalb gab es selbstverständlich ein paar gereimte Worte von Bauer, der zuerst mit den Bürstädter Genossen abrechnete: „Ich konn dozu eigentlich gar nix nenne, die mache jo nix, also konn ich a net schenne“. Im Kreis seien sie allerdings ehrlich und stünden hinter dem Landratskandidat Gerald Kummer. Dazu meinte Bauer: „Unser Motto ist klar, dass gilt heute und morgen: Wir wollen eine Politik ohne Kummer und Sorgen“. Die Grünen wiederum seien auch nicht viel besser: „Herr Metzner schreibt Briefe und Resolutione, die sich zur Problembehebung schun mol gar net tun lohne!“. Sein Fazit: „Was passiert in unserer Stadt, passiert weil es die CDU beschlossen hat!“. Dann übergab er das Wort an Gastredner Thomas Metz, Staatssekretär im Justizministerium, der mit den anwesenden CDU-Mitgliedern einen Blick auf die aktuelle Agenda der Politik warf, die sich in den letzten Jahren im Wandel befunden habe. Sei diese vor vier Jahren noch überwiegend vom Finanzsystem Euro und dessen wirtschaftlichem Tragen geprägt gewesen, habe sich bis heute ein Wandel vollzogen. Die heutige politische Agenda sei derzeit unter anderem geprägt von den Vorgängen in Griechenland und der Ukraine. „In der Ukraine geht es um Frieden, Demokratie und Freiheit. Diese grundlegenden Dinge müssen wir stärker beschützen als in den Jahren zuvor“, betonte Metz. Niemand in der BRD müsse Angst haben seiner Freiheit oder der Demokratie beraubt zu werden, das sei allerdings, mit Blick auf die Welt, eher die Ausnahme. Das Selbstbewusstsein, zu wissen, wer man ist und wofür man steht, sei Voraussetzung, um tolerant sein zu können. So müsse man vielleicht nicht einer Meinung sein, aber könne dennoch die Meinung anderer akzeptieren und für Meinungsfreiheit eintreten, so Metz. Zum Ende richtete er einen Appell an die Gesellschaft, sich gemeinsam gegen Extremismus zu wehren: „Diesen Kampf können nur die Bürgerinnen und Bürger durch ihr Tun, Handeln und Reden gewinnen, dann hat der Extremismus keine Chance“. Eva Wiegand