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  • Di., 12. Juli 2016, 08:27 Uhr
    Lichterfest im Stadtpark – Besuchermagnet in tropischer Sommernacht

    Faszinierende Magie der Klangfarben und Lichtspiele

    in traumhafter Sommerabend erwartete die Lichterfestbesucher – mit der Magie des Lichts, Musik und Unterhaltung. Foto: Hannelore Nowacki

    in traumhafter Sommerabend erwartete die Lichterfestbesucher – mit der Magie des Lichts, Musik und Unterhaltung. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Blätter schienen im Licht der Abendsonne auf dem Bühnenzelt zu tanzen, das Parkfest der Musikschule, das nachmittags in sommerlicher Hitze begonnen hatte, machte Platz für das Lichterfest. Auf der Bühne stand die Band „Second Chance“, die dem Publikum mächtig rockig einheizte, aber auch die ruhigeren Töne beherrschte. Ob deutsche oder englischsprachige Hits – die Band der reiferen Herren kam gut an. Auf dem Rücken tragen sie ihr Motto „Egal wie’s klingt, wir haben Spaß und machen weiter“ – ein Understatement, was den Klang angeht. Spaß wird groß geschrieben, daran ließ die Band keinen Zweifel. „Wir sind wirklich Musikschüler“, rief Rolf Hecher in die Menge. Das musste mal gesagt werden. Als Musikschulleiter Joachim Sum die Zuschauer fragte „wollt ihr noch eins hören“ – war die Antwort klar. Nach Jumpin‘ Jack Flash und dann noch Honky Tonk Woman von den Stones war die Zeit der offiziellen Eröffnung des Lichterfestes gekommen. Dr. Nikolaus Selzer, Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule, hatte zur Begrüßung Bürgermeister Gottfried Störmer an seiner Seite, der auch wieder Schirmherr des Lichterfestes war – mit eindrucksvoller Bilanz seit drei Jahren. Es habe seitdem nicht mehr geregnet, lobte Selzer den Schirmherren. Selzer dankte dem städtischen Bauhof für die Unterstützung sowie den drei  Hauptsponsoren und mittelständischen Sponsoren, die das Lichterfest ohne Eintritt ermöglichen. Die Leuchtbändchen für die Lichterfestbesucher gab es diesmal gratis, da Energieried erstmals die Kosten übernommen hatte. Jeder Besucher konnte so Teil der Illumination werden. Mit dem Klassiker und Jahrhunderthit „Stairway to Heaven“ und jubelndem Applaus war das Lichterfest eröffnet. Die Coverband „Fairy Lights“, eine Band aus Lehrern und Schülern der Musikschule, begleitete die Festbesucher durch den Abend. In wechselnder Gesangsbesetzung begeisterte die Band das Publikum. Auch wer nicht in Bühnennähe zuhörte, musste auf den Musikgenuss nicht verzichten.

    Im Dunkeln blühte die Schönheit der Farben auf – eine sommerliche Einladung für alle Sinne mit großem Musikangebot. Foto: Hannelore Nowacki


    Am späteren Abend bis zum Ausklang um Mitternacht schlugen Elena Haag am Akkordeon und Ju-Hee Oh am Piano  die leiseren Töne an - auf kleiner Bühne mitten im Publikum. Beim Lichterfest machte zunächst auch die Sonne strahlkräftig mit, bis in der blauen Stunde der Dämmerung die zunehmende Mondsichel und Jupiter als Leuchtpunkt am Abendhimmel erschienen. Aber nicht die himmlischen Leuchtkörper spielten die Hauptrolle am Samstagabend – es ging um die Magie des Lichts und der Musik, ein Dreiklang mit den kulinarischen Angeboten der Gastronomie. Ob Bratkartoffeln mit Steak oder Garnelenspieß, Pasta oder Pommes mit Bratwurst – die Besucher griffen zu und stärkten sich für den langen Abend. Winzerwein und Sekt am Stand der Musikschule beflügelten die Sinne, eine Aufgabe, die auch der Musik zukam. Zum sechsten Mal veranstaltete die öffentliche Musikschule Lampertheim das Lichterfest, ein gesellschaftliches Ereignis mit enormer Anziehungskraft. Bei freiem Eintritt lockte ein tropischer Sommerabend, der sich nach Sonnenuntergang in immer neuen Farbfacetten präsentierte, von der Firma Young Dimension in Szene gesetzt. Die Baumriesen schienen wie verzaubert und die großen Fontäne wechselte von Eisblau zu Violett und feurigem Rot. Ein beeindruckendes Farbenspiel, das sich am besten von einem der Sitzplätze rund um den Teich beobachten ließ. Noch mehr Tische als im vergangenen Jahr waren hier aufgestellt und alle wurden gebraucht. Entlang der Pagodenzelte mit den gastronomischen Angeboten waren die Stehplätze beliebt, ein gemütliches Treffen mit lebhaften Unterhaltungen. Sehen und gesehen werden – so machte es Spaß. Andere Besucher flanierten durch den dunklen Stadtpark, entdeckten die ruhigeren Farbzonen mit Kletterfelsen und Spazierwegen. Ein Vergnügen auch für Kinder, die den vielfarbig angeleuchteten Kletterfelsen eroberten und auf dem Rasen turnten. Am frühen Abend war das Lichterfest auch ein Fest der Bewegung im Park. Am Nachmittag beim Parkfest der Musikschule präsentierten über mehrere Stunden die Ensembles und Bands der Musikschule ihr Können. „Wo die wilden Kerle wohnen“ zeigten die Kinder der musikalischen Früherziehung ihrem Publikum. Hannelore Nowacki

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