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  • Fr., 25. August 2017, 08:41 Uhr
    58. Ausstellung mit Werken von Dr. Anja Kolb-Kokocinski im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bildkultur – Galerie im Haus am Römer“

    Faszinierende Natur- und Städtefotographien aus Nah und Fern

    Die Lampertheimerin Dr. Anja Kolb-Kokocinski präsentiert bis 10. November ihre vielfältigen Werke im Haus am Römer. Foto: Sigrid Samson

    LAMPERTHEIM – Etwas ganz Besonderes erwartet die Besucher seit dem 23. August in der Galerie im Haus am Römer: die Ausstellung faszinierender Fotographien von Dr. Anja Kolb-Kokocinski. Bei „Through My Eyes“ handelt es sich um Natur- und Städteaufnahmen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt, die die Künstlerin in den letzten Jahren selbst gemeinsam mit ihrem Ehemann Felix bereist hat. Am vergangenen Mittwoch fand ab 19 Uhr eine Vernissage statt.
    Ende 2016 zog die „Bildkultur“ aus dem Lampertheimer Stadthaus in das Haus am Römer in der Domgasse 2. In den neuen und erweiterten Ausstellungsflächen erwarten die Künstler hellere und großzügigere Flächen, um ihre Kunstwerke noch wirkunsvoller in Szene zu setzen. Neutrale weiße Wände lassen die Bilder noch mehr zur Geltung kommen.
    Einige der Naturaufnahmen der aktuellen Ausstellung zeigen Tiere, deren Lebensräume in Gefahr sind. Die Bilder sollen dem Betrachter die Schönheit und Einzigartigkeit dieser wunderbaren Lebewesen verdeutlichen. Kolb-Kokocinski liegt es daran, dem Betrachter vor Augen zu halten, dass der Mensch alles daran setzten sollte, diese Tiere und Naturräume zu erhalten.
    Die im Stadtteil Hüttenfeld geborene Lampertheimerin beschäftigte sich nach ihrem Studium und einer internationalen Karriere im Bereich der Molekularbiologie immer intensiver mit der Naturfotographie. „Bereits in jungen Jahren begann ich mit dem Fotographieren und hatte sehr viel Freude daran“ erklärte die sympathische Künstlerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann erkundete sie die Welt und hielt dabei ihre Eindrücke in Bildern fest. Von 2004 bis 2015 lebte das Ehepaar im britischen Cambridge. Aus dieser Zeit stammen die meisten ihrer ausgestellten Werke, später kamen noch weitere europäische Städte hinzu. In London entdeckte sie unter anderem Eulen als Motive. Die „Sperbereule“ und eine fliegende Eule, die durch schnelle Belichtung messerscharf zu erkennen ist, stammen aus dieser Zeit. „I've got my eyes on you“ mit der Darstellung eines europäischen Luchses entstand bei einem Fotokurs in England.
    Kolb-Kokocinski arbeitete auch bei einem Freiwilligenprojekt in einer Auffangstation für Oran-Utans in England und erstellte Affen-Fotos in unterschiedlichsten Varianten. „What will the future bring“ lautet der Titel des Fotos eines Babyaffens, dessen Lebensraum durch die Abholzung der Wälder bedroht ist.
    Die Reiselust trieb Kolb-Kokocinski und ihren Partner auch nach Kanada, „mein Lieblingsort“ wie sie anmerkte. Auf dem Weg mit dem Schiff zum Nordpol entstand ihre Begeisterung für den Norden. „Gegen den Wind“, eine schwarz-weiß-Fotographie aus Manitoba von einer Eisbärin mit ihrem Kind gehört zu den beliebtesten Werken der Künstlerin. Ein Eisbär auf einer Eisscholle unter dem Namen „On Thin Ice“ ergänzt die Bilderreihe. Ein Wolf, der vor ihrer Hütte geschlafen hatte, bot sich ganz zufällig als weiteres Motiv – auch diese Fotographie fasziniert den Betrachter. Sowohl schwarz-weiß-Bilder, als auch bunte Fotographien gehören zum Repertoire der Künstlerin. „Grüße vom Universum“ zeigt ein farbenfrohes Foto eines Nordlichts.
    Auf der Reise nach Neuseeland im Jahr 2016 boten sich weitere interessante Motive.
    Farbenfroher gestalten sich auch die Werke des zweiten Projekts, einem Meeresschutzprojekt. „Ein langer Weg“ bildet eine beeindruckende Riesenschildkröte aus Galapagos ab.
    Allerdings muss man nicht immer weit reisen, auch vor der eigenen Haustür sind wunderschöne Pflanzen und Tiere aufzufinden, die zum Teil durch den Rückgang ihrer natürlichen Lebensräume bedroht oder auch einfach nur schön anzusehen sind. So entstand auch die Makroaufnahme eines Schillerfalters, den sie im eigenen Garten entdeckt hatte.
    Ihre Liebe zu Landschaft und Tieren ist einer der Gründe, warum sie sich auch für den Natur- und Gewässerschutz engagiert, sowohl als aktives Mitglied in einer lokalen Naturschutzorganisation, als auch bei Freiwilligenprojekten an verschiedenen Orten der Welt. Einer ihrer Vorsätze, wenn sie in der Natur unterwegs ist, lautet daher: „Take only memories and pictures, leave only footprints“.
    Alle ausgestellten Werke kann man selbstverständlich auch käuflich erwerben. Diese und weitere Bilder sind auch auf der Homepage zu finden unter www.kokocatsadventures.net Sigrid Samson


    Info: Die Ausstellung ist bis zum 10. November geöffnet. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr, Montag und Dienstag von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr. Gerne können sich Künstler, die an einer Ausstellung ihrer eigenen Kunstwerke interessiert sind, mit Gabi Wesp, Fachbereich Bildung / Kultur und Ehrenamt der Stadt Lampertheim, Rufnummer 06206 935304 in Verbindung setzen – auch überregionale Künstler sind hier jederzeit herzlich willkommen.

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